So, am Freitag bekam ich die Eismaschine Unold Cortina und somit wurde das Wochenende eisig ;).
Vor dem ersten Gebrauch:
Vom reinen Erscheinungsbild her machte die Maschine bereits nach dem Auspacken einen soliden Eindruck, wie man auf dem Bild erkennen kann, ist sie in schwarz und silber gehalten. Der silberne Teil des Gehäuses besteht aus gebürstetem Edelstahl und reagiert daher ein wenig empfindlich auf Fingerabdrücke, aber das bekommt man mit einem feuchten Microfasertuch sehr schnell wieder hin :).
In der Literatur wird nach dem Versand eine 12-stündige Ruhepause empfohlen, die ich natürlich auch eingehalten habe...
Zum Gebrauch:
Das Eis wird in einem kleinen beschichteten Eimerchen (Edelstahl/Alu) zubereitet, welches in die dafür vorgesehene Öffnung eingesetzt wird. Anschließend wird der Rührarm (Plastik) mittig aufgesteckt. Der Eimer sowie der Rührer wirken sehr wertig und stabil, auch der Sicherheitsdeckel aus Hartplastik wirkt gut verarbeitet.
Aus Sicherheitsgründen kann der Deckel während des Rührvorgangs nicht geöffnet werden, weitere Zutaten können aber durch einen eingefügten, allerdings sehr kleinen Deckel im Deckel zugeschüttet werden. Hierfür benötigt man allerdings sehr viel Fingerspitzengefühl.
Erste Versuche:
Da die Cortina einen Timer besitzt, kann man hier Zeiten bis zu einer Stunde einstellen. Nach Ablauf der Zeit ertönt ein Signal und Maschine stellt ihre Arbeit ein. Sollte das Eis nach ein paar Minuten nicht entnommen werden, kühlt die Maschine weiter. Das empfinde ich als sehr nette Zusatzfunktion, falls man nicht schnell genug reagieren kann.
Was die Dauer angeht erfordert die Cortina allerdings sehr viel Eigenregie, was trotzdem (zumindest für mich) zu keiner Punkteabwertung führt. Ich kann mir aber vorstellen, dass manche Kunden gern eine selbständigere Maschine hätten, die sich erst nach Fertigstellung meldet und die Arbeit einstellt.
Bei der Cortina liegt es am Nutzer selbst, wie lange er sein Eis gerührt haben möchte und wie fest es letztendlich werden soll.
Als erstes probierte ich ein Sauerkirschen-Joghurt-Eis, welches nach ca. 30 Minuten zwar schon eine Masse gebildet hatte, jedoch noch ca. 2 Stunden im Gefrierschrank nachkühlen musste, um auch kugelfähig zu sein. Bei längerem Verbleib im Kühlfach wurde es allerdings SEHR hart.
Also machte ich mich an die klassische Eis-Variante: Milch, Sahne, Ei und Zucker als Grundmischung mit frischen Erdbeeren. Nach entsprechenden Vorarbeiten: Milch, Sahne, Zucker + Eis aufkochen, pürierte Erdbeeren dazu... Kühlte ich die Masse im Kühlschrank auf ca. 7 Grad runter und füllte sie in das Maschinchen.
Mein Erdbeereis war für mich nach 40 Minuten fest genug um anteilig verspeist zu werden, die Konsistenz war hier jedoch (trotz Vorkühlung) eher soft. Den Rest stellte ich also wieder in den Eisschrank, hier konnte die Masse dann noch richtig durchfrieren.
Die Tage werde ich mal versuchen, die Grenzen des Motors auszutesten und die maximal mögliche Festigkeit rauszuholen ;).
Bezüglich der Dauer der Kühlung besteht die Möglichkeit, während der Zubereitung den Timer hoch- oder runterzustellen. Zum Probieren sollte die Maschine aber gestoppt werden, da es sonst zu Zusammenstößen mit dem Rührer kommen kann.
Nachdem man beschlossen hat, dass die Eismasse genug gekühlt und gerührt wurde, schaltet man die Maschine komplett aus, öffnet den Sicherheitsdeckel, entnimmt erst den Rührarm (den man ein wenig umständlich vom kostbaren Eis befreien muss) und dann den kleinen Eimer (sehr praktisch mit Henkel). Mit dem mitgelieferten Plastikschaber kann man den Eimer wunderbar leeren.
Allerdings ist hier Eile geboten, da das Eis bei Zimmertemperatur schnell läuft...
So... Was habe ich vergessen?
Wie gesagt, die Zubereitungszeit liegt bei mind. 40 Minuten, der Rest ist Geschmackssache.
Der Behälter zzgl. Rührarm und Spachtel sind nicht spülmaschinengeeignet, das erweist sich im täglichen Gebrauch aber nicht als störend, da sie sich unter warmem Wasser wunderbar leicht abspülen lassen.
Der Geräuschpegel entspricht ungefähr einer normalen Kuchenmaschine und ist wesentlich angenehmer, wenn man sich während der Zubereitung in einem anderen Raum befindet...
Noch kurz zur Entscheidungsfindung:
Vor dem Kauf schwankte ich wie mein Vorredner zwischen mehreren Modellen...
Unold de luxe, Gaggia und eben der Cortina.
Die Unold de luxe wurde schön öfter aufgrund des wohl schwächeren Motors kritisiert, aus diesem Grund und aufgrund des externen Motorblocks entscheid ich mich gegen diese Maschine...
Bei der Gelatissimo störten mich vor allem die ganzen negativen Rezensionen und der hohe Preis, da die Cortina im Internet schon für 169 und bei einem örtlichen Großhändler bereits für 166 zu haben ist.
Fazit:
Lange Rede kurzer Sinn :). Alles in allem vergebe ich die volle Punktzahl, da die Maschine meine Wünsche vollkommen erfüllt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach top.
Nachtrag: Ich habe das Eis gestern einfach mal länger in der Maschine gelassen und es wurde kugelfähig, fest und sehr schön cremig! Dauer: ca. 45-50 Minuten bei einer Flüssigkeitsmenge von 500ml (Zimmertemperatur, nicht vorgekühlt).
Viel Spaß mit Euren Maschinchen!