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Ungeschoren: Kriminalroman
 
 

Ungeschoren: Kriminalroman [Kindle Edition]

Arne Dahl , Wolfgang Butt
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es geht arg verwirrend zu im Roman Ungeschoren des schwedischen Bestseller-Autors Arne Dahl. Es ist Mittsommerzeit, und die Stockholmer Sonderermittlungstruppe hat nach dem Weggang ihres Chefs Jan-Olov Hultin mehr zu tun denn je. An einer späten Stelle des Romans fasst eine der zahlreichen Figuren die Lage zusammen -- vielleicht auch, damit der Leser den roten Faden wieder aufnehmen kann. „Hjelm ermittelt gegen Chavez. Jon Anderson wird in Polen niedergestochen. Mörderische polnische Krankenschwester wird in Schweden erschlagen. Chef von Schund-Fernsehsender wird von Fernsehkritiker erschossen. Kurdische Frau ermordet kurdischen Bruder. Moldawischer Schwimmtrainer wird von Prostituierter ermordet.“

Als würde das nicht reichen, finden die Ermittler der Truppe rund um ihre neue Chefin Kerstin Holm auch noch Leichen, denen ein kreisrundes Stück ihres Schädels im Rachen steckt -- und vier Opfer, deren postmortal beigebrachte Tätowierungen (P-U-C-K) gemeinsam den Namen des Kobolds aus Shakespeares Sommernachtstraum ergeben. Wie nur, fragt sich der Leser da öfters mal verzweifelt, mag das alles zusammenhängen -- wenn es denn überhaupt zusammenhängt?

Aber in Ungeschoren hängt dies alles miteinander zusammen. Und es ist auf derart kunstvolle Art und Weise miteinander verknüpft, dass die langsame Aufklärung der Fälle die Leser für die zuvor heillos wirkende Verwirrung wieder entschädigt. Ungeschoren ist sicher nicht Dahls bester Krimi. Aber er verknüpft Spannung mit Niveau, Irritation mit Erleuchtung. Und auch die überraschende Lösung des Rätsels hat es wieder einmal in sich. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de

Pressestimmen

»Eine intelligent gesponnene Story, verzweigt wie ein Spinnennetz. Leise, vielseitige Spannung. Sympathische, lebensnahe Charaktere. Ein Schwedenkrimi der Spitzenklasse.« Bild am Sonntag • »Ein Buch, das immer mehr Fahrt aufnimmt – bis zum spektakulären Showdown.« Brigitte • »Schnell und gefährlich – wie es bisher Arne Dahls Art war. Es gibt eine Menge nachzudenken, Dahl ist und bleibt der Intellektuelle unter den Krimiautoren.« Westdeutsche Allgemeine Zeitung • »Die Geschichte eines Mörders in der Mittsommernacht liest man so schnell durch, dass auch in unseren Breiten Tag und Nacht eins werden.« Für Sie • »Hinter diesem Roman steckt ein genialer Kopf. ›Ungeschoren‹ ist rasant und poetisch zugleich.« Aftonbladet

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Arne Dahl
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Apefred
Format:Gebundene Ausgabe
Nach wie vor ist Arne Dahl mein absoluter Favorit der - fast unüberschaubaren Zahl - nordischer Krimiautoren. Er ist einfach der Analytischste von allen, mit einer gehörigen Portion Wut auf die gesellschaftliche Dynamik im allgemeinen und ihrer Auswirkung auf die Polizeiarbeit (und hier in Schweden) im Besonderen. Immer wieder spickt er punktgenaue, politische Statements von unbestechlicher Logik in seine intelligent aufgebauten Krimis ein, die wiederum mit dem jeweiligen Fall und den eifrigen Akteuren im Polizeidienst, korrespondieren. Ein Zufall war, dass ich Michael Kumpfmüllers "Nachricht an alle" - eine hochdramatische - zwar fiktive, dadurch nicht weniger aktuelle -Beschreibung unseres wankenden Europas - gelesen habe. Es gibt viele überraschende Übereinstimmungen. Schön ist, dass es auch krimitechnisch immer spannend bleibt und uns dadurch Dahls gesellschaftliche Sicht der Dinge, nicht auf den Nerv geht. Zur Story: es geht um eine Art Selbstjustiz, der man aber, weil kryptisch versteckt und mit Shakespeare ummantelt, erst sehr langsam auf die Spur kommt. Die Protagonisten haben bei Dahl immer eine Geschichte, die sich in seinen Romanen fortschreibt. Man ist gerne mit den Akteuren zusammen, weil man ihre Entwicklung kennt. Sowohl familiär, mit Schicksalsschlägen behaftet, als auch in der Karriere bei der Stockholmer Kripo. Allenfalls zum Ende hin wirkt der Fall ein wenig aufgesetzt und konstruiert - man hat im ganzen Buch kaum die Möglichkeit, sich auf einen "Verdächtigen" festzulegen. Aber insgesamt ist das auch nicht so wichtig. Ich empfehle nach wie vor immer, alles von Dahl zu lesen und zwar von Anfang an. man bleibt gesellschaftlich und politisch auf der Höhe - und wird gut unterhalten. Was will man mehr?
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Silke Schröder, hallo-buch.de TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Alles hängt irgendwie miteinander zusammen - das ist die Quintessenz von Arne Dahls neuem Krimi Ungeschoren. Lose gestreute Informationen verknüpft er geschickt mit scheinbar zusammenhangslosen Fällen und zelebriert so die Verwirrungen und Entwirrungen wie Altmeister Shakespeare in seinem Sommernachtstraum. In diesem ungewöhnlichen Krimi geht es aber auch darum, dass ein Mörder moralisch handeln will und die Polizei, als eigentliche Hüterin von Recht und Gesetz, der Gerechtigkeit nicht Genüge tun kann.

Auch wenn dies nicht der erste Fall der A-Gruppe ist: Ungeschoren bietet einen spannenden Einstieg in die Welt des Arne Dahl und seinem Ermittlerteam.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
zwiespältiges Urteil! 17. November 2010
Von Stefan Erlemann HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Audio CD
Jan-Olov Hultin, Chef der A-Gruppe, einer Stockholmer Sonderermittlungsgruppe, geht in Pension. Und seiner Nachfolgerin, Kerstin Holm, bleibt keine Zeit, sich in ihrem neuen Amt zurechtzufinden. Innerhalb kürzester Zeit hat ihre Einheit eine solche Fülle an Mordfällen aufzuklären, dass alles im Chaos zu versinken droht.
Zudem muss sie einige neue Beamte einarbeiten und mit den besonderen Begebenheiten ihrer Spezialeinheit vertraut machen. Außerdem fehlt ihr Paul Hjelm. Der ehemalige Partner ist zu den "Internen" versetzt worden und ermittelt nun in Korruptionsfällen gegen eigene Kollegen.
Nach nur drei Tagen im Amt hat Kerstin Holm den Mord an einem Kurden aufzuklären - dringend tatverdächtig ist seine Schwester -, außerdem den Mord an einer polnischen Krankenschwester, die sich als Todesengel entpuppt, den Mord an einem Fernsehsenderchef, dringend tatverdächtig ein Fernsehkritiker, und den Mord an einem Fotografen, den vermutlich dessen Frau begangen hat. Hinzu kommt wenig später auch noch der Mord an einem moldawischen Schwimmtrainer, dringend tatverdächtig ist eine seiner mitgereisten Schwimmerinnen, die sich als Prostistuierte entpuppt.
Allen Fällen gemeinsam ist die Tatsache, dass der Täter scheinbar feststeht, sich aber entweder nicht an die Tat erinnern kann oder erklärt, unschuldig zu sein. Als auch noch Paul Hjelm auftaucht und Kerstin gesteht, dass er gegen seinen besten Freund Paul Chavez, Mitglied des A-Teams und zur Zeit auf Vaterschaftsurlaub, ermittelt, ist die Konfusion komplett.
Kerstin und Paul fragen sich, ob es irgendeinen Zusammenhang zwischen diesen seltsam klaren und seltsam unklaren Fällen gibt, finden aber keinen Ansatzpunkt.
Erst ein winziges Detail im Obduktionsbericht des toten Fotografen, dem mit einer Stichsäge ein Schädelstück herausgeschnitten wurde und als Oblate in den Mund gelegt wurde, erweist sich als erste Spur.

Der schwedische Literaturwissenschaftler Jan Arnald, Mitglied des Nobelpreiskomitees für Literatur, der unter dem Pseudonym Arne Dahl seit einigen Jahren äußerst erfolgreich Kriminalromane schreibt, hat mit "Ungeschoren" einen weiteren Roman vorgelegt. Die Reihe besteht mittlerweile aus zehn Krimis, von denen sechs in deutscher Sprache erschienen sind.

Leider ist "Ungeschoren" der bei weitem schlechteste dieser Serie. Und das aus mehreren Gründen.
Erstens verquickt Dahl eine solche Fülle an komplizierten, viele Personen und Ermittlungsschritte umfassende Fälle in diesem Buch, dass es kaum möglich ist, ihnen konzentriert zu folgen. Erschwert wird dies im Falle des Hörbuchs schlicht durch die Tatsache, dass man nicht einen der Dutzenden von Namen nachschlagen oder noch einmal lesen kann; man ist fast hilflos zwischen den permanent wechselnden Schauplätzen dem verworrenen Aufbau der Geschichte ausgeliefert.
Zweitens verbindet Dahl diese Fälle mit ausufernden Schilderungen der Gedanken, Lebensumstände und Aktionen der ermittelnden Polizisten. Dies ist zwar sehr interessant und hervorragend gemacht - immer hat man das Gefühl, realen Personen bei harter Polizeiarbeit über die Schulter zu blicken - aber die Fülle an Informationen erschwert dem Zuhörer zusätzlich den Fällen folgen zu können.
Drittens verbindet Dahl Fälle und Charakterzeichnung mit seinem eigentlichen Anliegen, einer harschen Gesellschaftskritik. Es wird massiv eine moderne Sprachlosigkeit aller Menschen postuliert, eine seelenlose Gesellschaft propagiert, in der nur eine Mordserie als notwendiges Fanal zu einer Rückbesinnung führt. Diese Moral ist unsäglich und in ihrer Härte und scheinbaren Ausweglosigkeit fast peinlich.

Doch neben diesen Makeln, die es erschweren, die Geschichte zu genießen, punktet Dahl ebenso mit seinem außergewöhnlichen Talent, Spannung zu erzeugen und den Zuhörer bewusst zu verwirren. Man wird aufs Glatteis geführt, weigert sich, die Andeutungen wahrzunehmen und wird immer wieder in Erstaunen versetzt, wie geschickt dieser Autor vorgeht. Zum Ende hin, wenn man versteht, wie das Hörbuch aufgebaut ist, wenn man die einzelnen Mordfälle zur Gänze erfasst, kann man nur bewundernd feststellen, dass es Dahl vermocht hat, dies alles in einen logischen Zusammenhang zu stellen. Eine Tatsache, die man während des Hörens einfach nicht für möglich gehalten hat. Am Ende bewundert man die Konstruktion des Krimis und ist begeistert über die Fähigkeit, alle Stränge zusammenzuführen.
Ein weiteres Plus ist der Sprecher Till Hagen. Er vermittelt mit ruhiger Stimme und ohne Pathos die notwendige Sachlichkeit und Tiefe, um dem Fall überhaupt folgen zu können. Seine innere Anteilnahme ist stark zurückgeschraubt und ähnelt eher der eines Chronisten - eine ideale Ausgangsposition für das Verständnis dieses Krimis.

Am Ende fällt das Fazit zwiespältig aus. Ein genialer Autor hat mit Bravour eine solche Menge an Fakten mit Fiktion vermischt, dass es einem Hochachtung abnötigt. Leider verquickt er dies mit übertriebener, fast peinlich abwegiger Moralkritik, die man so nicht hinnehmen kann. Auch kann man den Krimi erst genießen, wenn er beinahe zu seinem Ende gelangt ist und die Konturen sichtbar werden. Die ersten zwei Drittel sind eher schwere Kost.
Für Fans von Arne Dahl ist dieser Fall ein Muss. Wer den Autor nicht kennt, sollte vielleicht mit "Böses Blut" oder "Tiefer Schmerz" beginnen und sich, wenn diese Fälle ihm liegen, an "Ungeschoren" versuchen.

Stefan Erlemann
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Mystisch und unglaubwürdig
Auch ich reihe mich ein in die enttäuschte Fangruppe, die seit Misterioso diesem Autor treu geblieben ist und nach "Rosenrot" mit "Ungeschoren" erneut feststellen muss, dass... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Desdemona veröffentlicht
Mühsam!
"Ungeschoren" war mein bisher erstes Buch von Arne Dahl, also kann ich keine Vergleiche zu seinen vorherigen Krimis ziehen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von M. Philipp veröffentlicht
Voller Überraschungen.
Alleine die Sprache fasziniert mich immer wieder und sollte die Reihe nach dem 10. Fall tatsächlich zu Ende sein wäre das sehr, sehr schade. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Maria Jensen veröffentlicht
Schwach
Das Buch wird in verschiedenen Rezensionen (auch in Zeitschriften) für seinen Anspruch und seine Gesellschaftskritik gerühmt. Ich konnte davon nur wenig finden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2009 von Lonicera
Rasant, spannend und wie immer mit reichlich Humor
Vieles hat sich bei den einzelnen Mitgliedern der A-Gruppe geändert, seit Arne Dahls letztem Fall "Rosenrot". Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Mai 2009 von Lesemaus
Mühsam am Anfang - Hochspannung am Ende
Man mag meinen, dass die Überschrift dieser Rezension auf jeden Krimi zutreffen könnte. Aber Arne Dahl braucht bei "Ungeschoren" wirklich sehr viel Zeit (und mitunter... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Mai 2009 von Thomas Kempter
War der Autor wirklich Arne Dahl
Von allen bislang gelesenen Büchern Arne Dahls war "Ungeschoren" mit Abstand die am wenigsten überzeugende Leistung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Mai 2009 von Omar Gacaoglu
Zu langweilig für echte Thrillerfans
Da ich ein echter Fan von Thrillern bin und mich der Titel des Buches sehr angesprochen hat wollte ich auch wissen, ob die Bücher von Arne Dahl es wert sind gekauft zu werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. April 2009 von P. Stuttgart
Spannend verpackte Gesellschaftskritik ohne Zeigefinger
Arne Dahl beeindruckt mit diesem Buch nicht nur als spannender Autor, sondern besonders als intelligenter Mensch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. April 2009 von Juli
In einen Krimi verpackte Gesellschaftskritik
Auch in "Ungeschoren" trifft der Leser wieder auf die bekannte Mannschaft der A-Gruppe, der Hörer erfreulicherweise wieder auf den gewohnt hervorragend lesenden Till Hagen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. April 2009 von Bibliophile
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