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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2001
Der Autor "arbeitet heraus", "entwirft... ein anschauliches Bild der deutsch-österreichischen Beziehungen von 1945 bis 1960" und beleidigt leider ein wenig in "überflüssigen" Fußnoten seine österreichischen Kollegen, findet der Rezensent Rolf Steininger. Viel mehr weiß er dann allerdings nicht über diese "kenntnisreiche" Studie zu sagen. Einzig "bislang nicht bekannte Äußerungen" insbesondere des ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers Raab, die der Autor beibringt, verdienen noch die besondere Erwähnung des Rezensenten, zumal sie bestätigen, dass der "Beitritt der Bundesrepublik zur Nato... Grundvoraussetzung für den österreichischen Staatsvertrag war." Anscheinend keine bahnbrechend neuen Erkenntnisse für den Rezensenten, aber doch wohl so interessant und wichtig, dass ihnen in einer ausführlichen Inhaltsangabe viel Raum gewidmet wird.
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Kurzbeschreibung
Dieses Buch leistet einen Beitrag zum Verständnis der aktuellen Debatte um Österreich. Es beschreibt, wie sich Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg als eigenständige "Nation" definierte und welche Wege die ungleichen Brüder Deutschland und Österreich nach 1945 gingen.
Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete für die österreichisch-deutschen Beziehungen einen radikalen Bruch. Das Band, das Österreicher und Deutsche nach dem "Anschluss" Österreichs 1938 besonders eng umschlungen hatte, war 1945 zerrissen. Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen kamen zunächst völlig zum Erliegen. Die drei Nachfolgestaaten des Dritten Reiches strebten in unterschiedliche politische Lager: die Bundesrepublik in die westliche Allianz, die DDR in den sowjetisch beherrschten Teil Europas, Österreich in die Gruppe der neutralen Staaten. Wien und Bonn versuchten ihr Verhältnis zu normalisieren. Zu neuen Belastungen führte jedoch 1955 die Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags, der die Enteignung des deutschen Eigentums in Österreich mit der deutschen "Okkupation" des Landes 1938 rechtfertigte und Adenauer innenpolitisch unter Druck setzte: Anders als Deutschland hatte Österreich nun seine Einheit und Freiheit zurückgewonnen. Marktwirtschaft und Kräftebalance zwischen Regierung und Opposition in der Bundesrepublik, Verstaatlichung von Groaunternehmen, "Sozialpartnerschaft" und Proporzdemokratie in Österreich kennzeichnen das Verhältnis beider Länder. Ausführlich geschildert wird das ambivalente Konzept einer selbständigen "Nation Österreich", das unter das gemeinsame geschichtliche Erbe einen Schlussstrich ziehen wollte. REASON: review already exists