Ein wenig Sorgen machten mir die Ankündigungen um das neue Soloalbum schon, der komische Bandname, die Kooperationsankündigungen liesen einen Gänseschauer über den Rücken laufen, zu sehr hing mir noch der Chriss Cornell Schock vom letzten Jahr in den Knochen.
Pustekuchen! Richard Ashcroft zeigt sich stilsicher, unterlegt seinem excellenten Songwriting ein Klanggewand aus gewonhten Elementen gemischt mit Breitwand Soul und Motown aus den 70ern und 80ern. Neu, aufregend, soulfull!
UPDATE nach 3 Wochen: Richard und seine neue Band dudeln immer noch vorwärts und rückwärts den ipod runter. Die ersten Favoriten kristalisieren sich inzwischen sehr deutlich heraus (Let my soul rest, She brings music, Are you ready?, Born again, This thing called life). Was mich aber dazu bringt diese Rezension zu erweitern sind die wirklich schlechten Kritiken, die dieses Album in der deutschen und englischen Musikpresse bekommt. Von Gospel ist da die Rede (Gospel wohl, weil das Wort Hallelujah einmal vorkommt ... aaaaaaaaah), und auch davon, dass Richard jetzt endgültig grössenwahnsinning geworden ist und sich für den Heiland hält. Uuuuuuuf! Warum auch zu den naheliegenden Erklärungen schweifen, wenn die weit hergeholten sich doch so schön erzählen lassen. Ich denke nicht, dass Richard sich jetzt für Gott hält, ich würde eher mal sagen, dass er sich auch textlich an den Grössen orientiert hat, die er musikalisch mitverarbeitet in dieser wundervollen Platte. Und das sind nunmal Motown, Philly Sound und Soul aus den 70ern. Und da hat man halt häufiger religiös angehauchte Texte geschrieben.
Ansonsten: immer noch, NEU, AUFREGEND, SOULFULL!!!!