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Unerkannt durch Freundesland: Illegale Reisen durch das Sowjetreich
 
 
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Unerkannt durch Freundesland: Illegale Reisen durch das Sowjetreich [Broschiert]

Cornelia Klauß , Frank Böttcher
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 444 Seiten
  • Verlag: Lukas Verlag; Auflage: 3., 3., erweiterte Auflage (18. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867320764
  • ISBN-13: 978-3867320764
  • Größe und/oder Gewicht: 24,1 x 15,8 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.848 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Reisen war in der DDR ein heikles Thema. Der Westen war sowieso tabu, aber auch Richtung Osten gab es vielerlei Einschränkungen. Nicht einmal in die Sowjetunion, den vielbeschworenen Retter und großen Bruder, durfte man ohne offizielle Erlaubnis und den Geleitschutz einer Reisegruppe besuchen. Doch gerade das Verbotene lockte. Unangepasste junge Leute unternahmen mit Hilfe eines Transitvisums, das nur für drei Tage galt, wochenlange riskante Expeditionen in ein Riesenreich, das elf Klimazonen umfasste und gigantische Landschaften versprach. Wer sich derart illegal und unerkannt durch Freundesland bewegte, konnte alle Absurditäten des sowjetischen Alltags und der Bürokratie kennenlernen, die kein normaler Tourist mitbekam. Zugleich kam die deutsch-sowjetische Freundschaft in den unvermutetsten Situationen zum Tragen. Fast alle Reisenden erlebten eine schier unglaubliche Gastfreundschaft.
Das illegale Reisen durch die Sowjetunion ist heute weder im Osten noch im Westen Deutschlands bekannt. Wie viele solcher Fahrten unternommen wurden, ist statistisch nicht erfasst, aber die Zahl geht in die Tausende.
Das Buch berichtet von jenen, die im Land bleiben wollten und dennoch die Ferne suchten. Von denen, die die Propaganda von der Völkerfreundschaft beim Wort nahmen und auf eigene Faust kreuz und quer durch die riesige Sowjetunion reisten immer auf der Flucht vor dem KGB und der Miliz. In zahlreichen Zeitzeugen interviews, ergänzt durch essayistische Betrachtungen, werden wahrhaft verwegene Reisen rekonstruiert, die bis in die entlegensten Winkel dieser Welt führten. Dorthin, wo manchmal nicht einmal mehr der Sozialismus regierte, sondern nur noch die Gesetze der Natur und des Überlebens herrschten. Die Abenteurer fanden, wo sie die politischen und bürokratischen Grenzen zu überwinden vermochten, ihre innere Freiheit.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen UdF - Unerkannt durch Freundesland, 25. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Unerkannt durch Freundesland: Illegale Reisen durch das Sowjetreich (Broschiert)
Um meinen Vorredner richtig zu stellen, es gab schon ein Buch, welches dieses Thema beackerte:
"Transit-Illegal durch die Weiten der Sowjetunion" ISBN 3940200484
Amazon weist ausreichend darauf hin. ;-)
Während "Transit" (erschienen 03/2010) sich weitgehend auf Trekking und Bergtouren konzentriert, was sicher den Mainstream der DDR-Transit-Bewegung ausmachte, spannt "Unerkannt durch Freundesland" den Bogen weiter. Die Herausgeber betrachten und illustrieren die Bewegung als sozio-kulturelles Phänomen, die als Subkultur einerseits eine eigene Identität entwickelte, andererseits auch in andere Gruppierungen der damaligen DDR verzweigte. In diesem Band wird ein anderes Spektrum erfasst, was sich nicht auf den Bergsteiger und Abenteurer konzentriert. So finden wir den Bibelforscher ebenso wie Künstler, Aussteiger oder auch Republikflüchtlinge, die den großen Weg über Sibirien nach Alaska gehen wollten, um die andere Seite der Mauer kennen zu lernen. Somit stellt das UdF-Buch eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zu "Transit" dar.
Was mir jedoch fehlt, ist der Best- und Auslandsstudent, der als SED-Mitglied sein Studium irgendwo zwischen Leningrad und Charkow absolvierte und in ähnlicher Weise das Land mehr oder minder legitimiert erkundete und seinen Blick weitete. In dem Buch könnte der m.E. falsche Eindruck entstehen, dass die UdF-Bewegung eine Facette der Oppositionsbewegung der DDR war, was zum Teil vielleicht stimmen mag, man so aber nicht ableiten sollte.
Vielschichtige Reiseberichte mit guter literarischer Qualität finden sich, oder auch ein gut recherchierter Bericht über die staatlichen Organe MdI und MfS zum Thema, sowie ein Abriss der DDR-Bergsteigerszene oder Würdigungen verdienter Väter dieser Bewegung wie Gustav Ginzel oder Georg Renner.
Sicher ließen sich manche Beiträge z.B. über die DDR-Bergsteiger oder Gustav noch vertiefen, aber das würde den Rahmen dieser Veröffentlichung sprengen. Vielleicht nimmt sich jemand dieser Themen in ähnlicher Weise an?
Ich würde "UdF" noch einen Stern mehr geben als "Transit", aber das hat ja schon 5 Sterne.
Ein schönes Buch über Grenzgänger - im besten Sinne des Wortes.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Illegale Reisen in die ehemalige UdSSR, 24. Januar 2011
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Unerkannt durch Freundesland: Illegale Reisen durch das Sowjetreich (Broschiert)
So ein Buch finde ich Klasse, denn es offeriert ungewöhnliche Reiseberichte, zudem verboten und dann auch noch Reisen auf das Staatsgebiet der ehemaligen UdSSR und die war groß, sehr groß - riesig. Hier konnte man alles finden, Freundschaften, natur und Landstriche die so einsam waren das dort nicht die KP herrschte sondern nur Väterchen Frost oder Mutter Natur. Das Buch UNERKANNT IN FREUNDESLAND von Cornelia Klauß und Frank Böttcher (Herausgeber) nimmt uns mit auf eine fantastische Reise in das ehemals größte Staatsgebilde auf dieser Erde.

Ich war schwer begeistert, als ich das Buch öffnete und voller Enthusiasmus die fantastischen Reiseberichte las, welche von Reisen in ein längst vergangenes Reich sprachen. Die Sowjetunion, ehemals größtes Staatsgebilde auf der Welt und lange Zeit unzugänglich. Selbst für DDR Bürger war es damals schwierig sich lange und ausgiebig im Land des treuen Verbündeten aufzuhalten. Doch es gab Wege und Mittel seine Reisen zu verlängern uns Dinge zu erleben die jenseits der Vorstellungskraft lagen.

Dabei wird ein russisches Sprichwort schnell an Wahrheit gewinnen: Väterchen Russland ist weit und hier an diesem Ort regieren andere Dinge als die KPdSU. Die Reiseberichte sind ein überaus wertvoller Erfahrungsschatz aus der Zeit der DDR und ihrer Bürger. Ob der der Schüler Schwärsky ist dessen Bericht aus Leningrad mich berührte oder der Bibelverteiler Friedrich, es sind Berichte aus einer Welt die so groß und weit war, Berichte aus einer Zeit die nun vergangen ist und es sind Berichte von Begegnungen, von Gesprächen, von Eindrücken und von Zuneigung.

Mag der russische Zoll sich in den letzten 30 Jahren auch nicht geändert haben, noch immer werde selbst ich mit einem verschmitzen Lächeln nach verzollbaren Gegenständen gefragt, so sind Begegnungen mit ihm mir stets im Gedächtnis geblieben und zwar meistens positiv.

Wer einmal Reiseberichte in die UdSSR lesen möchte, zudem von ehemaligen DDR Bürgern wird mit dem Buch UNERKANNT IN FREUNDESLAND von Cornelia Klauß und Frank Böttcher (Herausgeber) etwas ganz besonderes in Händen halten dürfen. Meines Erachtens nach gibt es so ein Buch derzeit nicht auf dem Markt.

War es die Reise in der transsibirischen Eisenbahn, welche mehr als 50 Stunden dauerte oder Samowar aus Litauen, welcher zuerst konfisziert wurde und danach doch seinen Weg nach Ostberlin fand, es sind Geschichten von besonderen Begegnungen - Menschen treffen Menschen und damit ist das besondere des Buches auch genannt - hier geht es oft um das Zwischenmenschliche, um Freunde die man unverhofft findet und um einmalige, weil besondere Gespräche.

Das Buch UNERKANNT IN FREUNDESLAND von Cornelia Klauß und Frank Böttcher (Herausgeber) ist damit ein Zeitdokument der besonderen Art in dem ich gerne gelesen habe und dessen Berichte mich noch eine lange Zeit begleiten werden.

Empfehlenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Faszinierendes Buch, 20. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Unerkannt durch Freundesland: Illegale Reisen durch das Sowjetreich (Broschiert)
Vieles gerät doch leicht in Vergessenheit. Und die Sowjetunion der 1970er und 80er Jahre gehört sicherlich dazu. Aber vielleicht nicht mehr lange. Denn "Unerkannt durch Freundesland" ist ein echt super Buch. Es vermittelt a) Wissen über Reisemöglichkeiten von DDR-Bürgern, b) Länderkenntnisse und Geschichtsinformationen zu zahlreichen Staaten der ehemaligen Sowjetunion, c) Einblicke in die Zeit, als Europa noch in Ost und West geteilt war und d) auch Einblicke in ganz fremde Leben. Es gibt sicher auch noch e), f) und g). Ich bin echt schwer begeistert.
Ich habe selbst Freunde (allerdings alle jünger als die Autoren dieses Sammelbandes), die auf diese Weise durch die UdSSR gereist sind, z.T. als Kinder mit ihren Eltern, z.T. gleich zu Beginn des Studiums 1989/90. Ich war immer fasziniert von ihren Erzählungen und Fotos. Und jetzt kann ich noch viel mehr Facetten dieser Reisen kennen lernen. Ich selbst bin leider aus dem Westen und Reisen durch die Sowjetunion waren der Traum meiner Teenager-Jahre. Ich habe extra Russisch gelernt dafür. Und als ich endlich mit der Schule fertig war, fiel die Mauer. So sind mir nur ein paar Jahre für solche, dann allerdings fast immer legale Reisen geblieben. Darum bin ich jetzt vielleicht auch so begeistert, wenigstens literarisch mitzuerleben, was ich selber nicht mehr konnte.

Besonders gut gefallen mir die vielen privaten Fotos und andere Bilddokumente, ein Highlight war auch die Original-Seite eines schlecht bewerteten Schulaufsatzes über eine Reise nach Leningrad. Ganz besonders schön ist es, dass alle Autoren am Ende mit einer Kurzbiographie vertreten sind, weil ihre Erfahrungen und Erlebnisse neugierig auf die Menschen machen, die dahinter stehen.

Mir bleibt nur eine Frage offen: war der Begriff "UdF-Reisen" schon zu DDR-Zeiten ein gängiger? Denn so wird er in diesem Buch verwendet, als ganz feststehender Begriff. Aber nirgends erklärt.
Liebe Herausgeber, das könntet ihr hier in einem kurzen Kommentar zu meiner Rezension erklären.

Fazit: kaufen! Sofort! Und am besten gleich mehrere Exemplare zum weiter verschenken. Wie schön, dass jetzt endlich Bücher über diese Zeit erscheinen, in denen nicht immer nur alles als negativ dargestellt wird, was das Leben "hinter dem Eisernen Vorhang" betrifft.
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