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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gelungene SciFi Unterhaltung, 17. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Unendlichkeit. (Taschenbuch)
Direkt vorab: Reynolds Erstlingswerk ist beste SciFi Unterhaltung und absolut empfehlenswert! Dieses Weltraum-Abenteuer hat neben typischen Science Fiction Elementen auch Machtspiele, Intrigen, einen Schuss Mystery und eine (wenn auch sehr verkümmerte) Prise Romantik zu bieten. Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich mir die beiden anderen bisher in Deutsch erschienen Romane von Reynolds (Chasm City und Die Arche) auch direkt gekauft habe. Der berühmte und egozentrische Wissenschaftler Dan Sylveste forscht auf dem Planeten Resurgam nach den Gründen für den Untergang des Volkes der Amarantin und gerät dabei in die politischen Wirren dieser aufstrebenden Forschungskolonie. Gleichzeitig verfolgt der Leser in zunächst losgelösten Handlungssträngen die Söldnerin Ana Khouri und die Besatzung des Schiffes „Sehnsucht nach Unendlichkeit". Und dann gibt es da noch diesen rätselhaften, gespenstergleichen Virus „Sonnendieb", der auf dem Raumschiff sein Unwesen treibt. Schnell merkt man wie diese Handlungsstränge - eigentlich miteinander unvereinbar - aufeinander zu laufen und sich ein Konflikt anbahnt. Für mich durchaus ein nicht zu unterschätzendes Spannungselement dieses Buches. Aber damit kommen wir auch schon zu den negativen Punkten dieses Buches: Im Zentrum der diversen Handlungsstränge steht unser Protagonist Sylveste, in den Alastair Reynolds für meinen Geschmack einfach zu viel hineinpackt. Der Spross einer im ganzen Universum berühmt-berüchtigten Familie, genialer Wissenschaftler, Archäologe und Abenteurer, der ganz nebenbei (zumindest am Anfang) auch noch politischer Führer der Kolonie auf Resurgam ist und in der Vergangenheit selbst die tödlichsten Gefahren unversehrt überstanden hat - für mich einfach ein bisschen zu viel und zu dick aufgetragen, um daraus einen glaubhaften und realistischen Charakter zu machen. Und einige Spannungs- und Konfliktknoten, die Reynolds geschickt aufbaut, lösen sich für meinen Geschmack zu einfach auf (wie etwa die wahre Identität der mysteriösen Mademoiselle um nur ein Beispiel zu nennen). Außerdem lässt Reynolds einiges an erzählerischem Potenzial aus, wozu ich mir gern mehr Details und Hintergründe gewünscht hätte (z.B. was wirklich bei den Schleierwebern geschah), aber das Buch ist mit seinen fast 800 Seiten auch so schon lang genug. Völlig unverständlich ist für mich, wie für einige andere Rezensenten, das Personenregister am Anfang in dem schon mal vorab verraten wird, wer von wem getötet wird oder wer was im Schilde führt. Ich kann nur davon abraten, dieses Personenregister zu lesen. Nichtsdestotrotz bekommt das Buch von mir 4 Sterne, weil es gelungene und spannende Unterhaltung bietet, die Lust auf mehr macht.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ungewöhnliche Space Opera, 19. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Unendlichkeit. (Taschenbuch)
Ein wirklich interessanter SF Roman, den man nicht so einfach aus der Hand legt, wenn man sich erstmal in die Welt von "Unendlichkeit" eingewöhnt hat. Vieles wirkt ungewohnt und fremd - sogar die Menschen sind teilweise deutlich fremdartiger als die Aliens in anderen Romanen. Die Charaktere entsprechen keinem Gut/Böse Schema, man kann eigentlich nicht mal einen Protagonisten als uneingeschränkt sympathisch bezeichnen - aber das macht die Charaktere in einer generell düsteren Atmosphere durchaus glaubhaft. Die Scenerien sind sehr detailiert beschrieben und geben der Story tiefe. Ein gelungenes Erstlingswerk.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Tolle Ideen, aber zu lose verkettet, und mäßig belebt, 26. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Unendlichkeit. (Taschenbuch)
Unendlichkeit ist ein starkes SF-Debut, dass sich vor allem an Fans von Hard-SF wendet. Die Grundidee präsentiert sich sehr reizvoll und birgt viele Interessante Ansätze in einer ordentlich ausgebauten Welt, aber: a) Die Handlung verfängt sich mehrfach in Seitensträngen, die sich zwar teilweise recht spannend entfalten, aber kaum zum Verständnis der ursprünglichen Problematik beitragen (die geheimnisvolle Auftraggeberin von Khouri). b) Die handelnden Personen beschränken sich auf einen angenehm kleinen, und überschaubaren Kreis. Allerdings kommen sie dem Leser nicht so nahe, dass sich aus der Nähe zur Person Spannung entwickeln könnte. Grundsätzlich bleiben sie recht blass und abweisend, teilweise kommt es dem Leser vor, als ob sie nur ein notdürftiges Mittel sind, um die Handlung voran zu treiben, bzw. Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten (Pascale) c) Die Auflösung ist wohl Geschmackssache, und wirkt auf mich etwas unbefriedigend, bzw. unausgegoren, auch wenn der Weg zum Ziel zu den besten Etappen des Romas zählt. Da ich auf die Nachfolger-Bände hoffe, sich hoffentlich noch einige Lücken in der Story schliessen, und die vielversprechende Welt noch ausgebaut wird, möchte ich den Roman allen Freunden des Genres empfehlen. Allerdings sollte man sich vor einem Vergleich mit D.Simmons oder P. Hamilton hüten, das wird vielleicht noch, aber bisher...?
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