Pressestimmen
»Die Prosa geht immer wieder auch der Frage nach, wie Menschen sich der Verfügungsgewalt von Sprache entziehen können. Das Sprachspiel ist eine der Antworten Frieds, sein Bekenntnis zur Wörtlichkeit eine andere.« (Alexander von Bormann, Der Tagesspiegel)
»Bruchstücke [...] aus dem Alltagsleben, Beobachtungen en passant, Überlegungen zur Epoche, zur Arbeit des Schriftstellers, zur Geschichte der Gefühle, zur Psychoanalyse, zur Rolle der Intellektuellen.« (Karl Heinz Götze, Frankfurter Rundschau)
Kurzbeschreibung
'Der Mensch sei das Maß aller Dinge': so lautet der berühmte Satz des Protagoras: Doch die späte Einsicht des Ertrinkenden, der Mensch sei vielmehr das Unmaß aller Dinge, konnte nicht mehr überliefert werden. Die sprichwörtlich klugen Delphine dachten über diese Weisheit zu lange nach und versäumten so die Rettung. Erich Fried erzählt in diesen langen, kurzen und ganz kurzen Geschichten solche Schulweisheiten neu: die geringfügige Lebensarbeit der Optimisten, die finalen Irrtümer der Hühner, die kleingeschriebenen Heldentaten des Pharao und die zu großgeratene Vorsicht Abels, das genaue Gewicht der Vorurteile und die grüne Garnitur der Großmutter.