Unloved And Weeded Out das 2002 auf Deathwish, dem Label von Converge Sänger Bannon, erschienen ist, ist kein reguläres Studioalbum. Vielmehr bieten Converge hier eine Zusammenfassung von Demo, Live und Neuaufgenommenen Versionen verschiedener Songs.
Downpour, der Opener, legt mit Fettester Produktion und Krankem Riffing auch gleich gut vor und macht ordentlich Vorfreude aufs die folgenden Tracks. Flowers and Razorwires (ursprünglich auf der "They Came From Massachusets" Compilation erschienen) beginnt balladesk und lässt einen die Band von einer ungewohnten Melodischen Seite sehen, bei der Bannon richtig schön singt. Doch das hält nicht lange an, denn schon nach etwa einer Minute ist es wieder schluss mit Sonnenschein und die Keule wird wieder ausgepackt. "Be Brave And Bleed Out The Day" Schreit Bannon sich seinen Schmerz von der Seele!
Mit Tremor kommt dann ein bisher unveröffentlichter Track, der recht Sperrig daher kommt und ziemlich zäh aus den Boxen kriecht.
Die Songs "Home Song", "For you" und "Jacobs Ladder" Waren auch schon auf dem Orginal 7" release der Unloved enthalten und bieten typische Converge Kost im Stil der "Petitioning..." und "When Forever..." Phase der Band. Die drei Tracks sind alle eher im Midtempo und kommen relativ komplex und unzugänglich daher, benötigen also mehr Zeit zum zünden als manch anderer Converge Song.
Mit "Undo" von der Halo in A Haystack kommt dann aber ein wirklicher Kracher, der besser ins Ohr geht und an die alten Zeiten der Band zurückdeken lässt. Hier schreit sich Bannon durch relativ Melodische Parts und stellt sein Können unter Beweis. im Gegensatz zu den Bisherigen Songs geht Undo zum Schluss hin auch noch mal in die vollen.
Was dann folgt sind erst einmal fünf recht Demoversionen vom "When Forever Comes Crashing" Output( towing jehowah, the high cost of playing god, when forever comes crashing the year of the swine und letterbomb), die Aufgrund der doch recht umstrittenen Produktion von Steve Austin damals, einen netten Einblick auf die Rohdiamanten gewähren.
Zur Abrundung der ganzen Geschichte noch zwei Live Versione von "Locust Reign" (Yeah!) und "This Is Mine" in guter Qualität und das Album ist komplett.
Für meinen Geschmack kommt Unloved and Weeded out recht sperrig daher und bietet mit das Anstrengendste was Converge bisher abgeliefert haben. Jedoch sind auch einig Perlen auf dem Album, die man als Fan nicht vermissen will.
Von daher würde ich sagen, wer noch nicht alle Studio-Alben der Bostoner Chaoscrew hat, soll sich erst eimal die holen, da die Alben einfach Homogener daher kommen, was bei einem solchen Zusammenschnitt einfach nicht möglich ist.
Wer sonst schon alles hat muss natürlich zuschlagen!!!