Bisher habe ich eine Philips Eismaschine mit passiver Kühlung benutzt, d.h. man musste einen Eisbehälter etwa zwei Tage gefrieren und konnte dann eine Portion Eis zubereiten. Das Gerät kostete damals 80 DM (ist also schon was her, wie man sieht :-) ). Im Allgemeinen gab es damit gute Ergebnisse, allerdings war die Kühlung oft zu schwach. Im Sommer hatte man wirklich Schwierigkeiten, Eis zubereitet zu bekommen, wenn die Zutaten nicht bereits nahe dem Gefrierpunkt waren. Und die nächste Portion gab es erst in zwei Tagen. Alkoholische Zutaten waren ausgeschlossen (die senken ja den Gefrierpunkt).
Die Unold bietet für Leute, die sonst schon alles haben, eine gute Alternative. Die aktive Kühlung ist wirklich brauchbar, und man kann schnell und spontan Eis anwerfen. Witzig ist auch die Möglichkeit, die Eismaschine zum schnellen Flaschenkühlen einzusetzen (noch nicht ausprobiert). Die Reinigung ist sehr einfach.
Es gibt allerdings auch ein paar Schwächen, die die günstigere Philips nicht hatte. Fangen wir beim Rührer an: In der Philips ist der Rührer aussen mit einem Schaber versehen, der direkten Kontakt mit dem Behälter hat. Damit wird auch an der Wand festgefrorenes Eis untergerührt. Das hat die Unold nicht. Ausserdem ist der Rührer nur lose eingesetzt. Es ist jedesmal eine gewisse Fummelei, den Rührer zu plazieren, den Deckel aufgesetzt zu bekommen, bevor der Rührer umkippt, und schliesslich den Motor richtig auf den Rührer zu setzen.
Der Eisbehälter ist sehr schmal und tief und der Motorblock oben drauf dick. Es ist daher schwer, zwischendurch den Zustand der Eiscreme zu begutachten, um zu entscheiden, ob jetzt genug gerührt ist. Auch das Entnehmen der Eismasse gestaltet sich schwieriger als bei der Philips.
Die Einfüllöffnung ist winzig, also praktisch kaum geeignet, um zwischendurch ohne Öffnen des Geräts etwas einzufüllen.
Die beigelegten Rezepte sind insgesamt eher schlecht beschrieben; ohne meine Erfahrung von der anderen Eismaschine hätte ich wahrscheinlich einige erfolglose Versuche hingelegt.
Insgesamt ist die Maschine nicht schlecht, das sollte nicht missverstanden werden. Immerhin vergebe ich vier Sterne! Trotzdem ist es etwas ärgerlich, dass so vermeidbare Designprobleme den Genuß trüben. Liebe Leute von Unold, beim nächsten Mal vielleicht mal erst selber ausprobieren ;-)
Beitrag geändert: Ich schliesse mich dem Kommentator an und setze die Wertung auf drei Sterne herunter. Das Rührwerk ist absolut eine Schwachstelle, die ausserdem noch dazu führt, dass die Temperaturanzeige völlig illusorisch ist. Aussen beinhart auf -28 runtergefrorenes Eis, innen eher Softeis.