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Unearthed
 
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Produktinformation

  • Audio CD (15. Dezember 2003)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 5
  • Format: Box-Set
  • Label: Island (Universal)
  • ASIN: B0000TLA9Q
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (36 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 3.680 in Musik (Die Bestseller Musik)

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2. I Shall Not Be Moved
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Alle 15 Titel anzeigen.
Disk: 5
1. Delia's Gone
2. Bird On A Wire
3. Thirteen
4. Rowboat
Alle 15 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Unearthed dokumentiert mithilfe von fünf faszinierenden CDs, wie Johnny Cashs mittlerweile legendäre Aufnahmen für American Recordings entstanden. Vier der CDs präsentieren bisher unveröffentlichtes Material, das aus den berühmten, von Rick Rubin produzierten Sessions stammt.

Diese unkonventionellen Tracks mit ihren Ungereimtheiten, aber auch vielen genialen Momenten erlauben einen Einblick in die Konzeption, Zusammenstellung und Produktion von Cashs letzten Platten. So kommen zum Beispiel interessante Duette zu Stande: Auf "Father & Son" von Cat Stevens tritt Fiona Apple als Gastsängerin in Erscheinung und auf Bob Marleys "Redemption Song" fungiert der inzwischen verstorbene Joe Strummer als Cashs Partner. Beide Tracks sind zwar nicht die monumentalen Songs wie andere Cover-Versionen aus dieser Phase (etwa Cashs fantastische Interpretationen von Songs von Nick Lowe, Will Oldham oder Danzig), aber zweifellos hörenswert.

Am packendsten sind allerdings die zahlreichen Traditionals, die dem Mann in Schwarz eindeutig besonders am Herzen lagen. "Banks Of The Ohio", Billy Joe Shavers "Old Chunk Of Coal", Stephen Fosters "Hard Times" sowie die ganze CD mit bisher unveröffentlichten Gospelsongs bergen starke Aussagen und man ist dankbar, Cash noch einmal singen zu hören, wie er es sich gewünscht hatte, obwohl er sowohl gesundheitlich als auch stimmlich schon geschwächt war. Die letzte CD dieser imposanten Kollektion enthält eine Auswahl von Tracks, die auf den vier Alben bei American Recordings erschienen, und erinnert daran, wie revolutionär diese Sessions waren.

Wertvoll an dieser beeindruckenden Box ist auch das äußerst umfangreiche Beiheft mit liebevoll zusammengestellten Essays und Anekdoten, die die Entstehungsgeschichte dieser vielfältigen Songsammlung verdeutlichen. --Jason Verlinde

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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Vermächtnis, 6. Juli 2004
Von Ein Kunde
Schon die luxuriöse Verpackung ist für die Ewigkeit gefertigt: ein gebundenes, hundertseitiges Textbuch rekapituliert Cashs märchenhaften Höhenflug im Seniorenalter, liefert haufenweise Fotos und lässt zahlreiche Studio-Protagonisten zu den insgesamt 79 Songs zu Wort kommen. Kartonierte CD-Einfassungen in einem zweiten Buchformat komplettieren das edle Set.

Auf den ersten Blick ist die ganze Geschichte vor allem Audio-Futter für die Hardcore-Fanfraktion, schließlich reden wir von satten 65 Euro Anschaffungskosten. "Unearthed" ist dennoch als eigenständige Veröffentlichung zu verstehen, trotz der beiliegenden, obligatorischen "Best Of American"-Scheibe, falls jemand noch nicht alle vier Grammy-veredelte Cash/Rubin-Produktionen sein Eigen nennt. "My Mother's Hymn Book", Titel der vierten CD, beinhaltet ein unveröffentlichtes Gospel-Album, Cashs Lebenstraum, seit er 1955 bei Sam Philipps als Gospelsänger vorstellig wurde und eine Abfuhr kassierte.

Hier deutet sich vielleicht an, wie das geplante, zukünftige Cash/Rubin-Werk geklungen hätte, zumindest hatten der Mann in Schwarz und der Mann ohne Schuhe dem "Man Comes Around"-Nachfolger bereits den Arbeitstitel "The Black Gospel Album" verpasst. "My Mother's Hymn Book" sang Cash jedoch bereits 1996 während der Arbeiten an "Unchained" ein, als Hommage an seine Mutter, die ihm die meisten der Gospelhymnen bereits im Kindesalter vorgetragen hatte.

Manche eignete sich der notorische Radiohörer Cash auch selbst an, als Teenager auf den "cotton fields". Heraus kommen melancholisch-ruhige Songs rund um die unumstürzlichen Themen Jesus, Lord, Jordan und Heaven, von Cashs noch fester, modulationsreicher Stimme ausdrucksstark vorgetragen.

Die übrigen drei Scheiben geben dagegen Einblick, was sich in Rick Rubins Wohnzimmer in den 90er Jahren so abgespielt hat. Hier schaute der 60-jährige Sänger 1992 erstmals vorbei, nachdem ihn der Produzent kurz zuvor backstage nach einer Show überredete, mit ihm ein Album für "American Recordings" aufzunehmen.

Eine der unzähligen Booklet-Anekdoten weiß, wie Rubin während der "Wildflowers"-Aufnahmen Rat bei Tom Petty suchte: "Johnny Cash unterschreibt vielleicht bei mir. Was hältst du davon?" Worauf Petty nur stammelte: "Mein Gott, nimm ihn unter Vertrag, noch heute. Los, mach schon!"

Aus jenem magischen Wohnzimmer bekommen wir nun größtenteils knapp 50 Songs vorgelegt, die zur Hälfte meist unbekannte Cash-Nummern aus alten Zeiten und neue Song-Vorschläge Rubins beinhalten, die es nicht auf ein Studioalbum geschafft haben. Kolossal überstrahlt die "Heart Of Gold"-Coverversion Neil Youngs die gesamte Cash-Box, obendrein eine einzigartige Koproduktion mit den Chili Peppers: eingespielt bereits 1993 mit Flea und Chad Smith lagerte das Juwel jahrelang in Rubins Archiven, bis letztes Jahr zufällig John Frusciante vorbei schaute und gleich zwei seiner göttlichen Minimal-Soli aufs Band spulte.

Nicht minder herausragend ist Youngs mit Streichern versehenes "Pocahontas" oder die beiden mit Rock'n'Roll-Legende Carl Perkins eingespielten (!) Songs "Everybody's Trying To Be My Baby" und "Brown-Eyed Handsome Man". Groovender Geschichtsunterricht zweier Memphis-Boys. So ähnlich fühlten wohl auch die Mitmusiker von Tom Pettys Heartbreakern, die sich laut Rubin beinahe in die Hosen machten, als Perkins den Raum betrat.

Auch Clash-Legende Joe Strummer holte sich Rubins Anwesenheitserlaubnis ein, allerdings ursprünglich nur, um hinter der Studioglaswand kauernd seinem Idol beim Performen zuzuschauen. Bis Cash ihn zu einem Duett aufforderte.Auch "Redemption Song" kann das enorm hohe Cover-Level halten und überzeugt gegenüber der Marley-Version mit einer ausgewogeneren Instrumentierung.

Dafür sprechen der knarzige Blues von "'T' For Texas" (Jimmy Rodgers), der erfrischende Rockabilly des Roy Orbison-Covers "Down The Line" oder das mit Nick Cave eingespielte "Cindy" eine eigene Sprache. Johnny Cash, a singer of songs. Und irgendwie kriegt man einfach nicht genug davon und beim Hören im Auto geht die Sonne gleichzeitig auf und unter.

Was bleibt abschließend zu sagen? Vielleicht, dass sich jegliche Debatten über den Kaufpreis dieses Mammut-Werks schlichtweg verbieten. Der Mann aus Tennessee hatte selbst in schwächeren Momenten noch so viel Seele zu geben, dass weniger als ein Euro pro Song einem absoluten Dumping-Preis gleich kommt. Und dann noch die Aufmachung ... ach: Bow down and worship! In Ewigkeit. Amen.
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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Weltklasse, 18. Januar 2006
Musikalisch braucht man nichts zu sagen, besonders Unearthed vol. 1 und 2 können mit den American Recordings 1-4 mehr als nur mithalten, teilweise sind auch ziemlich gelungene Experimente enthalten, die nicht unbedingt typisch für die Herangehensweise der American Recordings sind (z.B. das fantastische 'Heart Of Gold' mit den Red Hot Chili Peppers inklusive Gitarrensolos von John Frusciante !), aber gerade diese überzeugen voll und ganz. Wer die Aufnahmen von Johnny Cash mit Rick Rubin schätzt, kann hier bedingungslos zugreifen, die Qualität der Songs ist auf absolut hohem Niveau.
Alleine die 5. CD könnte man evtl. für überflüssig halten, da sie ein Best Of der American Recordings darstellt. Ich würde jetzt mal behaupten, dass die meisten Käufer von Unearthed die American Recordings 1-4 besitzen, aber wer weiß das schon...Leute die dies nicht tun und Johnny Cash gut finden, haben also einen weiteren guten Grund Unearthed zu kaufen.
Was den Preis angeht möchte ich folgendes sagen:
Richtig, das Ding ist nicht ganz billig, allerdings vergessen hier einige 'Kritiker', dass man mit Unearthed nicht nur einfach 5 CDs kriegt...
enthalten ist ebenfalls ein hochinteressantes Buch, welches erstmal über 40 Seiten mit Kommentaren von Johnny Cash und Rick Rubin über ihre Zusammenarbeit und das ganze 'Drumherum' um die American Recordings-Aufnahmen glänzt, und des weiteren etliche Seiten mit Kommentaren der beiden und mancher Mitmusiker über jeden einzelnen Song von Unearthed enthält. Das Buch ist liebevoll gestaltet und mit guten Fotos versehen.
Insgesamt ist die Box eine mehr als lohnenswerte Sache.
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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unearthed - Alles andere als Ausschußmaterial, 1. Juni 2006
Der in stabilem, schwarzem Leinen gebundene Schuber beinhaltet zwei, im gleichen Design gehaltene Bücher. Im ersten befinden sich zahlreiche schwarz-weiß Fotos und Statements zu den Sessions. Jeder einzelne Song der 4 CD's wird angesprochen, meist von Rick Rubin und Johnny Cash (oft auch von der Cash-Tochter Rosanne). Im zweiten Buch befinden sich 5 Hüllen aus Karton (die im Design wie alte Schallplattenhüllen gehalten sind) in denen die Cd's stecken. Also, Aufmachung wirklich sehr schön, nun zum Inhalt.

Die erste CD "Who's gonna cry" ist das, was ich als den kleinen Bruder der "American Recordings I" bezeichnen würde. Also nur Johnny und Gitarre. Der Großteil der Lieder ist von ihm selbst geschrieben, einige davon, wie zum Beispiel "Long Black Veil" oder "Dark as the dungeon" hat er in anderen Versionen bereits auf früheren Alben veröffentlicht (z.B. dem absolut empfehlenswerten "At Folsom Prison"). Das Album klingt sehr homogen, alle Songs sind auf hohem Niveau (Ausreisser nach oben wie auf American I, wie z.B. "Drive on" gibt es allerdings nicht). Trotzdem, wer American I mochte wird auch dieses Album mögen.

Auf CD Nummer 2 "Trouble in Mind" sind alle Songs gelandet, die nirgends sonst draufgepasst haben. Deshalb ist es wohl auch das am wenigsten runde Album der Box, allerdings mit einigen wirklichen Perlen.
Mit "Down The line", "Moving On", "Everybody trying to be my baby" oder "Brown-Eyed Handsome Man" enthält es einige wirkliche erstklassige Rock N' Roll-Songs der alten Schule.
Doch die wirklichen Highlights der Platte sind eher die, die völlig aus der Reihe fallen und allein deshalb auf keinem der "offiziellen" Alben einen Platz gefunden haben. Zunächst einmal der schwebende und atmosphärische Opener "Pocahontas" von Neil Young. Die wundervolle Version von Dolly Partons "I'm a drifter", "As long as the grass shall grow" zusammen mit Ehefrau June. Der Bluessong "Devils Right Hand" nur begleitet von der rauen elektrischen Gitarre von Smokey Hormel.
Der absolute Höhepunkt allerdings ist "Heart of Gold" von Neil Young. Aufgenommen 1994 mit der Rhythmusfraktion der Red Hot Chilli Peppers (Chad Smith an den Drums und Flea am Bass). 10 Jahre später spazierte dann RHCP-Gitarrist John Frusciante ins Studio und legte ein paar einfache, melodiöse Gitarrensolos darüber. Großartig! Warum dieser Song nicht früher veröffentlicht wurde ist schnell klar. Fürs 94er "American I" wäre er viel zu rockig gewesen, und auch auf den anderen 3 Alben wäre er als Fremdkörper herausgestochen. Umso schöner, daß er doch noch seinen Weg an die Öffentlichkeit gefunden hat. Für mich so ziemlich der einprägsamste Song der gesamten Box (eigentlich einer der Besten der gesamten American Recordings-Reihe).

CD 3 "Redemption Songs". Für mich im Gesamten gesehen das beste Album der Box. Es kann auch dem Vergleich mit den offiziellen 4 Alben standhalten. Trotz der unterschiedlichen Stücke und der vielen Duette wirkt es sehr geschlossen und aus einem Guss. Mit dem Opener "Singer of Songs" bringt Johnny gleich seine Karriere auf einen Punkt, nämlich kein Heiliger zu sein und keiner der es besser weis, sonder einer der nur seine Lieder singt. Sehr schöner, ruhiger Einstieg. "Redemption Song" mit Joe Strummer von The Clash ist dann schon das nächste Highlight. Wesentlich besser instrumentiert als das Orginal. "Father und Son" (mit Fiona Apple) klingt beim ersten mal hören erst mal eher wie ein Einsingen, Man denkt er zersingt die Melodie ein wenig, aber nach mehrmaligem hören gewinnt es unglaublich an Reiz. "Witchita Lineman" kannte ich schon von der Hurt-Maxi, vielleicht gefällt er mir deshalb so gut. "Cindy", sein zweites Duett mit Nick Cave nach "I'm so lonesome I could cry" - gefällt mir aber viel besser. Ein unglaublich fröhlicher Gutelaunesong für zwei solche Melancholiker. "Big Iron", die Geschichte vom Ranger mit dem "big iron on his hip" auf der Jagd nach Texas Ray - ein Westernduell in 3 1/2 Minuten - Geheimtip. Und mit "You are my Sunshine" kann man eh nichts falsch machen.

Volume 4 "My Mothers Hymn Book": Nun muss ich zum ersten Mal kritische Töne anschlagen. Ein Album mit Gospelsongs wollte Cash schon in den 50ern aufnehmen. Sam Phillips hat ihm das noch ausreden können, aber Rick Rubin hatte dann doch wohl Mitleid. Wieder ein Album, nur Johnny mit Gitarre. Allerdings ist das ganze noch reduzierter als American 1. Die Gitarre minimal und die Melodien geben einfach nicht so viel her. Was natürlich auch daran liegen mag, daß man wenige der Songs kennt. Nicht dass man mich falsch versteht, das Ganze ist nicht schlecht, aber eben weit unter dem Standard, den er mit den anderen Alben vorgelegt hat. Vielleicht muss man es ja öfter hören, mag ja sein, trotzdem für mich das schwächste Album der Reihe.

Zu Album Nr. 5 "Best of" muss man eigentlich nicht viel sagen, über Sinn und Unsinn lässt sich streiten, stören tut sie aber ja eigentlich auch nicht wirklich. Die Auswahl ist im Großen und Ganzen vertretbar. Von jedem der 4 American-Alben wurden 3-4 Songs ausgewählt. Von American 1 wären noch "Beast in Me" und besonders "Drive on" Alternativen gewesen. "The One Rose" von American II häts nicht unbedingt gebraucht, stattdessen eher das wundervolle "Meet me in Heaven" oder das mitreisende "Kneeling Drunkards Plea". American III - "Won't back down" und "I see a darkness" wären auch noch gut gewesen.

Der Preis scheint ja für viele ein gewichtigeres Kriterium zu sein als die Musik. Ich beobachte die Box schon seit ihrer Veröffentlichung, und seitdem hat der Preis Sprünge von 70-120 Euro hingelegt. Ich selber habe sie dann für 75 gekauft, was ich als (gerade noch) im Rahmen betrachte. Allerdings muss ich sagen, umgerechnet auf Euro pro Song, bzw. auf Euro pro CD-Durchlauf hat sich bei mir das Ganze auf jeden Fall jetzt schon gerechnet. Also, am besten machen wie an der Börse - Kaufen wenn der Preis ganz unten ist.

Im Juli erscheint "American V - A Hundred Highways", die wohl endgültig letzte CD der American Reihe. Auf Unearthed sind die "Outtakes" von American I-IV. Auf Nummer V die Lieder, die er zwischen Junes und seinem Tod noch aufgenommen hat. Ich für meinen Teil werde sie auf jeden Fall kaufen - nicht aus wilder Sammelwut, sondern weil jedes der Alben wieder ein Meisterwerk ist. Ich sag nur "Danke Johnny, dafür das du in einem Alter in dem andere ihren Ruhestand in Florida verbringen, nochmal alles gegeben hast und die Messlatte noch ein Stück nach oben gelegt hast. Und natürlich "Kaufen, kaufen, kaufen" - Kauft die Box, sie ist jeden Cent wert.
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