Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein ganz außergewöhnlicher Jugendroman über Schuld und falsche Erinnerung und von einer wunderbaren Beziehung von zwei Menschen, 12. Juni 2008
Joyce Carol Oates ist nicht nur einer der wichtigsten amerikanischen Autorinnen von Romanen, sie hat in den letzten Jahren sich auch als Schöpferin wichtiger und tiefgehender Jugendbücher auf sich aufmerksam gemacht.
Auch in ihrem neuen vorliegenden Buch erzählt sie eine Geschichte einer Kindheit und Jugend, eine schwierige Geschichte, die handelt von Schuld und falscher Erinnerung, von Flucht aus der Realität durch Drogen und Alkohol und von der großen Chance, sein Leben wieder zu gewinnen, es in die Hand zu nehmen, Enttäuschungen stand zu halten und lernen zu lieben.
Der Roman erzählt die Geschichte von Jenna. Er beginnt mit der dramatischen Schilderung eines Autounfalls, während dem Jenna für einen Sekundenaugenblick etwas sieht, dann aber wieder vergisst. Als sie Tage später in einem Krankenhaus aufwacht, hat sie nicht nur alles vergessen, sondern auch ihre geliebte Mutter verloren. Dennoch: da ist etwas, ein Funken von Erinnerung, ein Lichtblitz des Gehirns, das immer wieder an die Oberfläche des Bewußtseins will, aber nicht kann. Vor allen Dingen deshalb nicht, weil die Schuld, die Jenna am Tod ihrer Mutter spürt, so groß ist, dass sie alles andere überdeckt. Alle geben ihr die Schuld am Tod der Mutter, glauben, dass Jenna ihr ins Lenkrad gegriffen und das Auto so in den Abgrund gezwungen hat. Das jedenfalls will Jenna in den Augen der anderen Menschen lesen, die Schuldgefühlen lassen sie fast paranoide Züge entwickeln.
Sie lebt bei ihrer Tante, die sie nach dem Unglück aufgenommen hat, weil Jennas Vater sich schon aus ihrem Leben verabschiedet hat, als sie noch klein war. Er taucht jetzt wieder auf, will Jenna zu sich holen und zu seiner neuen Frau und seinem neuen Kind, doch Jenna spürt seine Unaufrichtigkeit und bleibt bei der Tante. Innerlich hat sich Jenna abgetötet: sie will nie wieder etwas fühlen, nie wieder verletzbar sein. Ihre Tante gibt sich Mühe, versucht sich ihr liebevoll zu nähern, aber Jenna wehrt alles brüsk ab und flüchtet immer mehr in Medikamente und Alkohol.
Als sie eines Tages dem von allen anderen Mädchen umschwärmten Crow in der Schule begegnet, ist sie sofort fasziniert von ihm, wagt sich ihm aber nicht zu nähern. Doch als sie eines Tages im Park stürzt und er ihr liebevoll aufhilft, beginnt eine Beziehung, die Joyce Carol Oates auf eine wunderbare Art schildert und beschreibt. Über viele Hürden muss diese Beziehung gehen, bis Jenna begreift , was sie von diesem Crow lernen kann, einem ganz außergewöhnlich reifen Jungen, dem das Leben auch schon so manchen Strick gedreht hat und der dennoch oder gerade deswegen früh zu einem Mann geworden ist. Jenna spürt, mit seiner Hilfe kann sie es schaffen, auch wenn sich ihr größter Wunsch leider nicht erfüllen wird....
Ein sprachlich anspruchsvoller Jugendroman, wunderbar komponiert und bewegend in Szene gesetzt. Allen jungen Menschen ab etwa 14 Jahren auf das Wärmste zu empfehlen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nach dem Unglück, schwang ich mich auf, breitete meine Flügel aus und flog davon, 6. April 2008
Jenna war eine sportliche, beliebte Schülerin. Vor dem Unfall. Vor dem Unfall, bei dem ihre Mutter gestorben ist und an dem sie Schuld ist, wie Jenna annimmt. Jetzt möchte sie niemanden mehr vertrauen, nicht mehr verletzt werden und grenzt sich deshalb selbst aus. Crow möchte ihr helfen, doch es braucht einige Zeit bis Jenna bereit ist sich wirklich von ihm helfen zu lassen.
Mir hat an dem Roman besonders die Sprache der Autorin gefallen, sie schafft es die Gefühle, die den wenigsten Lesern bekannt sein werden, so zu formulieren, zu beschreiben, das man den Eindruck bekommt man erlebt die Gefühle von Jenna selbst. Ich kann jedem nur empfehlen dieses Buch zu lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ohne Kitsch und Zeigefinger, 19. Juli 2009
Das Buch beschreibt den Lebensweg von Jenna nach ihrem Unfall, in dem sie selbst schwer verletzt wird, und in dem sie ihre Mutter verliert. Und wie ihr Körper, so heilt auch ihre Seele, aber für beides muss sie hart arbeiten, fällt manchmal hin, steht aber immer wider auf, kämpft.
Ich habe das Buch an einem Tag praktisch verschlungen und war begeistert davon, wie fein die Charaktere gezeichnet waren. An keiner Stelle hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nur erfunden war, sie war so authentisch, sie hätte meinen Nachbarn passieren können.
Ein Buch für alle ab vierzehn, das man in dem Alter vielleicht nicht gern im Regal, dafür aber um so lieber unter der Bettdecke hat.
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