Dieses Buch beschreibt keine Prozesse, es ist kein Lehrbuch, sondern ein Nachschlagewerk. Aber ein großartiges: Auf je einer Doppelseite werden Prinzipien des Designs wie z. B. Fitt's Law vorgestellt, stets mit farbigen Illustrationen auf der rechten und kurzem, aber für das Verständnis ausreichendem Erklärungstext auf der linken Seite. Durch die Kürze der Erläuterungen geht das Buch natürlich nicht so sehr in die Tiefe, aber das ist auch für nicht-Designer selten wirklich nötig. Zudem lädt es dadurch und durch die luftige Gestaltung zum Stöbern und zwischendurch-mal-reingucken ein.
Das Buch ist nicht nur wundervoll geeignet, wenn man selbst an gutem Design (nicht: Styling!) interessiert, aber kein Designer ist. Nein, es eignet sich darüberhinaus enorm gut, um es bspw. einem Programmierer oder einem Projektleiter zu schenken, denn es hilft ungemein, eine gemeinsame Sprache zu finden, wenn man über Design spricht.
Wenn man häufig vor dem Problem steht, dass es schwer fällt, eine eigene gute Design-Idee zu begründen, oder Kritik an bestehendem schlechtem Design nicht ernst genug genommen wird, ist dieses Buch eine große Argumentierungshilfe, wenn man einfach eine Seite aufsschlagen, darauf zeigen und sagen kann: "Darum!".
Selbst zum doppelten Preis wäre das Buch noch empfehlenswert. Zu DEM Preis sollte jeder, der sich auch nur ansatzweise mit Design beschäftgit (also z. B. ein Programmierer, der eigentlich gar nicht für die GUI-Gestaltung zuständig ist) das Buch zulegen.