Alan Davey war lange Jahre Bassist bei der britischen Spacerock-Institution Hawkwind. Nicht nur sein Baßspiel ist dem seines berühmtesten Vorgängers Ian "Lemmy" Kilmister ähnlich, auch dessen Angewohnheit, das Mikrofon über seinen Kopf zu stellen und seine "Weisheiten" in den Himmel zu brüllen teilt er sich mit dem unverwüstlichen Jack-Daniels-Fan. Seine bisherigen Soloalben waren meistens im Spacerock-Sound des Hawk-Mutterschiffs angesiedelt. Mit Gunslinger eifert er nun seinem Vorbild wieder nach und präsentiert uns hier hochenergetischen Rock'n'Roll der Marke Motörhead. Sein kräftiger Baßsound dominiert und erinnert doch an beste Hawkwind-Momente. Sein Gesang ist zwar auch an sein großes Vorbild angelehnt, kann aber nur manchmal daran anknüpfen (z.B. bei "Going In For The Kill", das ein Motörklassiker sein könnte). Alans Neffe Louis spielt die Gitarre im Stile eines Fast Eddie und läßt daher oft Erinnerungen an das klassische Motörhead-Lineup aufkommen. Die (!) Dritte im Bunde ist Drummerin Cat Bothwell, ein richtiges "Animal"!
Dieses Gunslinger-Werk ist live eingespielt. Über Auftrittsort und -datum schweigt sich das Booklet leider aus. Für Motörhead-Fans ist diese CD auf jeden Fall eine Hörprobe wert. Für Hawkwind-Fans, die die rockigere Variante von Daves altem Space-Klepper mögen, ist das Ding sowieso Pflicht.