Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Unerwartetes Licht: Reisen durch Afghanistan
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Unerwartetes Licht: Reisen durch Afghanistan [Taschenbuch]

Jason Elliot , Anja Hansen-Schmidt
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch --  

Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen


Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Gekonnt verknüpft Jason Elliot die verwickelte Geschichte des Landes mit seinen eigenen Erlebnissen, bemüht um ein tiefes Verständnis von Islam und Sufismus. Sehr lobens- und höchst lesenswert.« Frankfurter Rundschau

Kurzbeschreibung

"Dies wird ein Klassiker der Reiseliteratur" Doris Lessing
"Und dann wurden wir von einem unerwarteten Licht überrascht, filigran wie Kristall. Es war, als hätten wir eine verzauberte Welt betreten." Poetisch und hochspannend zugleich ist Elliots Reisebericht über Afghanistan. Der Autor zeigt ein Land voller Kontraste und ein Volk von unvergleichlicher Warmherzigkeit. Afghanistan: seit Jahren ein umkämpftes, gemartertes Land. Osama bin Laden, reaktionäre Taliban, verschleierte, unterdrückte Frauen - die Terrorzelle des Orients. Aber wie ist dieses Land wirklich? Was ist mit seinen wunderbaren Kulturschätzen, seiner ehrwürdigen Geschichte, seinen Menschen? Jason Elliot bereist Afghanistan Mitte der neunziger Jahre, in einer Zeit des Umbruchs, als die Sowjets sich zurückgezogen haben und die Taliban vor den Toren Kabuls stehen. Äußerst spannend und stimmungsvoll erzählt er von atemberaubenden Landschaften, von Begegnungen mit stolzen Mudschaheddin, von hochgebildeten Sufis, von der legendären Gastfreundschaft der Afghanen und dem Leid eines Volkes mit einer großen Vergangenheit und einer unsicheren Zukunft. Und Afghanistan erscheint plötzlich in einem ganz anderen Licht ...

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ralf KvF
Format:Taschenbuch
Jason Elliot bereiste Afghanistan mehrmals in den neunziger Jahren sowohl während der sowjetischen Besatzung als auch während der Machtübernahme durch die Taliban, zuletzt 1996. Er schildert detailgetreu seine Reiserouten von Peschawar/Pakistan nach Afghanistan und seine unzähligen Reisen in die unterschiedlichen Himmelsrichtungen des Landes. Dabei versteht er es, dem Leser quasi bildlich die Landschaft, ihre Bewohner, Sitten und Gebräuche näher zu bringen und Verständnis für die afghanische Kultur zu wecken. Elliots Reisebuch lebt davon, dass der Autor Afghanistan auf mehr oder weniger landestypische Art und Weise bereiste und dabei offensichtlich keine Mühen und Gefahren gescheut hat. Sein Buch ist für diejenigen Leser geeignet, die klassische Reiseliteratur bevorzugen. Einziger Mangel des Buches ist, dass dem Buch kein Kartenmaterial beigefügt ist, welches die Routen Elliots nachvollziehen lässt. Das Kartenmaterial des Buchinnenbandes ist dafür nicht geeignet.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Bevor Menschen eine Reise unternehmen, lesen sie einen Reisefuehrer. Reisen sie jedoch nach Afghanistan, sollten sie Jason Elliots Buch "Unerwartetes Licht" verschlingen. Besser kann Afghanistan aus der Ferne nicht betrachtet werden.

Nur ein Buch schreiben

Mitte der 90iger machte sich Jason Elliot auf zum Hindukush. Hier wollte er lediglich ein Buch schreiben und seine Eindruecke den Menschen zu Hause kundtun. Mehr nicht. Gesagt getan. Mit einer Handvoll Geld in der Tasche, leidiglich guter Ausruestung, war er sich vor der Reise seiner Schwierigkeiten im vom Buergerkrieg gebeutelten Land bewusst. Er schreibt in seinem Buch: "Ich hatte noch keinen Fuehrer, und unterwegs gab es keine Hotels oder Herbergen zum Uebernachten. Niemand wuerde Englisch sprechen, es wuerde kalt sein, und die Paesse lagen sehr hoch. Dazu kamen noch der Krieg sowie vollkommene Gesetzlosigkeit - alles in allem also die perfekten Bedingungen fuer eine wagemutige Expedition."

Das Herz Asiens

Elliot nimmt den Leser mit auf diese wagemutige Expedition. Durch das pulsierende Kabul, die eisigen Hoehen des Hindukush bis hin die Aengste im Angesicht des Todes. Vielleicht ein wenig naiv hat er sich auf die Reise gemacht, vielleicht ein wenig manchmal zu ueberzeichnet - doch stets mitreissend, abenteuerlich und um Details bemueht. So schreibt Elliot ueber das Land inmitten von Asien. Er laesst Muhammad Iqbal zu Wort kommen, der ueber sein Reiseland sagt: "Asien ist ein lebender Koerper, und Afghanistan ist sein Herz. Versagt das Herz, so stirbt auch der Koerper. Doch solange das Herz frei ist, bleibt auch der Koerper frei. Wenn nicht, wird er zu einem Blatt im Wind."

Kabul das Zentrum Afghanistans

Genau deshalb konnte das Land immer wieder mit einfachen Mitteln gegen seine Eroberer ankaempfen. Timur, Alexander, Dschingis Khan, England, die Sowjetunion und und und. Sie alle versuchten Afghanistan zu beherrschen. Zahlreiche Zeugnisse vergangener Jahrhunderte zeigen die gescheiterten Versuche. Und eben jenes Land durchreist der Autor, meist dabei auf sich gestellt. Seine Reise beginnt in Kabul, der Hauptstadt von Afghanistan.

Schmelztiegel der Kulturen

So schreibt er ueber Kabul: " Kabul ist ein von Bergen gesaeumtes Geschichtsbuch, dessen Buchstaben sich tief in die Gesichter der Menschen eingegraben haben. Bei einem Spaziergang durch die Strassen der Stadt kann man aus den Mienen der Maenner und Frauen die Spuren der Jahrtausende ablesen und wird so daran erinnert, dass man einen beispiellosen Schmelztiegel verschiedener Volker betreten hat." Dieser Schmelztiegel ist Zeugnis der vielen Eroberer, die ihre Frauen und Maenner zum Teil hier lassen mussten oder die freiwillig am Hindukush haengen geblieben sind.

Der tausendjaehrige Blick der Kaempfer

Genau diese verschiedenen Typen von Menschen, die nach Afghanistan kommen oder die hier in ihren Clans leben beschreibt er in all ihren Facetten: "Sein Gesicht war von einer so tiefen Schwermut ueberschattet, dass ich in ihm einen ehemaligen Regierungssoldaten vermutete. Die Maenner, die unter den Sowjets gewzungen waren, gegen ihr eigenes Volk zu kaempfen, hueteten in ihren Augen stets ein unbeschreibliches Leid. Es war derselbe Gesichtsausdruck, den Vietnamveteranen auch als `tausendjaehrigen Blick' bezeichnen. Er war unverkennbar."

Ein Fax aus einer anderen Welt

Schon nach kurzer Zeit in Afghanistan, nach Kaempfen mit Muhaheddin, der Kaelte der Berge, dem kargen Zuessen koennte nichts anschaulicher Sein als der Text eines Faxes aus England, seiner Heimat. Die Zeilen sind ihm so nah, doch auch so schrecklich fern: "Ich hielt mich seit zehn Tagen in Kabul auf. Im Hauptquartier des Roten Kreuzes erwartete mich ein Fax von zu Hause. Meine Schwester hatte neue Vorhaenge gefunden, passend zu ihrem Teppich. Das Wetter in England sei jaemmerlich, es schneie. Und wie sehe es bei mir aus? Es war wie eine Nachricht von einem anderen Planeten."

Der Tod ist fast ueberall

Waehrend andere Menschen sich in ferne Laender aufmachen, um als Touristen die Staaten zu entdecken, kam der Autor in dieses Land, um dessen Seele zu ergruenden. Der Leser ist dabei der Assistant des Forschers. In guten wie in schlechten Zeiten: "Ich hoerte wie sich in mir ein Schrei loeste, fuer den toten Mann und auch fuer alle Menschen, die jemals im Krieg ihr Leben gelassen haben."

Doch auch die Landschaft machte ihn zu schauen. Eindrucksvoll stellt der Verfasser dies heraus. Besonders wenn er ueber die Berge zieht, wird es dem Leser schwindelig: "Je hoeher der Pfad sich zog, desto bedrohlicher wurden diese Begegnungen. Es war, als wuerde man auf einem Pferd in der fuenften, zehnten oder manchmal gar der zwanzigsten Etage ueber einen Balkon ohne Gelaender reiten und dabei versuchen, sich den Platz noch mit jemanden zu teilen." Oder aber er bewegt sich mit einem klapprigen Fahrzeug...:""Waehrend des Anstiegs heulte der Motor immer verzweifelter. Er gab zweierlei Geraeusche von sich: eine Art Jammern, das tief aus seinem Herzen drang und flehentlich um einen hoeheren Gang bat; darueber legte sich das dumpfe Droehnen der beanspruchten Zylinder. Es war, als wuerden wir auf einem mechanischen Drachen reiten, der an einem Lasso hing und dessen animalische Energie sich auf jede einzelne Naht und Niete uebertrug."

Natuerlich musste es ja auch wieder hinab. Staendig in Todesangst: "Ich wusste nicht, was schlimmer war: nicht mehr nach vorn sehen zu koennen und somit alle Hoffnungen aufzugeben oder auf diesen Hauch einer Chance zu verzichten und mich blind dem Schicksal zu uebergeben.

Das unerwartete Licht

Stets sties man vor schroffer Kulisse auf unerwartet aufleuchtende Schoenheit, aehnlich wie ein Lichtstrahl, der in eine Hoehle faellt. Es war wie ein suesser Moment, der aus vielen mittelmaessigen Erlebnissen hervorstach und Empfindungen ausloeste, die vergleichbar waren mit dem Blick auf ein fruchtbares und liebevoll bepflanztes Tal nach einem stundenlangen Marsch durch kahle Berge."

Die Menschen am Hindukush

Und in all diesen Gegensaetzen lebten die Menschen Afghanistans. Die Paschtunen, die Hazara, die Tadschiken, die Usbeken. Das Aufeinandertreffen ist bei Elliot stets ein bewegender Moment. Denn es prallten stets die westliche als auf die afghanische Welt. Seine Eindruecke schildert er so: "Es war nicht allein das Leid der Bevoelkerung, das derartige Gefuehle in mir hervorrief, sondern vor allem die ruhige Gelassenheit, mit der die Menschen ihr Schicksal ertrugen. Sie fluechteten sich nicht einmal im Zynismus, obwohl dies angesichts ihres schweren Schicksals nur verstaendlich gewesen waere. Statt dessen laechelten sie immer noch."

Der Sinn des Lebens

Stets macht er sich seine Gedanken ueber die eigene Welt. Stellt sie bisweilen in Frage und kommt dann zum Kern des Ganzen, indem er in wenigen Zeilen die Frage nach dem Sinn des Lebens herausstellt: "Doch was braucht ein Mensch im Grunde? Etwas zu essen jeden Tag, Waerme und ein Obdach, ein Bett, in das er sich legen kann, und irgendeine Art von Betaetigung, die ihm ein Gefuehl von Erfuellung gibt. Das ist alles - zumindest soweit es das Materielle betrifft. Und das wissen wir auch. Aber unser Wirtschaftssystem hat uns einer derartigen Gehirwaesche unterzogen, dass wir in einem Grab enden werden unter einer Pyramide von Ratenzahlungen, Hypotheken, absurden technischen Spielereien und Spielzeugen, die unsere Aufmerksamkeit von dieser idiotischen Farce ablenken. Die Jahre brausen vorbei, und die Traeume der Jugend verblassen, waehrend sie in den Schrankfaechern der Geduld verstauben. Und ehe wir uns versehen, ist der Sarg versiegelt. Aber worin liegt dann die Antwort? Ganz einfach - in der Tatsache, dass wir waehlen koennen zwischen dem Bankrott der Brieftasche und dem Bankrott des Lebens."

Dem Konsumenten bleibt jetzt die Wahl die Buches zu lesen oder eines der besten Werke der Reiseliteratur zu verpassen. Es ist ein Muss fuer alle, die es nach Afghanistan zieht.

----

Das Buch

Jason Elliot: Unerwartetes Licht. Reisen durch Afghanistan.

ISBN

3890292429

Malik Verlag (2002)

Der Autor

Jason Elliot, geboren 1965 in England, bereiste Afghanistan, das Land seiner Träume, mehrere Male. Zuletzt 1996, als die Taliban an die Macht kamen. Für »Unerwartetes Licht«, sein erstes Buch, erhielt er den begehrten Thomas Cook Travel Book Award. Jason Elliot lebt als Schriftsteller in London.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor bereist das Land unter großen Gefahren während die Mudschaheddin gegen die sowjetische Besatzung kämpfen. Für einen Reisebericht in ungewöhnlich poetischer Sprache beschreibt er das Land und die Menschen, in diesem Fall die Männer, mit denen er in Kontakt kommt. Wer sich ein Bild über Afghanistan machen will, findet hier Mosaiksteine dazu.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar