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Unheimliches Wien: Gruselige Orte, Schaurige Gestalten, Okkulte Experimente
 
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Unheimliches Wien: Gruselige Orte, Schaurige Gestalten, Okkulte Experimente [Gebundene Ausgabe]

Gabriele Lukacs , Robert Bouchal
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 205 Seiten
  • Verlag: Pichler Verlag, Wien; Auflage: 1., Erstauflage (30. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3854315341
  • ISBN-13: 978-3854315346
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 290.670 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Unheimlich erscheint vielen Menschen, was mit Tod, Leichen, Geistern und Gespenstern zusammenhängt. Die Donaumetropole Wien, ansonsten als glanzvolle Traumstadt bekannt, ist auch eine Fundgrube für alles Dunkle und Mysteriöse. Alchemisten, Zauberer und Goldmacher fanden hier einst einen fruchtbaren Boden. Dracula und die bekannteste Vampirgeschichte gründen auf einer Wiener Begebenheit, in versteckten, unterirdischen Labyrinthen, in Grüften und Stollen lauert das Grauen. Keine andere Stadt kann mit einer so großen Anzahl an gruseligen Schauplätzen und Sammlungen aufwarten; auf ihrer fantastischen Entdeckungsreise führen Robert Bouchal und Gabriele Lukacs in eine faszinierende Welt, die selbst den meisten Wienern unbekannt ist.

Über den Autor

Robert Bouchal, lebt in Niederösterreich und beschäftigt sich schon seit sehr frühen Jahren mit der Fotografie. Seine große Leidenschaft gilt der aufwändigen Fotografie auf schwierigsten Gebieten und an schwer zugänglichen Orten. Besondere Stimmungen und außergewöhnliche Situationen einzufangen sind eine besondere Herausforderung für ihn. Er ist staatlich geprüfter Höhlenführer, seine große Liebe galt lange Zeit der aufwändigen Höhlen-Fotodokumentation.Gabriele Lukacs, am 31. Oktober, zu Halloween, geboren, fasziniert das Mystisch-Geheimnisvolle. Kein Berg zu steil, kein Tal zu tief, kein Stein, keine Gruft, kein Hinterhof ist vor ihren Nachforschungen sicher. Seit vielen Jahren auf Kultplatzsuche unterwegs, führt sie mit besonderem Engagement zu den Kraftplätzen in Wien und Niederösterreich.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Als Bram Stoker den Vampirjäger Van Helsing erschuf hatte er dabei Maria Theresias Hofarzt Gerard van Swieten als Vorbild erwählt und auch Draculas transsilvanische Heimat war Jahrhunderte Teil der Habsburgermonarchie. Nicht verwunderlich wenn im ländlichen Raum der Monarchie verbreitete Mythen um schmatzende Tote, Vampire und Geister auch in der Hauptstadt Einzug gehalten und die Jahrhunderte überdauert haben. "Unheimliches Wien" ist eine Reise zu den Stätten furchterregender oder zumindest unheimlicher Geschehnisse. Geführt wird man auf dieser Reise von der erfahrenen Reiseführerin Gabriele Lukacs, die schon mit ihrem Werk "Geheimnisvoller Da Vinci Code in Wien" Schauplätze entdeckt hat, die sich fast ideal für so manchen Mystery-Thriller eignen würden. Eingefangen wird Wiens unheimliche Seite erneut vom versierten Fotografen Robert Bouchal, dem es schon in "Geheimnisvoller Da Vinci Code" oder "Die Templer in Österreich" gelungen ist mit seinen Fotos eine sehr mystische Atmosphäre zu erzeugen. In "Unheimliches Wien" spannt Lukacs einen sehr weiten Bogen von Spukhäusern, über Untotengeschichten, modernen Urban Legends, bis zu Stätten unheimlicher Begebnisse und Museen mit entsprechenden Exponaten.

Den Beginn macht Lukacs mit einer Führung zu einigen der promintesten Spukhäusern Wiens, wie dem Palais Mollard-Clary und begibt sich auch auf die Spuren der "weißen Frau" Bertha von Rosenberg, die im Schottenkloster, Theresianum und sogar der Hofburg ihr Unwesen getrieben haben soll. Im Ratzenstadl in der Magdalenenstraße schließlich sind es aber nicht Gespenster und Poltergeister, sondern ein unerklärlicher Knochenfund der zu Spekulationen anregt. Die wohl blutigste Serienmörderin des alten Österreichs könnte indessen die angebliche Vampigräfin Erzsbet Nadásdy gewesen sein, welche 613 Mädchen entführt und ihr Blut gestohlen haben soll, um sich dadurch ewige Jugend zu erschaffen. Es kann natürlich auch dass die geborene Bárthory einer Intrige der Habsburger gegen ihre einflussreiche ungarische Magnatenfamilie zum Opfer gefallen ist. Eleonore Fürstin Schwarzenberg, eine geborene Lobkowitz, gilt schließlich als bekannteste Vampirin der Habsburgermonarchie. Durch ihre Porphyrie-Erkrankung war die Fürstin gezwungen ihre Lebensumstände einem Zyklus unterwerfen, indem sie tagsüber schlief und nachts wirklich lebte. Doch nicht nur ihr Verhalten gilt als Indiz dafür sie sei eine Vampirin gewesen, denn durch die Porphyrie dürfte sie sehr blass gewesen sein, während ihre Eckzähne durch Zahnfleischschwund vampirartig hervorgestochen haben könnten. Blutungen des Zahnfleischs erweckten zudem wohl den Eindruck sie hätte Blut gesaugt. Da die damaligen Ärzte zudem keine Hilfe bieten konnten suchte die Fürstin ihre Zuflucht im Okkultismus und holte sich Alchemisten, Wahrsager und Gelehrte an ihren Hof. Für Vampir-Fans sicher auch interessant ist in Wien zudem das Grab des "Vampirjägers" Gerhard van Swieten, Maria Theresias Leibarzt und Hofbibliothekar, der Zeit seines Lebens versuchte die weit verbreiten Vampirmythen wissenschaftlich zu entkräften und dadurch zum Vorbild für Bram Stokers Van Helsing wurde.

Doch Unheimliches muss nicht immer auch schon lange Vergangenes sein und so widmet sich Lukacs in Kapitel 3 Unheimlichen Begegnungen neuerer Zeit. Von UFOs über Wien, Men in Black die über Leichen gehen, bis zu deformierten Schädelfunden im Wiener Becken reicht dabei der von Lukacs gespannte Bogen. Alchemie in Wien, mit einer Darstellung unheimlicher Behandlungsmethoden und grausiger Heilmittel, nennt sich anschließend Kapitel 4 und führt wieder etwas weiter zurück in der Vergangenheit. Unheimliche Vorzeichen und Erscheinungen hingegen prägen Kapitel 5, wo neben dem Jausenengel vom Stephansdom auch das Marienwunder von Lainz (welches sich am 8. Mai 2010 ereignet haben soll) am Programm steht. Ein besonderer Abstecher im Rahmen dieses Kapitels ist der zum Wiener Gral, auf dem bei Dreharbeiten mit der Autorin am 29. Oktober 2009 (nachzulesen auch in "Geheimnisvoller Da Vinci Code in Wien) eine mysteriöse Inschrift entdeckt wurde, die jahrhundertelang unentdeckt geblieben war. Kapitel 6 hingegen beschäftigt sich mit legendären Flüchen, wie all jene die gegen die Habsburger ausgesprochen wurden und angeblich auch zum Aussterben der diversen Linien geführt haben.

Etwas das sich bei einem Wien-Reiseführer natürlich aufdrängt ist ein Besuch der "Unterwelt von Wien", worunter meist eine Fakeltour durch das Kanalnetz auf den Spuren Graham Grennes Dritten Mannes Harry Limes verstanden wird. Doch hier überrascht Lukacs, denn zunächst erkundet sie das Kellerlabyrinth unter dem Michaelerplatz und besucht anschließend die einstigen Opiumhöhle in der Habsburgergasse, erst dann wandelt sie auch auf den Spuren Harry Limes. Und es wird noch einmal sehr gruselig wenn Lukacs auf die urbane Legende der Kanalmenschen eingeht, die zum Teil auch dadurch mitgeprägt wurde weil in den größten Elendszeiten manche Habenichtse in Wiens Kanalsystem einen Unterschlupf suchten. Gruseliges im Museum behandelt das abschließende Kapitel 8, in welchem auf die im heeresgeschichtlichen Museum bewahrte blutdurchtränkte Uniform Erherzog Franz Ferdinands, sowie des Unglückswagens von Sarajevo verwiesen wird, wie auch die Exponate des Kriminalmuseums. Aber auch ein Besuch des Medizinhistorischen Museum oder des pathologisch-anatomischen Bundesmuseums im so genannten Narrenturm, der nun zum Museum umfunktionierten ältesten Irrenanstalt der Welt wo Mussbildungen in Spiritus zu bestaunen sind, stehen auf dem Programm, ehe die literarische Stadtrundführung durch das unheimliche Wien mit dem Aufsuchen des Wiener Bestattungsmuseums seinen Abschluss findet.

- Resümee -
Robert Bouchals Fotografien, wie sie schon in "Geheimnisvoller Da Vinci Code in Wien" oder "Die Templer in Österreich" zu bestaunen waren passen sogar noch umso besser in "Unheimliches Wien". Die Bilder wirken durch das Spiel mit den Lichtquellen und Schatten schon sehr unheimlich, einen Effekt den man noch umso mehr verstärken kann wenn man das Buch nachts oder idealerweise nach 24 Uhr zur Hand nimmt. Und Gabriele Lukacs hat es wieder einmal geschafft mit ihrem lockeren Stil Fakten mit amüsanten, kuriosen und unheimlichen Details zu verbinden, ohne dabei anbiedernd zu wirken.

Fazit:
Ein sehr gelungener Reiseführer zu den unheimlichen Seiten Wiens.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es entbehrt ja nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet Wien, eine Stadt, deren Bewohnern immer wieder ein Hang zum Morbiden nachgesagt wird, kaum Spukgeschichten vorzuweisen hat. So groß die Faszination der Wiener am Tod, ihre Vorliebe für die "schöne Leich'" auch sein mag - über die Geister, die sich in der geschichtsträchtigen Bundeshauptstadt tummeln mögen, wird nur wenig gesprochen, geschweigedenn geschrieben. Während in England jedes noch so obskure Landhaus seine kettenrasselnden Gespenster, "White Ladies" und was da noch so alles durch den Äther schweifen mag, anzubieten hat, hält man sich in Wien auffallend bedeckt.
Dass Wien aber durchaus auch seine unheimlichen Geschichten und Plätze parat hält, beweist Gabriele Lukacs, Fremdenführerin und mit den weniger bekannten Ecken der Stadt vertraut, in diesem unterhaltsamen Buch, das auch Kennern der Stadt neue Anregungen für den nächsten Spaziergang bietet.
Nicht nur Spukgeschichten wie die von der heimgesuchten ehemaligen britischen Botschaft (da wären wir schon wieder bei den Briten...) werden erzählt, vielmehr spannt Lukacs einen breiten, Jahrhunderte umfassenden Bogen der Merkwürdigkeiten und Kuriositäten. Hätten Sie etwa gewusst, dass im Naturhistorischen Museum ein Ölgemälde des Kaisers Franz Stephan von Lothringen hängt, auf dem sich auf rätselhafte Art und Weise Gegenstände "eingeschlichen" haben, die da eigentlich gar nicht hingehören und der mysteriöse, angeblich unsterbliche Graf von Saint Germain auch in Wien seinen alchemistischen Tätigkeiten nachging?
Doch manchmal haben auch Dinge, die mit dem Übernatürlichen so rein gar nichts zu tun haben, ihre gruselige Seite. Etwa die Anatomische Sammlung in der ehemaligen Irrenanstalt, auch bekannt als "Narrenturm", wo man - sofern man nicht zart besaitet ist - pathologische Absonderlichkeiten besichtigen kann, oder das Bestattungsmuseum. Und manches regt einfach nur zum Schmunzeln an: etwa der Vorschlag aus dem 19. Jahrhundert, Leichen per "Rohrpost" zum außerhalb gelegenen Zentralfriedhof zu transportieren.
Wer sich für Geschichte interessiert, wird an diesem Buch sicherlich seine Freude haben und auch Anregungen für weitergehende Beschäftigungen mit der einen oder anderen Anekdote finden. Manche Geschichten halten einer historischen Überprüfung freilich nicht stand, etwa jene vom Fluch, mit dem die Mutter des ungarischen Revolutionärs Lajos Batthyany anlässlich dessen Hinrichtung 1849 das Haus Habsburg belegt haben soll - war die gute Frau zu dem Zeitpunkt doch schon selbst fünfzehn Jahre tot (ein Fluch aus dem Jenseits wäre natürlich ein nicht minder reizvolles und gruseliges Szenario).
Aber seien wir ehrlich - ob sich nun tatsächlich alles so zugetragen hat, wie es die Geschichten schildern, ist genauso müßig zu diskutieren wie die Frage, ob es Geister gibt. Schaurige Anekdoten und Anregungen für etwas andere Stadttouren bietet das Buch allemal, und zwar in einem sachlichen Ton verfasst, der sich nicht in sensationalistischen Phantastereien verliert und somit auch Skeptiker zu unterhalten weiß.
Unterstrichen wird das ganze durch sehr stimmungsvolle, kunstfertige Photographien, die die Lektüre auch zu einem optischen Vergnügen werden lassen. Ich kann das Buch jedenfalls jedem empfehlen, der die unheimliche, mysteriöse Seite Wiens näher kennenlernen will.
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