Faszinierend wie bedenklich die Tatsache, dass der Ursprung der christlichen Kriche immer wieder Autoren zu höchst brisanten Romanen inspiriert! Dies trifft auch auf die Arbeit von J. Becker zu, der Spuren in die römische Antike folgt, um dann ein blutiges Netzwerk webt, bei dem die Cosa Nostra und der Vatikan mehr als nur eine unheilige Allianz bilden.
Eine lateinische Inschrift, angebracht an einem Kamin in einem alten Haus in der Region Monte Sabini, ein Mord, Internet-gestützte Recherchen u.a. lösen eine blutige Jagd nach der Lösung der wahren Bedeutung dieser rätselhaften Worte aus. Eine spannungsgeladene Spurensuche zwischen Italien und London, unerwartete Rückschläge, weitere Morde zur Wahrung eines brisanten Geheimnisses führen zu einem Schluss, der überraschender nicht sein könnte.
Dieser Roman begeistert, nicht nur, weil er auf historischen Fakten aufbaut, sondern auch durch den Umstand, dass er die Wurzeln der katholischen Kirche und letztlich des Christentums sehr kritisch beleuchtet. Pointiert gelingt die Darstellung von Ethik und Moral der vatikanischen Kirchenpolitik zur Erhaltung ihrer uneingeschränkten Macht.
Wer sich religiösen Fragen gegenüber leicht verletzlich zeigt, sollte auf die Lektüre dieses Thrillers verzichten. Kritisch eingestellte Weltenbürger bietet der Autor spannende Stunden ungebrochener Unterhaltung.
Es darf nicht überraschen, wenn die Kritik über diesen Roman geteilt ausfallen wird. Wer jedoch den Kern dieser Geschichte versteht, den wird diesen Umstand wenig erstaunen.