Lowell gönnt sich mit seiner Familie einen Aufenthalt im Luxus-Resort "Reata", das sehr abgeschieden in einer Wüste liegt. Zuerst schaut alles nach dem perfekten Urlaub aus, doch nach und nach passieren seltsame Dinge. Immer wieder zieht die Familie in Erwägung, vorzeitg abzureisen, jedoch wird dieser Plan immer und immer wieder, vom Hotel so scheint es, vereitelt - bis es kein Entkommen mehr gibt!
Ich bin wieder mal begeistert von ihm. Er schreibt seine Bücher so interessant und spannend, dass man es gar nicht mehr weglegen möchte. In jedem Kapitel gibts ein Highlight und das Beste ist: Horror steht drauf und Horror ist drin :). Mir ist das bis jetzt in allen seinen Büchern aufgefallen: er macht mir beim Lesen Angst. Ich habe mich tatsächlich dabei ertappt, wie ich mit rasendem Puls und Fingernägelkauend vor dem Buch gesessen bin (obwohl ich eigentlich nicht kaue ;)). Ich hab zwischendurch schon überlegt, eine Lesepause einzulegen, damit ich meine Nerven etwas entlasten kann. Dieses Buch hats geschafft, dass ich mich gefühlt habe, als ob ich nen richtig guten und spannenden Psychothriller anschauen würde - und das schaffen nicht viele Bücher. Laymons Bücher lassen einen angeekelt wegschauen und schlucken, andere Autoren machen einen durch das Geschriebene traurig und emotional, Little lehrt einem das Gruseln.
Im Gegensatz zu "Fieber" und "Furcht" fand ich das Ende etwas weniger fulminant und damit besser. Mir war das teilweise schon etwas zu viel in den genannten Büchern. Spannend bis zum Schluss, aber dann fast enttäuschend, weil das Ende so doof war ...
Fazit:
Für Little-Kenner: "Unheil" steht seinen Vorgängern um nichts nach, wer Little gerne liest, sollte auch dieses Buch unbedingt lesen!!
Für Leser, die Little noch nicht kennen: Wenn Sie Stephen Kings Gruselfaktor schätzen, verdoppeln Sie diesen, ziehen 300 unnötige Seiten ab und Sie haben einen Little. Dieser Mann kann einem wirklich das Fürchten lehren!!