Jetzt eintauschen
und EUR 4,34 Gutschein erhalten
Eintausch
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Das Unerfreuliche zuerst: Herrengeschichten [Illustriert] [Taschenbuch]

Sibylle Berg
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

17. August 2001
Sibylle Berg ist wieder da. Als wäre sie nie fort gewesen. Und war sie auch nicht. Sie war nur in der Fremde: bei Männern. Dort hat sie viel gesehen, erlebt, gelernt. Und das teilt sie, wie es ihre Art ist, großzügig mit ihren Lesern. Zum Teil großzügiger als nötig vielleicht: Denn diese Kurzgeschichten, Szenen, Momentaufnahmen sind so spaßig wie die Wahrheit. Also eher gar nicht. Gut, dass man wenigstens drüber lachen kann. Aus dem Inhalt: Der Mann als solcher, einsam, gescheitert, tot. Dann: Der Mann, wie er raucht, weil er weiß, dass er stirbt. Der Mann, der ficken will. Ficken Ficken Ficken. Der Mann, der Sehnsucht hat, aber das wird nichts. Außerdem: Der Mann im Ausland, in Hongkong, Lanzarote, Bangkok. Der Mann und die Frau, mal schon tot, mal muss er das selbst erledigen. Der Mann und die Liebe, ein Desaster. Ein Witz? Ist das ein Witz? Ist das alles vielleicht ein Witz? Nein, das ist Literatur, das sind große Gefühle, Wahrheit, ernst gemeint bis auf die Knochen. Aber deshalb muss man es selber lesen. Sie werden verstehen, warum wir hier nichts nacherzählen. Danke!

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: KiWi-Paperback; Auflage: 4 (17. August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 346203037X
  • ISBN-13: 978-3462030372
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,4 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 308.226 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Unter Herren

Es war tief in den Jahren der Kohl-Ära, die Frauenbewegung stand in schönster Blüte, als der Kohlenpott-Rocker Herbert Grönemeyer sämtliche Urteile, Vorurteile, Klischees und Gemeinplätze über seine Artgenossen zu einer Hymne der virilen Gegenreformation verrührte. "Männer nehmen in den Arm, geben Geborgenheit, / weinen heimlich, brauchen viel Zärtlichkeit, / sind so verletzlich, sind auf dieser Welt einfach unersetzlich."

Sibylle Berg, wir ahnten es, kommt in ihren Feldforschungen zwischen Stammtisch, Südseeinsel und Schleiflackschlafzimmer zu einem anderen Ergebnis. Kein geringerer als Gott ist es, der den letztinstanzlichen Befund ausspricht: "Dreckzeug." Und wirklich: Gegen die Mehrzahl der Exemplare, die wir in Bergs 17 "Herrengeschichten" kennen lernen, wirken die Figuren eines Michel Houellebecq nachgerade als fidele, aufgeräumte Zeitgenossen. Ob allein vor heimischer Schrankwand, oder in Honkong, Lanzarote und Bangkok, ob einsam oder mit Lebensabschnittsgefährtin -- Erfreuliches, wie es der Buchtitel doch immerhin auch nahe legt, bekommen wir nicht zu sehen.

Stattdessen: Viel Schmutz, viel schmutziger Sex, viel Sehnsucht. Das Leben eben. Liebe? "Ich würde ihr sehr gerne erst die Finger brechen, dann die Augen mit Sekundenkleber zupappen, die Füße schnüren und den spitzen Mund mit einem Bügeleisen bearbeiten. Eingeschaltet, versteht sich. Höchste Stufe." -- Ein Buch also, so recht dazu angetan, es mit einem hübschen Schleifchen zu versehen und mit einer Packung "Ferrero Küsschen" einem nahe stehenden Menschen zu schenken. "Menschen", so verrät einer der Berg'schen Helden von der traurigen Gestalt, "erscheinen mir oft wie Nuklearsprengköpfe". Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Frau Berg besser nicht. --Niklas Feldtkamp

Buchrückseite

Mit Zeichnungen von Patrick Wirbeleit.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grossartige Literatur 29. Juli 2003
Von Pascal
Format:Taschenbuch
Während meines Indien-Trips habe ich die Herrengeschichten von Sibylle Berg gelesen. Tief beeindruckt, sitze ich nun in einem Internet-Café, um dieses Buch weiterzuempfehlen. Mein Fazit ist kurz: Das ist grossartige Literatur einer brillanten Schriftstellerin. Wer Bergs Texte liest, der darf lachen, das befreit. Er soll aber auch darüber nachdenken. Die Darstellungen als zynisch abzutun, wäre zu einfach, sind sie doch alles andere als realitätsfremd. Die Tragik, die Schicksale, die uns Männer ein Leben lang begleiten, deckt Sibylle Berg pointiert auf. Vermutlich würden wir Männer uns nie trauen, so schonungslos über uns nachzudenken. Bezeichnend und erfreulich, dass eine Frau aus Mitleid, aus Neugierde vielleicht auch, sich unserer Spezies angenommen hat und - wenn ihr mich fragt - uns die entscheidenden Denkanstosse liefert. Chapeau!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die aktuelle Kaufempfehlung, Sparen war gestern 17. Juli 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Sibylle Berg kommt zur Sache. Wie gewohnt. Ohne Umwege. Und wenn doch, dann überraschende Umwege. Ein Berg-Novize staunt. Ein erprobter Berg-Leser auch. Bloss nicht aus denselben Gründen. Hardcore für den einen, subtile und gleichzeitig brutale Variation des Themas Menschen, Männer, Triebe, Sehnsüchte und sublimierte Jämmerlichkeit für den anderen.

Stark im Wort und stark in der Betrachtung. Schon mal richtig niederträchtige Gedanken gehabt? Nicht ein bisschen böse, richtig runtergefahren gemein? Die lassen sich überbieten, keine Bange. Schon mal aus der Sicht eines Mörders die Welt betrachtet? Tun Sies über Sibylle Berg, das verhindert Unheil. Schon mal mit dem Hirn eines Vergewaltigers gedacht? Oder den Betrachtungen eines Sex-Maniac nicht bloss gefolgt, seine Bilder beinahe selbst erdacht und projeziert? Die gängige Formel zurückgelehnter Leser hier und Protagonist da funktioniert bei Herrengeschichten nicht. Der Leser wird zum involvierten Mitwisser und Komplizen, weil die Geschichten über ihre bizarren Figuren eine beklemmende Nähe zur Psyche des Täters schaffen. Und der Täter rückt dadurch so nah, weil er durch sachlich vorgetragene Ungeheuerlichkeiten irgendwie normal erscheint. Im Ton. Die schneidende Diskrepanz zwischen Sachlichkeit und Ungeheuerlichkeit lässt empfindsame Seelen ab und an nach Luft schnappen. Und weniger Empfindsamen bleibt die Luft eben einfach weg. Zuweilen.

Roter Faden und Faszination der einzelnen Geschichten: Eine Frau denkt 18 Geschichten lang männlich. Männlicher als jeder Mann, der genau weiss, was ein Mann tun muss, um Mann zu sein. Sie setzt sich selbst quasi im Hirn der Protagonisten fest und reflektiert aus deren Psyche, denkt deren Gedanken, spricht deren Sprache und tut Dinge, die nur Männer tun können. Herrengeschichten eben. Unerfreuliche dazu. So brillant mit der Sprache aus fremden Hirnen formuliert, dass sich Unerfreuliches, wenn nicht erfreulich, dann zumindest gebannt und gefesselt lesen lässt.

Ende des Lesens ist man(n) nicht ganz unfroh, dass Schluss ist. Schliesslich möchte man noch jemanden kennen, den man mag. Einfach so. Ohne zu viel zu fragen oder zu wissen. Aber gut, der Aufbau kann wieder beginnen. Das männliche Selbstverständnis hat Zeit, sich zu kitten und ins Lot zu bringen, bis zur nächsten Berg-Attacke. Kommt die, ist man(n) mit etwas Glück ein bisschen weiter. Nicht unmännlicher. Menschlicher vielleicht, eine Spur. Weil das temporäre Ankratzen des männlichen Stolzes und ein tiefer Blick in etwas zu männliche Abgründe vielleicht nicht die Welt verändern, aber immerhin: zu viel Mann muss nicht sein, männlicher Mensch genügt. Dergestalt gerüstet freue ich mich auf das nächste Berg-Werk.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Portrait des Stumpfsinns 8. August 2011
Format:Taschenbuch
Zweifellos großartig geschrieben.
Dennoch von einer derart depressiven Eintönigkeit, dass ich mich gezwungen habe das Buch wegzulegen.
Wer das mehr oder weniger schleichende Grundgefühl hat, dass das menschliche Leben nur bedeutungsloses Existieren ist, wir hier in Fr. Berg eine Schwester in Gedanken finden.
Mir wars dann doch zu frei von Überraschungen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Ich liebe Sibylle Berg,
aber dies hier ist leider ihr schlechtestes Werk. Egal, ein schlechtes Werk von Berg ist immer noch 1000 mal besser als so manches Bestsellerwerk diverser deutscher Yuppieautoren. Lesen Sie weiter...
Am 11. Januar 2006 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Die aktuelle Sparempfehlung
Obacht - ein richtig schlechtes Buch.
Hatten wir von Frau Berg jemals viel erwartet? Wer sich der "ZEIT" und "Amica" als Zeilensöldnerin zur... Lesen Sie weiter...
Am 19. März 2002 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Strong medication
Sibylle Berg schafft auf drei Seiten, was andere in ganzen Büchern nicht können, heilsame Einblicke in die "Struktur" Mann zu verschaffen. Lesen Sie weiter...
Am 18. Januar 2002 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Unerfeuliches von Vorn bis Hinten
Sybille Berg ...
Ihr neues Buch mit den Herrengeschichten besticht wieder einmal mit erbarmungslosem Pessimismus. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2001 von Stefan
3.0 von 5 Sternen Männer zwischen Selbstzweifel und Emotionslosigkeit
Wie gewohnt herrscht Trostlosigkeit in der Welt von Sibylle Berg's Figuren. Diesmal sind diese allerdings ausschließlich männlich, wie der Titel... Lesen Sie weiter...
Am 21. September 2001 veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Verlorene Männlichkeit und permanente Trostlosigkeit
Wie gewohnt herrscht Trostlosigkeit in der Welt von Sibylle Berg's Figuren. Diesmal sind diese allerdings ausschließlich männlich, wie der Titel... Lesen Sie weiter...
Am 15. September 2001 veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Suche Liebesromane, die unter die Haut gehen (möglichst ohne Vampire) 3565 Vor 11 Minuten
Der Club der toten Dichter 7109 Vor 19 Minuten
E-Book-Autoren stellen ihre Romane vor 601 Vor 23 Minuten
Spannende Fantasy Bücher gesucht... 9 Vor 38 Minuten
Suche bestimmte Buchreihe 1 Vor einer Stunde
Miese Rezensionen oft haltlos und diffamierend 156 Vor 7 Stunden
An Romanleser und -autoren: Vorstellungen neuer Bücher 179 Gestern
Die besten, spannendsten und auch noch informativen historischen Romane 116 Vor 3 Tagen
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar