Wow, der Junge ist erst 21 und liefert schon so etwas ab - man kann auf die Zukunft gespannt sein, aber "Undiscovered" ist es auch wert, entdeckt zu werden. Ich habe in letzter Zeit selten ein Album gehört, wo der Musiker anscheinend so sehr weiß, was er tut (vielleicht noch Jamie Cullum, John Mayer Trio oder Jack Johnson). Wobei James Morrison nicht so weit in den Jazz geht wie Jamie Cullum, nicht so weit in den Blues wie John Mayer und um einiges druckvoller als Jack Johnson ist - aber die besten Qualitäten von allen dreien mitbringt, und noch eine gute Portion Soul dazumischt. Viele grandiose und ausgefeilt arrangierte Nummern wie z.B. Wonderful World, Under the Influence und Call the Police reißen direkt mit. Seine Balladen sind so gut, dass sie einen schon fast ins Selbstmitleid gleiten lassen. ;) Wer musikalisches Fast Food einfach leid ist, hat hier quasi ein liebevoll zubereitetes Festmahl, das musikalisch Leib und Seele zusammenhält. Und wer bei dieser Platte nichts fühlt, sollte sich vielleicht mal untersuchen lassen. Man darf für die Zukunft gespannt sein, denn er hat viel zu viel Substanz, viel zu viel zu sagen, viel zu viel Können, als dass er ein One-Hit-Wonder sein könnte.