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Unkenrufe. Eine Erzählung
 
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Unkenrufe. Eine Erzählung [Gebundene Ausgabe]

Günter Grass
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 299 Seiten
  • Verlag: Steidl Gerhard Verlag; Auflage: 1. Auflage (April 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3882432225
  • ISBN-13: 978-3882432220
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 545.574 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Günter Grass
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Alexander Reschke, deutscher Hochschulprofessor für Kunstgeschichte, und Alexandra Piatkowska, polnische Restauratorin, lernen sich Allerseelen 1989 in Danzig kennen und werden, beide um die sechzig und verwitwet, ein Paar. Bei einem gemeinsamen Friedhofsbesuch kommt ihnen die Idee, daß den einst aus Danzig geflohenen und vertriebenen Deutschen die Möglichkeit gegeben werden müßte, auf einem Friedhof in der ehemaligen Heimat die letzte Ruhestätte zu finden. Gesagt, getan! Die deutsch-polnische Friedhofsgesellschaft wird gegründet, und eine unsägliche Geschichte beginnt.

Autorenportrait

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte dann Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman "Die Blechtrommel". 1999 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Grass lebt in der Nähe von Lübeck.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Eine Liebesgeschichte hat Grass da geschrieben, aber keine, in der man sich verlieren könnte. Eher eine, die Träume einer besseren Welt aufzeigt und somit mal nicht so typisch "grassisch" pessimistisch ist. Man kann eine Menge daraus mitnehmen, für sich selber: Zwischenmenschlicher Umgang, Laben im alter, Umgang mit der Geschichte, Moral und Geschäftsleben - all das kommt zur Sprache. Aber Grass schwingt nicht mit der Moralkeule, sondern erzählt oft heiter und unbeschwert. Zudem aus einer wirklich interessanten Perspektive, eines Dritten, der erst nach Ende des Geschehenen Informationen darüber bekommt. Zudem ist das Buch, angesiedelt am Ende des Kalten Krieges, geschichtlich sehr interessant. Man kann das alles nicht einfach so schnell runterlesen - aber dazu wäre es auch zu schade.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von marielan TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Alexander, deutscher Professor der Kunstgeschichte, Spezialgebiet Grabplatten, und die polnische Restaurateurin Aleksandra lernen sich zufällig auf einem Marktplatz in Gdansk kennen. Es ist die Zeit der Wende, die Grenzen öffnen sich, und die beiden rufen einen Verein ins Leben, dessen Ziel es ist, deutschen Vertriebenen eine Beerdigung in deren alten Heimat zu ermöglichen.

Grass, persönlich Betroffener der deutsch-polnischen Vergangenheit, geht ein besonderes Thema an, die Folgen der Vertreibung, und nimmt von dort aus verschiedene Bereiche des jeweils Typischen beider Länder aufs Korn: Deutsches Vereinswesen und die Sucht nach Wachstum - wie kommt es, dass man in der Nähe von Friedhöfen auf einmal Golfanlagen braucht? Und die polnische Angst vor Deutschland und die gleichzeitige Freude, wenn die D-Mark (damals) ins Land rollt. Dabei bleibt der Autor in gewohnter Manier ironisch, bisweilen satirisch ohne gefühlsverletzend zu werden.

Dasselbe gilt auch für die Liebesgeschichte zwischen dem Professor und der Restaurateurin; manchmal ironisch, aber nie spöttisch, gelegentlich mit leicht sentimentalem Ton betrachtet er die aufkeimende Beziehung und das gemeinsam Weh der Vereinsgründung. Und wenn ihnen auch das mit Idealismus begonnene Projekt durch wirtschaftliche Interessen entrissen wird, bleibt ihnen wenigstens eines: Die Liebe. Aber man darf nicht damit rechnen, dass dies das endgültige Fazit eines Romans von Grass ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einlesen 3. Dezember 2007
Format:Taschenbuch
Wer vom Nobelpreisträger Günter Grass noch nichts gelesen hat, könnte sich z.B. gut mit der Erzählung "Unkenrufe" einlesen. Der Autor läßt hier eine polnische Restauratorin und einen deutschen Kunsthistoriker am Allerseelentag 1989 in Danzig aufeinandertreffen. Beide haben den jeweiligen Lebenspartner verloren, beide sind Vertriebene, beider Eltern wollten in ihrer Heimat begraben werden. Sie entwickeln die Idee einer Deutsch-Polnischen Friedhofsgesellschaft, die dafür sorgen soll, daß die toten Vertriebenen auf "Versöhnungsfriedhöfe" zurückkehren können. Die Gesellschaft mausert sich bald zu einem florierenden Wirtschaftsunternehmen.

Günter Grass erzählt gelassen eine leise Liebesgeschichte mit ironisch-satirischem Einschlag.
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