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Unheil über Oxford: Ein Kate-Ivory-Krimi
 
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Unheil über Oxford: Ein Kate-Ivory-Krimi [Taschenbuch]

Veronica Stallwood
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 330 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 2 (11. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404155327
  • ISBN-13: 978-3404155323
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 210.381 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Veronica Stallwood
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Christopher Townsend, der Haushaltsbeauftragte des Bartlemas College, ist nachweislich betrunken, als er von der Spitze des Gnaden-Turms fällt. Seinem tragischen Tod verdankt die Schriftstellerin Kate Ivory das Angebot, die bereits begonnenen Vorbereitungen für ein vierzehntägiges Kolloquium unter dem Motto "Genus und Genre" zu übernehmen. Doch Kates neue Kollegen scheinen sich ihr gegenüber feindlich zu verhalten, obwohl sie dem College mit ihrem Einsatz einen Gefallen erweist. Und wer hinterließ den Satz "Neugier ist der Katze Tod" auf einem von Christophers Aktenordnern? Als Kate schließlich selbst Drohungen erhält, beginnt sie sich zu fragen, ob Christophers Tod tatsächlich ein Unfall war. Möglicherweise hatte er etwas entdeckt, das nicht für seine Augen bestimmt war. Und möglicherweise setzt sich Kate, indem sie seine Arbeit fortführt, ebenfalls einer schrecklichen Gefahr aus ...

Über den Autor

Veronica Stallwood wurde in London geboren, wuchs im Ausland auf und lebt heute in der Nähe von Oxford. Nach ihrer Ausbildung hat sie in mehreren Jobs gearbeitet, unter anderem als Übersetzerin und in einer PR-Agentur, bevor sie sich ganz auf die Schriftstellerei verlegte.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Galarina TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Unheil über Oxford" ist der vierte Fall für die Krimi-Serienheldin Kate Ivory, im Original erschienen unter dem Titel "Oxford Fall".

Kate Ivory ist eine junge, gutaussehende Schriftstellerin historischer Romane, die der Leser schnell als sympathische und neugierige Frau mit kleinen Eigenheiten kennen lernt. Da sie gerade, wie so oft vor Eintreffen des nächsten Verlags-Schecks, einen finanziellen Engpaß hat, bewirbt sie sich am Bartlemas College für die Betreuung des literaturwissenschaftlichen Workshops "Genus und Genre". Bereits auf dem Weg zum ersten Gespräch mit ihrer Ansprechpartnerin wird sie ungewollt in einen mysteriösen Mordfall verwickelt. Das Opfer Christopher Townsend begegnet ihr in einer flüchtigen Begegnung und bleibt ihr mit seinem Aussehen wie eine "griechische Gottheit" im Gedächtnis haften. Wenige Augenblicke später wird er vom Gnadenturm des Colleges gestürzt. Aufgrund der Begegnung kurz zuvor bezweifelt Kate, dass er in Trunkenheit versehentlich vom College - Turm gefallen ist. Als Kate über einige weitere Auffälligkeiten stolpert und beginnt den Fall zu untersuchen, wird sie selbst zur Zielscheibe, lässt sich aber nicht davon abhalten, das Netz der Korruption hinter den College - Fassaden aufzudecken... In einem zweiten Handlungsstrang, der nicht von Beginn an verständlich wird, steht das Opfer Christopher Townsend wartend vor dem Eingang des Garten Edens und diskutiert mit dem Erzengel Zophiel. Der neugierige Cherubim interessiert sich dabei insbesondere für die psychologischen Hintergründe der Tat. Agierend wie ein Psychologe bringt er den Ermordeten dazu, zu erkennen, wie er durch sein eigenes Verhalten und Handeln die Tat letztlich selbst verursacht hat...

"Unheil über Oxford" hat eigentlich alle Zutaten für einen interessanten Krimi der eher beschaulichen Art: eine sympathische Protagonistin, einige skurrile Personen aus dem Umkreis des Opfers, ein interessanter Handlungsort mit dem geschichtsträchtigen Oxford, Humor und Sprachwitz, der sich insbesondere in den Zwiegesprächen zwischen Zophiel und dem Opfer offenbart, und gehaltvolle Zitate zu Beginn eines jeden Kapitels. Die Autorin hat offensichtlich ein gutes Gefühl für die Feinheiten zwischenmenschlicher Beziehungen, die sie mit feinem Witz ausarbeitet, jedoch nicht karikiert. Dieser Witz unterscheidet Veronica Stallwoods Kriminalroman auch deutlich von denen Ann Grangers, die ähnlich angelegt sind.

Leider ist bei mir der Funke dennoch nicht übergesprungen. Zum einen kommt die im Ganzen eher durchschnittliche Handlung über lange Strecken nicht in Gang, wobei das fehlende Tempo aber nicht durch Tiefgang kompensiert wird. Zum anderen blieben die Figuren für mich bis zum Ende blass und eher schablonenartig, insbesondere Kate ist stellenweise unglaubwürdig naiv. Die Atmosphäre des nebelverhangenen Oxfords kam bei mir nicht an, obwohl ich Oxford aus eigenem Erleben noch sehr gut in Erinnerung habe. Die Ermittlungen werden von der Protagonistin nicht logisch vorangetrieben, sondern sind eher das Ergebnis einer Sammlung zufällig gewonnener Erkenntnisse. Wer die Kriminalromane von Martha Grimes mag, wird "Unheil über Oxford" hinsichtlich Witz und Logik sehr oberflächlich finden.

"Unheil über Oxford" ist ein routiniert geschriebener Krimi der beschaulichen Art (Cozy), wie wohl jeder Krimifreund schon etliche gelesen hat und auch immer mal wieder lesen wird, nette, aber durchschnittliche Unterhaltung ohne Tiefgang, die daher auch schnell wieder in Vergessenheit gerät.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von the_clairevoyant TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Wussten Sie, dass es nicht nur im sinnesfrohen Venedig eine Seufzerbrücke gibt, sondern auch im gelehrigen Oxford? Eben diese Bridge auf Sighs ziert den Umschlag von Veronica Stallwoods Krimi und macht ihn so zu einem Blickfang für Freunde architektonischer Romantik. Die Handlung selbst ließe sich - politisch äußerst unkorrekt - unter der Überschrift "Stutenbissigkeit" subsumieren.

Im Mittelpunkt steht die Schriftstellerin und Hobbykriminalistin Kate Ivory, der am Bartlemas College von Oxford ein literaturwissenschaftliches Kolloquium angeboten wird. Leider findet Kate wenig Zeit für fachliche Vorbereitungen, da sie wider Willen in einen mysteriösen Todesfall verwickelt wird. Das Opfer: ein gewisser Christopher Townsend. Er hatte zwar das Glück, auszusehen wie eine "griechische Gottheit", aber auch das Pech, von der Balustrade des Gnadenturms gekippt zu werden.

Als Kate Ivory sich daranmacht, den Fall zu untersuchen, wird sie selbst zum Ziel böser Machenschaften. Hinter der distinguierten Fassade der englischen Nobeluniversitätsstadt klaffen Abgründe an Korruption und Perfidie. Dabei moralisiert der Krimi glücklicherweise nicht, sondern taucht oft tief ins Sarkastische, ein Pluspunkt für Autorin Veronica Stallwood.

Zurück zu ihrem Roman-Alter-Ego Kate Ivory: in deren Ordner findet sich ein Zettel mit dem zweideutigen Spruch: "Neugier ist der Kate Tod". Das Fehlen des "z" ist wohl nicht auf mangelnde Rechtschreibkünste zurückzuführen. Eine Einschüchterung reicht nicht. Im Musikhaus von Birmingham droht ein flüsternder Jemand, Kate vom 1. Rang zu stürzen. Und bei einer Freilicht-Aufführung von Shakespeares "Othello" wird sie hinterrücks mit einem Seidentuch gewürgt (ein werkstreuer Einfall!). Der Täter entkommt jedes Mal, ohne dass Kate Ivory zu erkennen vermag, ob es sich um Mann oder Frau handelte, was bei einer scharfsinnig beschriebenen Frau ihres Formats unglaubwürdig erscheint.

Von all dem nichts ahnend steht der getötete Mr Townsend in Warteposition vorm Osteingang des Garten Edens, wo er mit dem Cherubim Zophiel diskutiert. Hier liegen die Stärken von Veronica Stallwoods Buch. Der wissbegierige Cherub - übrigens ein alter Bekannter aus John Miltons "Paradise Lost" - hat ein Faible für die "Psychologie der Opfer". Als unsterblichem Wesen fehlt ihm jeglicher Zeitbegriff, der ihm aber durch Townsends klein portionierte und mitten in der Spannung abgebrochene Erzählungen allmählich einzuleuchten beginnt.

Je mehr das Vorleben des Toten aufgerollt wird, desto größer wird der Kreis der Verdächtigen, die in bester Agatha-Christie-Manier alle ein mögliches Motiv haben könnten, vor allem Frauen: an erster Stelle seine von Gartenbaukunst besessene Frau Briony, die er betrog; dann Sadie James, die er begehrte, die ihn aber nur zum Vertuschen ihrer wahren Affäre benützte; ebenso die aparte Literatin Faith Beeton, mit der Mr Townsend kurz liiert war; oder aber Jugendliebe Viola, der Christopher übel mitgespielt hatte.

Der Roman beginnt vom Tempo her langsam, irgendwie mag die Beschleunigung lange nicht funktionieren. Erst mit der Manifestation Zophiels können ein, zwei Gänge zugelegt werden. Dazwischen spuckt Veronica Stallwoods Erzählmotor zeitweise. Gegen Ende hört das Holpern auf und die Erklärungen erscheinen plausibel. Alles in allem ein Durchschnittswerk, das in vielen Details vom Genius loci der faszinierenden Stadt Oxford lebt.
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