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Das Universum nebenan. Revolutionäre Ideen in der Astrophysik.
 
 
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Das Universum nebenan. Revolutionäre Ideen in der Astrophysik. [Taschenbuch]

Marcus Chown
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Der beste Autor über Kosmologie, den wir heute haben« Matt Ridley

Wer die Entwicklung der Kosmologie und Astrophysik verfolgt, weiß: alles, was wir heute über den Kosmos wissen, galt einmal als Spinnerei oder wurde höchstens in Science-fiction-Romanen akzeptiert. Die brillantesten Köpfe der Astrophysik beschäftigen sich immer mit Ideen, die man sich normalerweise in seinen wildesten Träumen nicht ausmalt.

Kann die Zeit wirklich rückwärts laufen? Gibt es unendlich viele Universen mit unendlich vielen Geschichten? Ist unser Universum das Experiment eines höheren Wesens in einem anderen Universum? Und natürlich: gibt es Leben im All?

Chown stellt uns diese »Spinnereien« vor und die Leute, die sie sich ausdenken. Viele Spekulationen werden sich vielleicht in Luft auflösen. Andere werden die Ansichten über den Kosmos und unseren Platz in ihm revolutionieren.

»Großartig erklärt Chown alle Arten von verrückten Ideen, die genau der nächste Schritt nach vorne sein könnten.« Gregory Chaitin, IBM Forschungsabteilung

Der Verlag über das Buch

»Sehr unterhaltsam, mitreißend und verständlich geschrieben vom Anfang bis zum Ende.« Himmelsleiter - Sternwarte-Zeitung

»Der Physiker und Wissenschaftsjournalist Chown versteht es das aktuelle Wissen auf unterhaltsame Weise zu präsentieren.« Andromache Nachrichten

»Marcus Chown führt in diesem kleinen, leicht verständlichen Taschenbuch seine Leser in die erstaunliche Welt der modernen Physik, speziell der Astrophysik und Kosmologie. Mit Wortwitz und Charme beschreibt er in allgemeinverständlichen Worten die Modelle, mit deren Hilfe die Astrophysik im Moment die Zusammenhänge zwischen Quasaren, Schwarzen Löchern, der Zunahme von Entropie und vielem mehr erklärt. Natürlich geht es zu Beginn auch um Zusammenhänge bei Elementarteilchen und deren Bestandteile, aber Chown bietet einen breit angelegten, faszinierenden Einblick in die Gedankenwelt der Physik, wo die Kräfte im Kleinsten dann im großen Maßstab Weltall zugänglich und sichtbar werden… Mit anderen Worten: Seite für Seite versorgt Chown seine Leser mit brandheißen Informationen rund um die neuesten Entdeckungen aus Physik und Kosmologie. Exakte Wissenschaften vorgestellt in einer sehr modernen Weise, die fasziniert und zum Mitdenken anregt ! Meine absolute Leseempfehlung für alle naturwissenschaftlich Interessierten!« buchkritik.at

»Das Buch ist spannend und verständlich geschrieben. Es macht Spaß. Aber bevor Sie es lesen, sollten Sie Ihren gesunden Menschenverstand zu einem netten Spaziergang überreden. Er würde Ihnen nur allzu oft im Wege stehen.« Hans Zekl in ›Spektrum der Wissenschaft‹

Über den Autor

Marcus Chown ist Physiker, Wissenschaftsjournalist und als Berater im Bereich Kosmologie für den ›New Scientist‹ tätig.

Auszug aus Das Universum nebenan. Revolutionäre Ideen in der Astrophysik. von Marcus Chown. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort

Die Entstehung zukünftiger Wissenschaft

»Unter allen Diensten, die der Wissenschaft erwiesen werden können, ist das Einbringen neuartiger Ideen der wichtigste.«J.J. Tycomson

»Was wir brauchen, ist Fantasie. Wir müssen eine neue Sicht der Welt finden.«Richard Feynman

Neue Ideen sind der Grundstoff der Wissenschaft. Ohne ständige Ideenzufuhr - Tontauben, die in den Himmel katapultiert und abgeschossen werden - wäre die Wissenschaft nicht möglich. Als Kosmologieberater des »New Scientist« stoße ich oft auf Ideen, die mich total verblüffen, von deren weit reichenden Auswirkungen mir der Kopf schwirrt. Wie die Vorstellung, dass die Zeit tatsächlich rückläufig sein, dass es multiple Realitäten geben könnte, in denen sich Geschichte in jeglicher Form abspielt, oder dass unser Universum als Heimwerkerexperiment von höher entwickelten Wesen eines anderen Universums geschaffen sein könnte.

Solche Ideen sind ausnahmslos Versuche, die großen Fragen der Wissenschaft zu beantworten. Was ist Zeit? Was ist Realität? Sind wir allein im Kosmos? Wie ist das Universum entstanden? Diese Fragen zeigen die Grenzen unseres gegenwärtigen Wissensstandes auf, heben die zentralen Dinge hervor, mit denen sich Wissenschaftler im Grenzland herumschlagen.

Was folgt, sind meine Berichte aus dem Grenzland der Vorstellungskraft. Auf den ersten Blick wirken diese Ideen verrückt. Aber es ist noch nicht so lange her, dass die Vorstellung verrückt schien, bei schneller Fortbewegung oder unter dem Einfluss der Schwerkraft verlangsame sich die Zeit. Inzwischen kann »Zeitausdehnung« mit supergenauen Atomuhren nachgewiesen werden, und niemand stellt das ernsthaft in Zweifel. Es gab einmal eine Zeit, in der die Vorstellung, ein Atom könne gleichzeitig an zwei Orten sein - was im Alltagsleben der Fähigkeit entspricht, sich gleichzeitig zu setzen und aufzustehen - verrückt schien. Jetzt machen Erfindungen, die die Vorstellungen der »Quantentheorie« ausnutzen, schätzungsweise 30 Prozent des Bruttosozialprodukts der Vereinigten Staaten aus.

»Verrücktheit« ist daher nicht unbedingt ein Grund, eine Idee, eine Vorstellung abzulehnen. Die Natur hat keinesfalls die Verpflichtung, Rücksicht auf unsere Empfindlichkeiten zu nehmen und sich auf eine Art zu verhalten, die dem gesunden Menschenverstand zusagt. »Ihre Idee ist verrückt«, soll der berühmte Physiker Niels Bohr zu einem Kollegen gesagt haben. »Die Frage ist nur: ist sie verrückt genug, um wahr zu sein?«

Natürlich muss sich die wissenschaftliche Vorstellungskraft innerhalb der Grenzen bekannter Fakten bewegen. Für alle hier vorgestellten Ideen gibt es gute Argumente. Dieses Buch ist ein Tribut an außergewöhnliche Menschen mit außergewöhnlichen Ideen. Es ist eine Verneigung vor denjenigen mit dem Mut und der Vorstellungskraft, zukünftige Wissenschaft zu entwickeln. Es ist eine Homenage an jene, die sich bemühen, über den Rand des bekannten Universums hinauszuschauen.

Ich hoffe, dass Sie durch die Lektüre ein Gefühl dafür bekommen, in was für einem wundervollen, verrückten, bizarren Universum wir uns befinden - einem viel seltsameren Ort, als wir ihn hätten erfinden können. Ich hoffe ebenfalls, dass das Buch Sie nachdenklich macht. Und nun, ohne weiteres Aufhebens und mit den Worten von E. E. Cummings: »Hör zu: Nebenan gibt's ein tolles Universum, also nichts wie hin . . .«

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