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Was dabei herauskommt, wenn sich ein Star wie Elton John auf seine alten Tage der eigenen musikalischen Anfänge samt Vorbildern und Wegbereitern entsinnt, lässt sich auf The Union bewundern. Zuvor hatte er auf dem iPod eines Freundes alte Songs von Leon Russell gehört. Die bestürzte Frage, wie er ihn nur hatte vergessen können und der Griff zum Telefonhörer waren eins. Elton John fand den Weltklassemusiker chronisch krank und in kleineren Clubs gastierend. Das war im Jahr 2009. Inzwischen konnte der renommierte Produzent T-Bone Burnett gewonnen werden, sowie zahlreiche Gastmusiker, darunter Drummer Jim Keltner, der schon früher in Russells Band mitgespielt hatte, sowie ein grandioser Gospel-Chor, aber auch Gitarrist Marc Ribot, Neil Young und Brian Wilson, auf dessen Beach Boys-Alben Russell oft mit von der Partie war. The Union bietet 14 brillante Songs in ihrer Vielseitigkeit zwischen Gospel, Rock 'n' Roll und Blues und einer Anmutung, die nur als klassisch bezeichnet werden kann. "Never Too Old To Hold Somebody" ist nicht nur eines der schönsten hier vertretenen Stücke, sondern zugleich Credo des gesamten Albums, auf dem sich zwei Legenden zusammenfinden, um gemeinsam an Klavier und Flügel eine längst versunken geglaubte Welt wieder zum Klingen zu bringen! Andreas Schultz
Elton entdeckt Leon den frühen Siebzigen, der Zeit, die Elton John bis heute, die aufregendste Zeit seines Lebens nennt. Seit diesen Tagen spricht er von leon Russell als „My Idol“. Damals ist Russell einer der begehrtesten amerikanischen Studiomusiker, er begleitet Jerry Lee Lewis, B. B. King, Eric Clapton, Bob Dylan, Willie Nelson und die Rolling Stones durch ihr musikalisches schaffen, ist Werkstätiger in der Hitfabrik von Produzentenlegende Phil Spector und nahm bis heute fast 30 Solo-Alben mit den illustersten Gästen der US-Rockgeschichte auf.
Jetzt bekam er einen Anruf von Elton John und plötzlich wächst zusammen, was scheinbar schon immer zusammen gehörte - und dann zwei Männer über sich Selbst hinaus. “Ich habe vierzig Alben aufgenommen. Die Welt schreit nicht nach einem weiteren Elton John Album. Ich schreie nicht nach einem weiteren Elton John Album. Ich dachte mir: „ Wenn du noch einmal ein Album aufnimmst, dann nur, wenn es etwas Besonderes ist.“
“Im Studio war so eine “Tag der offenen Tür“-Atmosphäre. Leute wie Ringo Starr, Stevie Nicks, Brooker T und Brian Wilson kamen vorbei, um zu feiern und irgendetwas beizusteuern. Grace Jones schaute jeden Tag rein, nur um sich eine halbe Stunde auf Leon drauf zu legen. Er liebte das! Leon liebt die Ladies und die Ladies lieben ihn!“
Produziert wurde The Union vom großartigen T-Bone Burnett, der 2005 für die Filmmusik zu der Johnny-Cash-Biographie "Walk the Line" verantwortlich war und 2007 das Album Raising Sand von Robert Plant und Alison Krauss, produzierte, für das sie einen Grammy kassierten.
Als Singleauskopplung erscheint “When Love Is Dying”, eine tiefemotionale Ballade aus einem Album, das schon jetzt als Meilenstein der Musikgeschichte betitelt werden kann und ohne Zweifel eines der persönlichsten von Elton John ist.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rückkehr zu alter Größe,
Rezension bezieht sich auf: The Union (Audio CD)
Als Fan von Elton John's Siebziger-Werken war ich recht unruhig, ob die Vorabrezensionen mit ihren Vergleichen mit Geniestreichen wie "Tumbleweed Connection" oder "Honky Château" recht haben würden. Gleich vorab: Haben sie.Mit den letzten drei Alben ab "Songs From The Westcoast" war Elton John bereits zu seinen Wurzeln im Blues und Soul zurück gekehrt. "The Union" aber kann noch mehr. Die Zusammenarbeit mit seinem alten Idol und Mentor Leon Russell ist wie eine Frischzellenkur für Elton John. Eine derartige Spiellaune, einen solchen Enthusiasmus hat man schon lange nicht mehr erlebt; fast sieht man wieder den energiegeladenen jungen Mann vor sich, der in den Seventies die Musikwelt von hinten aufrollte. Im Mix mit der dazugekommenen Reife ist das eine unwiderstehliche Mischung. Auch hat Elton John wieder eine Gesangstechnik gefunden, die besser zu seiner in den Bariton gesunkenen Stimmlage passt. Nicht vergessen werden sollte hier aber der Musiker, den auch Elton als Star dieses Albums sieht: Leon Russell. In den USA eine Legende, hierzulande zu Unrecht nur Insidern bekannt. Seine sehr eigene, nasale Stimme ist sicher gewöhnungsbedürftig. Allerdings weiß er sie perfekt einzusetzen, und gerade im Zusammenspiel mit Elton's Bariton erzeugt das wirklich Gänsehaut. Ebenso wie das Klavierspiel der beiden. Jeder hat seinen eigenen virtuosen Stil, beide zusammen sind einfach unschlagbar. Die Chemie ist hörbar, nicht zuletzt, weil die meisten Klavierpassagen live gemeinsam im Studio eingespielt wurden. Gospelchöre und Bläsersätze runden das Ganze ab. Die Kompositionen sind in der Qualität durchweg erstklassig, wie bei diesen Vollblutmusikern kaum anders zu erwarten. Überwiegend mit Texten von Bernie Taupin, mal mit Musik von Elton, mal von Leon. Mal arbeiten die beiden zusammen, mal mischt T-Bone Burnett, der Producer mit, auch er eine Koriphäe in Blueser-Kreisen. So wird es nie langweilig, und trotzdem gehören die Songs auf "The Union" einfach stimmig zusammen. Illustre Gastmusiker wie Neil Young, Brian Wilson oder Grace Jones sind noch das Sahnehäubchen. Für Liebhaber von "Candle In The Wind" und "Circle Of Life" ist dieses Album wohl nichts. Wer aber weiß, was Elton John wirklich drauf hat oder es herausfinden will, der sollte zugreifen. Und Lust, das Werk von Leon Russell zu erkunden, macht "The Union" eindeutig. Für mich das Album des Jahres! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitten ins Herz...,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Union (Audio CD)
Eines am besten gleich vorweg: ich war bisher nie ein großer Fan von Elton John. Ich mochte einige seiner Lieder, aber im Großen und Ganzen war mir das, was ich von ihm kannte, immer zu sehr Mainstream, zu glatt und zu oft auf allen Radiosendern durchgenudelt.Als ich vor kurzem von der CD "The Union" und der Geschichte dahinter erfuhr, wurde ich jedoch neugierig. Leon Russell sagte mir zwar nichts (sorry), aber allein die Beschreibung der live eingespielten Musik ließ mich die CD auf gut Glück kaufen. Beim ersten Mal durchhören dachte ich: okay, kann man gut hören. Haut mich zwar nicht vom Hocker, war aber auch kein Fehlkauf. Beim zweiten Mal nahm ich mir mehr Zeit, mehr Aufmerksamkeit und Kopfhörer. Und dann hat mich die Scheibe schlichtweg umgehauen und lässt mich seitdem nicht mehr los. Was für eine grandiose "Union" ist das denn? Ich entdecke bei jedem Hören neue Nuancen. Bei einem Song summe ich mit, beim nächsten wippe ich mit, dann verursacht ein Gesang Gänsehaut und bei "I Should Have Sent Roses" steigen mir Tränen in die Augen. Letzteres ist ein harmlos klingender Titel, doch das Lied hat dermaßen viel Tiefgang und ist mit soviel Überzeugung aus der Tiefe des Herzens gesungen, dass für mich allein dieses Lied schon den Kauf der CD wert war. Da Leon Russell manchmal etwas nuschelt: unbedingt die Lyrics besorgen und dann mit Text zuhören... Ich habe mir dieses Jahr so einige CDs geholt und da waren viele gute Werke bei, aber für mich selbst völlig überraschend ist "The Union" mein persönliches "Album des Jahres" geworden. Absolut hörenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dem Album ist ein großes Publikum zu wünschen,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Union (Audio CD)
Elton John wollte sich - wie er es auch selbst gesagt hat - auf seine musikalischen Wurzeln zurückbesinnen, an die Zeit von Rocket Man.Das ist ihm auch vollkommen gelungen. Eine Abkehr von den Mainstream-Hits der vergangenen Jahre, vom König-der-Löwen-Sound. Mit Mr. Russell an seiner Seite sind ihm wunderbare Songs gelungen. Eine Mischung aus Blues, Gospel und seinem eigenen Sound aus den 70er Jahren. Klangqualität sehr gut. Nur schade, dass auch dieses Album, wie fast kein Album aus dem "Nicht-Klassik-Bereich" nicht mehr als SACD erscheint. Sehr empfehlenswert, diesem Album ist ein großes Publikum zu wünschen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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