Nein was hab ich mich gefreut als ich gelesen habe, dass ein weiteres Sequel von den UniSols erscheint. Der zweite Teil war überaus schlecht und von den anderen 3 Teilen, die mit anderen Schauspielern besetzt waren, braucht man garnicht erst reden.
Nun gibt es den dritten Teil der "echten" Serie und ich war gespannt, wie man die Geschichte fortsetzt und ich habe mich auch gefragt ob man den zweiten Teil in die Story mit einbezieht. Von wegen, es wird anscheinend nicht mal der erste Teil mit einbezogen:
Story (SPOILER):
Terroristen verschanzen sich in einem Tschernobyl Reaktor und drohen damit diesen Reaktor in die Luft zu sprengen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Zusätzlich haben sie noch 2 wichtige Geiseln, ich habe schon wieder vergessen welche es sind, spielt aber auch keine Rolle. Würde das passieren, wäre die ganze Welt wohl verseucht, diese Meinung vertritt zumindest die amerikanischer Armee. Das ist aber egal, denn wir wissen schon, dass das nicht passieren wird obwohl die Terroristen im Besitz eines "neuen" UniSols sind. Einer mit regenerativen Fähigkeiten und krasseren Moves usw.
Sofort reagiert die Army und mobilisiert einen Squad von ihren eigenen Bauern und noch 4 UniSols der alten Generation. Natürlich werden diese komplett platt gemacht und das auch unnötig brutal. Natürlich werden Splatter Fans hier aufschreien aber wir wissen ja, dass der erste Teil der Serie der beste ist und auch ohne Tonnen von Blut ausgekommen ist.
Als die vier Supersoldaten getötet werden, muss sich die Army in ihre Base zurückziehen, die anscheinend 50 Meter vom Reaktor entfernt ist (!) und bastelt an einem neuen Plan: Jean Claude Van Damme soll ran, der sich momentan versucht in die Gesellschaft einzugliedern (18 Jahre lang?), bekommt es aber nicht hin jemandem nicht auf die Fresse zu hauen (ausser seiner persönlichen Ärztin und Betreuerin). An der Stelle habe ich mich gefragt, warum man seinen Charakter so weiter geführt hat. Am ende des ersten Teils war er ja praktisch "geheilt". Aber der Regisseur und Drehbuchautor hielt es anscheinend nicht für nötig den ersten Teil bis zum Ende zu gucken. So taucht auch Dolph Lundgren wieder auf, der eigentlich zerfleicht worden ist. Projekt Blutwurst waro somit nicht erfolgreich und er ist auch nur am Start weil der böse Doktor, der mit den Terrors zusammenarbeitet, ein paar Differenzen mit dem Anführer hat. Lundgren kann, im Gegensatz zu den anderen UniSols nämlich die Vorgesetzten anreifen aber Doktor Evil denkt nicht darüber nach, dass auch er eventuell das Zeitliche segnen könnte. Das passiert dann auch und die einzigen Bösewichte die noch übrig sind, sind Lundgren, der "neue" UniSol und ein paar Terroristen die von alldem anscheinend nix mitbekommen haben und sich am Feuer die Birne zu saufen.
Nach einer guten Stunde lässt sich dann die Ärztin von Jean Claude "überreden", ihn ins Geschehen eingreifen zu lassen und das tut er dann auch. Alle Terrors werden mühelose "zerstört" (und das mit ein wenig Style) und dann gibt es einen Pre-Showdown mit Lundgren (der insgesammt auch nur maximal 5 Minuten Screentime hat). Jedoch schafft zumindest er ein kleines Bischen Gefühl in seinen Charakter einzubringen bevor sein Kopf zerplatzt.
Der Endkampf zwischen JCVD und dem Super Soldat steht dann auch schon an und ist wenig überzeugend. Aber wichtig ist ja, dass der Gegner "spektakulär" das Zeitliche segnet.
Damit ist dann der Film auch schon zu ende, man weiss nicht was mit Luc passiert und bevor dann endlich der Abspann beginnt sieht man noch eine Reihe von UniSols die nicht nur super stark sind sondern auch noch Klone sind. Somit kann man sich schon auf ein weiteres Sequel einrichten... leider.
So viel zur Story.
Kritik:
Regenration spielt zu 99% in dem Reaktor, der zwar gut gemacht ist aber trotzdem Abwechslung vermissen lässt. Somit wird der Film noch langweiliger als er schon ist und wenn mann keinen Kaffee vorher getrunken hat, kann man damit rechnen, dass man nach ca. 50 Minuten einpennt.
Der größte Nachteil des Films ist die fehlende Logik: wie ich schon vorher geschrieben habe, zieht der Film definitiv nicht den zweiten Teil in die Story ein (was auch gut so ist) aber die Entwicklung von Luc zeigt, dass der Reigsseur sich den ersten Teil auch nicht angeguckt hat. JCVD war nie jemand der unschuldige Menschen angegriffen oder getötet hat (das sieht man schon in den ersten 5 Minuten des ersten Teils) und eine kompromisslose Killermaschine war er auch nie. Lediglich ein Soldat der Befehle befolgt hat und effizient getötet hat. Also würde ein Kopfschuss genügen aber nein, in Regeneration schlägt er dann noch 100 Mal auf den gefallenen Gegner ein. Sein Charakter ist völlig verschwunden und man hört nurnoch unmotivierte Aussagen eines JCVD der anscheinen wirklich finanzielle Probleme hat, denn sonst würde er sicherlich nicht in diesem Film mitspielen.
Auch die Terroristen sind dumm wie Brot. Theoretisch bräuchte man nur einen Scharfschützen um alle auszuschalten denn den Anführer interessiert es relativ wenig ob welche sterben oder nicht, sonst wäre die Bombe bis zu 10 Mal hochgegangen, und in Deckung gehen oder taktisch von Vorteil geprägte Positionen einzunehmen, gehört auch nicht zu ihrer Stärke, geschweige denn vom abfeuern der eigenen Waffe. Somit dienen sie nur als Kanonfutter und würde man mir ein Gewehr in die Hand geben, hätte ich auch keine Probleme die Bedrohung auszuschalten, mir meine Medal of Honor abzuholen und als Held gefeiert zu werden.
Der super Unisol trifft alles, hält es aber nicht für nötig zu zielen oder zu reden. Lediglich ein "Yes" bringt er mehrmals zu stande. Und die Amis zeigen einmal mehr wie wertlos sie sind. Es braucht schon einen 50 jährigen, kranken Van Damme um die Bösewichte zu töten und die Welt zu retten.
Der einzige Pluspunkt in dem Film ist Dolph Lundgren der einen winzigen Teil Drama in den Film einbringt aber kurz danach ein weiteres Mal im Ar*** ist. Es gibt übrigens auch kein Hauptdarsteller, ausser den Reaktor, den fast immer sieht. Jeder Schauspieler bringt keinen vernünftigen Dialog zu stande und somit ist die Stille in dem Film, die ca. 80 % des Films ausmacht, eine wirklich Genugtuung.
Fazit:
Regenration ist der einzige Film den ich kenne, bei dem ich die geschnittene Version mehr oder weniger empfehlen kann, denn so ist der Film kürzer und schneller am Ende. Aber wirklich empfehlen kann ich den Film nicht. Der Kauf ist ein absolutes Tabu und das Geld für die Verleihung würde ich eher in eine Currywurst mit Pommes und Mayo investieren.
Dass hier mehr als 3 Sterne vergeben werden ist mir unbegreiflich und jeder der ein wenig Ahnung von Filmen hat, würde nicht mehr als 3 Stück geben. Aber was soll man machen, jeder hat seinen eigenen "Geschmack"...
Also:
Regenration ist besser als "The Return", ist aber trotzdem einfach nur schlecht.