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Unmoralische Rezepte
 
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Unmoralische Rezepte [Gebundene Ausgabe]

Manuel Vázquez Montalbán , Manfred Bofinger , Stefanie Gerhold , Albrecht Buschmann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit der "Unmoral" kennt er sich ebenso aus wie mit Genussfragen in der Küche: Manuel Vázquez Montalbán, einer der bekanntesten Roman-, Sach- und Kochbuchautoren Spaniens, ist bekanntermaßen alles andere als ein Kostverächter. Und in seinem bereits vor 20 Jahren geschriebenen, nun auch endlich auf Deutsch erhältlichen Buch Unmoralische Rezepte postuliert er nichts anderes als sein Lieblingsthema -- die absolute Hingabe. Essen hat für Montalbán eindeutig etwas Anregendes, ja auch Vorbereitendes für sich anschließende Wonnen.

Natürlich gibt es die Eindeutigkeiten: Austern, Zucchiniblüten, Trüffeln, flambierte Bananen oder gefüllte Feigen stehen für die Lust, die Montalbán anregen will -- und bei der er übrigens gleich im Vorwort keinerlei Einschränkung hinsichtlich auch gleichgeschlechtlicher Neigungen gelten lässt. Viel interessanter sind die Geschichten zu den teilweise sehr ausgefallenen und nicht immer ganz ernst zu nehmenden 63 Rezepten.

"Das Kopfkissen der Belle Aurore" etwa, eine schwergewichtige und offensichtlich nicht eben leicht bekömmliche Köstlichkeit aus Kalb, Rebhuhn, Hasenrücken, Ente, Schinken, Schweinefleisch und mehr, schreit geradezu nach einem Akt zur Verdauung mit begleitenden Champagnergaben zur Bewältigung der Essensleistung. Während das "Spanferkel Pibil" (mit Blutorangen, Knoblauch und Kreuzkümmel) eher für "rassige Frauen und blonde, bärtige Männer oder für pummelige Liebespaare" ist, kommt es bei der Weincreme mit Zitrone, einem "Standardgericht professioneller Liebhaberinnen", in erster Linie darauf an, den Partner ob der gekonnten Ausführung nicht allzu misstrauisch werden zu lassen. Illustriert sind die 160 Seiten mit wunderbar passenden Anzüglichkeiten, die das Buch letztlich selbst zu einer Delikatesse machen. Eine Verführung zur Sinnlichkeit, der man nur zu gerne erliegt. --Matthias F. Mangold

Kurzbeschreibung

Gemeinsames Essen, so argumentiert Vázquez Montalbán, wirkt aphrodisierend und fördert die Erotik. In freier Assoziation erläutert er, warum sich Zucchiniblüten in Bierteig besonders dazu eignen, rothaarige Schönheiten zu becircen, warum eine Pilzpaté unvermeidlich zu noch höheren Genüssen führt, oder wie ein Omelett zum unendlichen Quell lasziver Phantasien werden kann. Nicht weniger erregende Folgen hat der Kartoffelauflauf »Janssons Versuchung«, wird das Sardellenfilet mit dem nötigen Fingerspitzengefühl behandelt, und selbst die profane Bohne bringt nach Vázquez Montalbáns Rezept das Blut in Wallung. Mit Gespür für das entscheidende Detail und einer guten Prise Satire hat Vázquez Montalbán ein ungewöhnliches Kochbuch zusammengestellt, das sich nicht nur vorzüglich zum Nachkochen eignet, sondern auch Lust macht auf mehr ...

Über den Autor

Manuel Vázquez Montalbán (1939–2003) war einer der bekanntesten Autoren Spaniens. Er veröffentlichte mehr als hundert Romane, Sach- und Kochbücher, Essay- und Lyrikbände. Weltweit berühmt wurde er mit seinen Kriminalromanen um den eigenwilligen Detektiv und Feinschmecker Pepe Carvalho. Zuletzt erschien von ihm auf deutsch »Der letzte Bolero« (Februar 2004).
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