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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht ganz so gut wie die ersten Bücher, dennoch ein Muss,
Rezension bezieht sich auf: Unfun: Skandinavische Misanthropie lll: Skandinavische Misanthropie 3 (Gebundene Ausgabe)
Nach "The Cocka Hola Factory" und "Macht und Rebel" kommt mit Unfun der dritte und letzte Teil der Skandinavischen Misanthropie Trilogie.Wie auch schon bei den beiden Vorgängern schafft es Faldbakken auch hier wieder unheimlich starke Charaktere vorzustellen. Leider kommt hierbei die Handlung um die Hauptperson Lucy, meiner Meinung nach, ein wenig zu kurz. Neben den fiktiven Figuren hat dieses Buch auch einen Gaststar, Dan Castellaneta, der wohl besser als die englische Stimme von Homer Simpson bekannt ist. Die Handlung des Buches spielt in der nahen (fiktiven) Zukunft, schätzungsweise zwischen 2015-2025. Meistens wird die Geschichte aus der Sicht der 35-jährigen halbafrikanerin Lucy erzählt und dreht sich umd das Vorhaben ihres Ex Slaktus, der versucht ein Horror-Slasher Spiel auf den Markt zu bringen und dabei von den beiden, gemeinsamen Söhnen mehr schlecht als recht unterstützt. Faldbakken typisch wird natürlich die Gesellschaft stark kritisiert Leider erreicht das Buch nicht ganz das Niveau der beiden vorgänger (4,5 Sterne). P.S. Wer des Englischen kaum oder nicht mächtig ist, sollte sich den Kauf nochmal überlegen, da viele Dialoge komplett englisch sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Auch für Faldbakkenfans ein wenig gewöhnungsbedürftig,
Von
Rezension bezieht sich auf: Unfun: Skandinavische Misanthropie lll: Skandinavische Misanthropie 3 (Gebundene Ausgabe)
Matthias Faldbakken ist eigentlich alles egal. Er schert sich einen Dreck darum, was man schreiben darf, wie man schreiben darf, warum man schreiben darf; das wissen Leser der beiden ersten Romane (The Cocka-Hola Company und Macht und Rebel) sehr gut. Faldbakken interessiert nur das, was er interessant findet, und nicht was er interessant finden sollte. Und genau deswegen sind seine beiden ersten Romane das beste, was ich in den letzten zehn Jahren gelesen habe. Sex mit Minderjährigen zu schildern ist für ihn ebenso wenig ein Problem, wie politisch inkorrekte Wörter zu verwenden.In "Unfun" überschreitet Faldbakken noch eine Grenze, was für Leser viel gewöhnungsbedürftiger ist, als geile Teenies und Nazisymbolik. Unfun spielt ein paar Jahre in der Zukunft und schildert die letzten Wochen und Tage einer Gruppe von Menschen. Dabei hat Faldbakken nicht einmal vor real existierenden Weltstars Respekt. Kein Problem für ihn, einen Schauspieler in der Zukunft in den Rollstuhl zu setzen und sein Leben als Qual zu schildern. Unfun ist aber wesentlich härter als die beiden vorhergehenden Roman. Lachen kann man hier wenig und der Hauptprotagonist nimmt sich ein bisschen zu ernst, um das Buch so glatt und reibungslos lesen zu können, wie etwa Macht und Rebel. Alle paar Seiten findet man dort aber etwas so Intelligentes, so Wahres, so Gewagtes, so Inkorrektes, so Drastisches, Gemeines, etc., dass man das Buch dennoch schnell verschlingt. Den unausweichlichen Showdown erwartet man dann noch gespannter, als bei Cocka-Hola und Macht&Rebel. Enttäuscht wird man nicht. Das Paradoxe bei Faldbakken ist ja, dass er schreibt, was er will. Und genau das gefällt mir als Leser so gut. Er hat alle Barrieren überschritten und wirft seinen Lesern etwas hin; ob die es gut finden oder nicht, scheint ihm ja völlig egal zu sein; darin liegt aber auch wiederum sein Geheimnis. Ihn dafür zu kritisieren, dass Unfun beim Lesen Widerstand bietet, wie eine rauhe Oberfläche, die zwar schön ist, aber kratzt, macht also eigentlich gar keinen Sinn. Dennoch ist Unfun für Faldbakken-Leser ein absolutes Muss. Wer Faldbakken nicht kenn, sollte lieber die Finger davon lassen; es könnte ihm den Weg zu Cocka-Hola und Macht&Rebel versperren. Und das wäre ewig schade. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gebremste Anarchie. Faldbakkens rührselige Geschichte sozialer Verwahrlosung.,
Von H. Gebauer (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Unfun: Skandinavische Misanthropie lll: Skandinavische Misanthropie 3 (Gebundene Ausgabe)
Jahre war ich gespannt auf den dritten Band der skandinavischen Misanthropie, und leider war die Enttäuschung gross, als ich das Buch dann endlich lesen konnte. Waren die ersten beiden Bücher "Cocka Hola Company" und "Macht und Rebell" noch mustergültige anarchische Ausbrüche, voller Frechheit, Einsicht und vor allem theroretischer Inkonsistenz.So ist im dritten Band leider nichts mehr davon geblieben als ein schlechter Aufguss der alten Themen die Faldbakken wohl fesseln. Nur dieses Mal ist Faldbakken alles viel zu konsistent geworden. Unter der Ballung von Negativität, schlägt plötzlich alles in sein Gegenteil um: Minus + Minus = Plus. Faldbakken liefert dem Leser plötzlich eine rührselige Genese sozialer Verwahrlosung, die er uns doch vorher so virtuos verweigert hat. Beinahe lehrbuchhaft liefert er uns die Geschichte einer geschundenen Frau, die von Männern gequält wird. Seltsam, dass Faldbakken sie auch noch zur Erzählstimme des Buches macht. Lucy ist wirklich die schlechteste Figur, die Faldbakken sich jemals ausgedacht hat. Dadurch wird alles unendlich vorhersehbar und abgeschmackt. Und das waren die ersten beiden Bänden nicht, hier war alles wunderbar schmutzig, wirr und inkonsistent. Leider ahnt der Leser im dritten Band schon auf Seite 3 wie das Buch enden wird. Auch die Seitenhiebe aus Splatterpunk, die Simpsons wirken seltsam zahnlos. Bei aller Gewalt ist das Werk seltsam angepasst und brav geworden. Fazit: Ein merkwürdig erklärungslastiges Buch, das nicht mehr an die lustvoll destruktive Anarchie der ersten zwei Bände anschliessen kann. Für Freunde der Vollständigkeit ein Muss. Für die anderen sind die Bände I und II eher zu empfehlen. Drei Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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