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Underworld (Englisch) Gebundene Ausgabe – 3. Oktober 1997

210 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 832 Seiten
  • Verlag: Scribner; Auflage: First Printing (3. Oktober 1997)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0684842696
  • ISBN-13: 978-0684842691
  • Größe und/oder Gewicht: 16,7 x 4,9 x 24,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (210 Kundenrezensionen)
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Dieser Titel ist in englischer Sprache.
Während Eisenstein die Kräfte des Totalitarismus und des Stalinismus auf die Gesichter der russischen Völker dokumentierte, bietet DeLillo ein atemberaubendes, zuweilen überwältigendes Dokument der geeinten Gewalt des Kalten Krieges und der amerikanischen Kultur. Er verabschiedet sich dabei von der Sachlichkeit, indem er die Ereignisse und die Menschen wunderbar und zugleich schrecklich findet. Unterwelt beginnt mit einem sehr gefälligen Vorwort, das einem den Atem verschlägt -- der Schauplatz ist das Baseball-Meisterschaftsendspiel zwischen den Giants und den Dodgers im Jahre 1951. Geschrieben in einem Stil, den DeLillo "Super-Allwissenheit" nennt, nehmen die Sätze ihren Lauf, als der junge Cotter Martin die Sperre zur Pressetribüne überspringt, über die Radiowellen aufsteigt, hinaus auf das Spielfeld läuft, auf das Mal zuschlittert, um einen schnellen Ball abzufangen, in die Tribüne springt, in der J. Edgar Hoover zusammen mit einem betrunkenen Jackie Gleason und einem unwirschen Frank Sinatra sitzt, und dort von der zweiten Zündung einer Atombombe durch die Sowjetunion erfährt. Es ist ein völlig überwältigender literarischer Augenblick. In dem Moment, da Bobby Thomson den von Branca geworfenen Ball in Cotters ausgestreckte Hand schlägt -- der "Schuß, der in der ganzen Welt wahrgenommen wurde" -- und sich Jackie Gleason auf Sinatras Schuhe erbricht, werden die Ereignisse der nächsten Jahrzehnte in Gang gesetzt, alle miteinander verbunden durch den Baseball, der immer wieder den Besitzer wechselt.

"Es fällt alles unauslöschlich in die Vergangenheit," schreibt DeLillo -- eine Vergangenheit, die er scharfsinnig, sorgfältig und in reizender Weise zurückruft und rekonstruiert. Ein plötzlicher Sprung vom Giants-Stadion in die Wüste von Nevada 1992 -- Nick Shay, der mittlerweile den Baseball besitzt, kommt wieder mit der Künstlerin Kara Sax zusammen. Sie hatten 40 Jahre zuvor eine kurze und wenig erfolgversprechende Liebesbeziehung, und es sind in erster Linie die Ereignisse, die Nebenwirkungen und die zufälligen Begegnungen ihrer Vergangenheit, durch die DeLillo das Erlebnis des Kalten Krieges filtert. Er glaubt, daß "globale Ereignisse die Art und Weise, wie wir leben, bis in die kleinsten Details verändern können", und als das Buch zurück ins Jahre 1951 schreitet, können wir im Laufe der folgenden etwa 800 Seiten genau sehen, wie diese Ereignisse unser Leben verändern. Dieser sich rückwärts bewegende Erzählstil erlaubt es dem Autor, den Abfall der Geschichte und der Popkultur beiseite zu räumen, bis die reinen Elemente der Geschichte übrigbleiben: die Bombe, Baseball und die Bronx. Im Nachwort, das genauso atemberaubend und überwältigend ist wie das Vorwort, spult DeLillo in eine nahe Zukunft vor, in der schonungsloser Kapitalismus, das Internet und ein neuer unterdrückter Glauben die Mischung aus Schrecken und Euphorie des Kalten Krieges ersetzt haben.

Mit Bruchstücken und miteinander verflochtenen Geschichten -- darunter Geschichten von Straßenkillern, Künstlern, Prominenten, Gangstern, Nonnen und diversen anderen -- schafft DeLillo ein zerbrechliches Netz von miteinander verwobenen Erfahrungen, einen kommunalen Zeitgeist, der -- wunderbar herausgearbeitet -- die ganzen unschönen fünf Jahrzehnte amerikanischen Lebens umfaßt.

Pressestimmen

Michael OndaatjeAuthor of "The English Patient"You pick up and travel with DeLillo anywhere -- the bliss of a baseball game, the meeting of old lovers in a desert. He offers us another history of ourselves, the official underground moments. He smells the music in argument and brag. He throws the unbitten coin of fame back at us. The book is an aria and a wolf-whistle of our half century. It contains multitudes. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 23. Juli 2000
Format: Taschenbuch
I won't attempt any kind of meaningful literary criticism, you can find that in other reviews (beware, it is obvious many of the published reviewers have not read the whole book) and comments, and I'm not up to it. But I will try to explain what the book is. This is the story of America's past 50 years, told from a unique perspective (kind of like a hyperactive eye of God with a 5 minute attention span). This results in a series of interconnected short stories travelling back and forth in time, connected by ephemera (a baseball, garbage, TV shows, and the degrees of separation of all the characters). The story is discovered by tracing these connections, which are made by the actions of the characters (the story is not really about the characters, but about explaining the effects of different forces on their lives).
The book switches between styles frequently. The most disturbing thing many people may find are the switches between first and third person. However, people accept these changes in viewpoint in films... Next is the repetition. However this serves to illuminate the connections between the characters' experiences, and also help the jog the reader's memory to something that happened 300 pages ago. Don't be put off by the change in style after the relatively accessible and electric first chapter, either.
Making it to the end of this book is difficult, because there is barely a sentence that does not serve to illuminate the story in a way that makes you stop and think. But if you do, it should make you think differently about life, what more can you ask for?
Perhaps the most impressive feature of this book is that the author managed to keep it coherent despite its massive size and scope, finally resolving all of the interconnected sequences of events spawned in the first chapter. It is a demonstration of rare talent.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Matthew A. Goodin am 28. Juni 2000
Format: Gebundene Ausgabe
Don Delillo does not traffic in plot-driven novels. Delillo specializes not in creating "stories", but in creating vignettes, in creating moments full of weight, intensity and the impact of history. In Underworld, Delillo has brought this specialty to a stunning apotheosis. As a result, attempting any meaningful summary of the plot is not only nearly impossible, it is entirely beside the point.
The opening 100 or so pages - impressionistically describing the final game of the 1951 pennant race between the Dodgers and the Giants as attended by J. Edgar Hoover, Jackie Gleason and Frank Sinatra - is an absolute tour de force: quite possibly the best 100 pages of any book in the last ten years. The omniscient narrative flows effortlessly back and forth between Hoover et al. to Cotter, the man who catches the "shot heard 'round the world." From there, the book jumps forward to the present day (or thereabouts) and flows backward through time, loosely following the caught baseball as it passes hands over the years.
All of this, however, is simply the armature which Delillo uses to explore his central theme: what living with the bomb for the last 40-50 years has done to us as a country, as a culture, and as a society. Using the Bronx as his guide (although one gets the feeling that the Bronx guides Delillo as well), Delillo suggests that the Cold War has created irreparable rifts in our society, has diminished our sense of "connectedness" to each other, has destroyed our sense of community. In his evocative epilogue, Delillo clearly hints that the Internet may create or exacerbate similar ill-effects in the future (I emphatically agree, as I sit here and type out a review that will only be seen over the Internet).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von express am 19. April 2013
Format: Taschenbuch
DeLillo's 11th novel (published 1997) is a hefty tome, dealing with the Cold War and the strangeness of American life during that era, focusing between psyche and panoramic overview, but there are also anticipations of growing terrorism in the new millennium. The author's constant shifts while creating a patchwork of the culture in the second half of the 20th century make a review a rather difficult task. The book only seems to center on Nick Shay who is the source of various storylines that are too kaleidoscopic to get a grip on. In a very loose way they connect on a basis of general paranoia and disconnection.

The book opens with a cinematic display of the historic baseball playoff in which the Giants beat the Dodgers. The pitch by Brooklyn Dodger Ralph Branca to New York Giant Bobby Thomson, who won the game in a hit known as "The Shot Heard Round the World." Well, it's October 3, 1951, the same day America learns the Soviet Union has exploded an atomic bomb. This serves DeLillo as a way to demonstrate that two shots are heard around the world and a connection exists between the individual psyche and the realities of the cold war, how the political and the global world invade private lives and how individual events can shape world history. These two events will resonate throughout the book and along the way DeLillo tosses in a large crowd of real-life figures and historical events.

As this is Don DeLillo, the book comes with enough irony and satire to satisfy even the most misfortunate misogynist. In the Sonora Desert we find acres of decommissioned military aircraft taken over by a tribe of avant-garde painters who try to transform them into works of art. We meet a notorious graffiti artist who roams the underground of New York.
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