1934 hat Max Ernst diese surrealistische Novelle in Collagen in Paris veröffentlicht. In 184 Abbildungen die er in einem sehr präzisen Kollageverfahren zusammengestellt hat, die Originale stammen aus viktorianischen Romanen und Enzyklopädien, erzählt er Geschichten von den Abgründen der menschlichen Seele aber vielleicht auch nicht. Die Geschichte formt sich nämlich erst in der Abfolge der Bilder in der Phantasie des Betrachters. Daher kann und soll ich über den Inhalt nichts sagen, nur die äußere Struktur der Bilderabfolge in dieser Novelle kann ich anführen, sie ist in Fünf Bücher unterteilt und diesen die Tage der Woche zugeordnet (1.Buch - Sonntag, 2. Buch - Montag,..., 5. Buch - Donnerstag, Freitag und Samstag), jedem Tag ist ein Element zur seite gestellt (Sonntag - Schlamm, Montag - Wasser, Dienstag - Feuer, Mittwoch - Blut, Donnerstag - Schwärze/Finsternis, Freitag - die Sicht und Samstag - das Unbekannte) den einzelnen Tagen wiederum folgt eine Leitfigur so z.B. der Löwe und der Hahn und so können in den einzelnen Kapiteln löwenköpfige Männer oder Vogelmenschen zu Hauptakteuren werden und im Rausch der Leidenschaft und Urinstinkte Verbrechen geschehen.
Am besten einfach in die hypnotische Atmosphäre eintauchen und am Ende geläutert aus den Tiefen der Seele aufsteigen.
Das Format lässt es zu in die Details der Abbildungen zu sinken, allerdings ist die Papierqualität dem Kunstgenuss nicht förderlich, aber bei dem Preis ist das wohl zu verkraften.
Ein tolles Werk und ein Schnäppchen obendrein.