Rezension zu: "Ungeküsst soll man nicht schlafen gehen" (D 1936)
Zum Inhalt:
Die Männerwelt steht Kopf, denn auf einem Wohltätigkeitsball in Wien wird ein Kuss der weltberühmten Schauspielerin und Sängerin Edda Vivian (Liane Haid) versteigert. Der Schallplattenfabrikant Wiesinger (Hans Moser) bekommt den Zuschlag. Da plötzlich seine Ehefrau (Annie Rosar) auftaucht, überlässt er dem schüchternen Studenten Franz Angerer (Heinz Rühmann) den Preis. Dieser will aber von dem Kuss nichts wissen, hat er sich doch in Wiesingers bildhübsche Tochter Dorrit (Susi Lanner) verliebt....
Zur Bewertung:
Flott und routiniert inszeniertes deutsch-österreichisches Verwechslungslustspiel aus dem Jahr 1936 mit viel Gesang und einem Staraufgebot, damals bekannter und beliebter Schauspieler: Heinz Rühmann, Hans Moser, Theo Lingen, Annie Rosar, Liane Haid, Susi Lanner u.a.
Die Wienerin Susi Lanner (1911-1996) trat ursprünglich als Sängerin und Tänzerin in Operetten und Revuen auf. 1932 gab sie Spielfilmdebüt. Zunächst machte sie sich als Nebendarstellerin einen Namen, ehe sie 1936 mit der Komödie Ungeküsst soll man nicht schlafen gehen zu einer zugkräftigen Hauptdarstellerin avancierte. Kurz vor dem Anschluss Österreichs übersiedelte Susi Lanner mit ihrem Ehemann, einem US-amerikanischen Industriellen, in die USA und zog sich aus dem Filmgeschäft zurück.
Diese nette deutsch-österreichische Verwechslungs-Komödie aus den 30er-Jahren ist auch heute noch absolut sehens- und auch empfehlenswert.
Die Bild- und Ton-Qualität [schwarz-weiss; Filmlänge ca. 85 min] ist -gemessen am Alter des Films- gut.
Ich bin sehr froh darüber, dass nach und nach die "Schätze des deutschen Tonfilms" (so lautet auch das Werbe-Logo
dieses Herstellers) behutsam restauriert und auf DVD veröffentlicht werden.
Die Qualität dieser DVD-Veröffentlichung finde ich -gemessen am Alter dieses Films- insgesamt gut bis sehr gut.