Das Buch ist mittlerweile in der x-ten Auflage erschienen, und das hat seine guten Gründe. Wagner beschreibt in bemerkenswert ironischer Distanz, aber mit unübersehbarer Kompetenz (Wagner ist Privatdozent und Therapeut, Ironie in Person) den ganz normalen Wahnsinn Universität. Von den allgemeinen Prozessen der Blufferei über die Probleme einzelner Studierendengruppen (Frauen, Ausländer...) bis zu den Institutionen analysiert er respektlos den Umgang mit den KonkurrentInnen, den Strukturen, die Opfer-Täter-Gemeinschaft und arbeitet die quasi ungeschriebenen Gesetze des akademischen Wesens heraus. Und er geizt nicht mit Hinweisen und Ratschlägen. Nicht nur StudienanfängerInnen sei dieses Buch ans Herz gelegt, auch schon versierte MitspielerInnen werden so manches Aha-Erlebnis haben. Es hilft. Es hilft, weil die gewollte Vereinzelung aufgehoben wird, weil man bemerkt, daß man mit seinen Problemen nicht allein ist, daß diese Probleme systemimmanent und nicht Folge persönlicher Unzulänglichkeit sind, daß der Wahnsinn eben Methode hat. Obwohl sich das österreichische von dem deutschen Uni-System unterscheidet, sind diese Prozesse transnational und interkulturell verbindend, so daß auch österreichische Studierende damit etwas anfangen können. Unbedingt lesen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)