Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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65 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Reicht an die beiden Vorgänger nicht heran..., 13. August 2009
Die ersten beiden Underworld-Teile waren düstere, actiongelande und durchaus sehr "blutige" Filme, die jedes Fanherz haben höherschlagen lassen. Der dritte Teil der Saga liefert hingegen sehr durchschnittliche Kost ab. Der Plot ist schnörkellos und uninnovativ. Der Spannungsbogen wird auch nicht wirklich strapaziert. Die Effekte sind gelungen, aber auch nicht wirklich überragend, eher im Gegenteil wirkten die Kulissen doch teilweise auf mich, als seien sie aus irgendeiner TV-Serie importiert worden, und auch die Darsteller liefern sehr solide Handarbeit ab.
Einziger Lichtblick hierbei ist Kate Beckinsales-Nachfolgerin Rhona Mitra. Sie sieht nicht nur besser aus als Beckinsale, sie spielt auch besser (zumindestens im Rahmen drehbuch-bedingten Möglichkeiten). Alleine aus diesem Grund lohnt es sich trotzdem den Film anzusehen - wer allerdings noch Wert auf den Rest des Films, besonders in Sachen Handlung und Action legt, sollte seine Erwartungen besser auf ein gut-gekühltes Bierchen herunterschrauben. Außerdem Fan von "Verbotene Liebe" sein. Denn außer viel Düsternis hat der Film in dieser Hinsicht nicht mehr zu bieten als die o. g. Seifenoper. Selbst die Actionszenen kommen im Vergleich zu den Vorgängern sehr "gemäßigt" daher.
Schade, aber "Underworld: Aufstand der Lykaner" schafft es mit Ach und Krach nur über die 3-Sterne-Hürde.
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121 von 167 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Sabotage am Set: Hallo Herr Regisseur!, 23. Juni 2009
"WAS FÜR EIN TRAILER!!" dachte sich der hoffnungslos Underworld-Begeisterte in mir. Als eingefleischter Fan, der einst sogar begeistert ein Poster an die Wand tackerte, hieß es nach dem obergenialen Underworld und dem zumindest visuell begeisterndem Underworld Evolution einmal mehr ran an den Feind.
Die Story
Stets von Düsternis umwoben, beginnt der Film mit Blick auf eine gewaltige Bergfestung, in der die mächtigen Vampire ihr dekadentes Leben genießen, während außerhalb der Feste wilde Werwölfe das Land terrorisieren. Um ihrer Verwundbarkeit durch Sonnenlicht zu trotzen, züchten sie Lykaner: Menschen, die sich in Werwölfe verwandeln können und nunmehr versklavt als Tageslichtwächter der Vampire dienen. Der erste von ihnen war Lucian, ein treuer aber stolzer Sklave, dessen Affinität zu Sonja, der eigensinnigen Tochter des Oberhauptes Viktor, den Keim einer Rebellion in sich tragen soll.
Kurz und knapp
Hasenfüßig, halbherzig, blass und blutarm sind die ersten Worte, die mir sofort einfallen, wenn ich diesen Film charakterisieren müsste. Wie so viele ambitionierte Filme war das Potential schier unendlich...und konnte nur durch radikale Sabotage und Demontage eines gnadenlos dilettantischen Regisseurs zerholzt werden. Aber das passiert wohl, wenn Len Wiseman den bisherigen Special-Effects-Kreator auf den Regisseurssessel und sich selbst auf die faule Haut setzt.
Der Mythos
Vampire und Werwölfe sind ein Mythos und wurden nach hoffnungsvollem Anfang auch gelungen entmythisiert. Bereits in den ersten fünf Minuten ist alles erklärt, was aus den vorherigen Filmen bereits unfassend bekannt ist. Die Herkunft der Lykaner, ihr Sklavendasein, der Werdegang Lucians und seine geheime Liebesgeschichte mit Sonja. Kurz dargelegt, nicht vertieft und schnell wieder beerdigt. Das Geschehen bleibt auf die Burg konzentriert und konzentriert sich allein auf Lucian, dessen Entwicklung völlig aus der Luft gerissen wird. Die Vampire sind lächerliche Geschöpfe, die keinen Background erhalten und großteils wie misslungene Frisurkarikaturen aus "Zohan" ausschauen. Die Lykaner bleiben auf schwitzende Statisten reduziert, keine Überraschungen, keine ausgefeilten Wendungen. Stattdessen werden unglaubwürdige Intrigen zur Zeitüberbrückung konstruiert, bis Lucian, der schlimme Finger, endlich erwischt wird und den großen Aufstand ausrufen darf. Wozu er letztendlich soviel Zeit brauchte, bleibt dem Zuschauer verschlossen. Jedenfalls nicht zur Charakterentwicklung.
Die Charaktere
Overacting in Vollendung. Michael Sheen als Lucian hat trotz seiner eher schmächtigen Gestalt eine ungeheure Ausstrahlung und bietet an sich eine großartige Performance, die vom Drehbuch aber leider nach Kräften erfolgreich sabotiert wird. Ständig muss er hohle Reden halten und albernes unausgegorenes Geschwätz von sich lassen. Stichwort Ausbruch: Brüllt der Bursche doch tatsächlich ein "SEID IHR DABEI!", was mich eher an den Kapitän von Kickern in der Champions League als an einen Anführer von Werwölfen erinnerte. Pathetisches Gefasel der hohlsten Art ließ mich aufstöhnen. Allein die Szene, wenn das Genie einen Haufen Bauern rekrutiert, um gegen die Elitetruppen der Vampire anzutreten: "Sie folgen nicht mir, sie folgen der Freiheit." Na klar doch. Bill Nighy, der mich bisher mit einer grandiose Mimik als charismatischer Vampirfürst hinweggerissen und immer mit kreuzfideler Freude als Billy Mac bei "Tatsächlich Liebe" erfüllt hatte, wird völlig verdreht. Viele kurze Szenen ohne Zusammenhang zwischen Macho-Geschwätz und Softie-Daddy, einmal gnadenlos, dann wieder fürsorglich, bei dessen Heulszene ich nur noch unfreiwillig lachen konnte. Die Dritte im Bunde - Rhona Mitra - ist vom Scheitel bis zur Sohle die trotzig stolze Vampirprinzessin. Wow! - aber was die Frau von sich geben muss. Als stolze Kriegerin der helle Wahnsinn, wurde sie regelmäßig zum gefühlsverwirrten Softiegirlie degradiert. Autsch. Der Rest der Crew ist als überflüssige Staffage kaum erwähnenswert und selbst der Historiker Tanis aus Teil II hat sämtliche Zwielichtigkeit verloren u ist zum lächerlichen Möchtegernintriganten mit angeklatschter Locke verkommen.
Die Effekte
Wirklich enttäuscht hat mich die Visualisierung, denn die ist billig, billig, billig. Nach der dilettantischen Geschichte hoffte ich wenigstens auf ein packendes Feuerwerk wie im Vorgänger. Autsch das Zweite. Perfekte Kostüme, perfekte Werwölfe, düstere Landschaften, das war es aber auch. Die guten Szenen kann man sich an nur einer Hand abzählen, der Soundtrack fällt völlig aus, der Humor ist allein unfreiwilliger Art, keine echten packenden Emotionen und über den Endkampf will ich gar nicht reden. Nie herrscht eine der Düsternis angemessene unterschwellige prickelnde Spannung, gut choreographierte Kämpfe gibt es so gut wie überhaupt nicht und die Actionszenen erreichen nie auch nur annähernd das qualitative Maß der Eingangsszene von Underworld Evolution. Bisweilen Geschrei und verspritzendes Blut, ansonsten herrschen King Einfallslosigkeit und Königin Langeweile und die stets vorherrschende Dunkelheit entpuppt sich gar zu schnell als Prinzessin Blässe.
Meine Helden
Ich hatte mich reichlich schnell desillusioniert mit der "Qualität" des Films abgefunden und hoffte angesichts der wirklich und wahrhaftig selten läppischen Dialoge noch auf ein kleines bisschen Unterhaltung. Was ich fand, war die gigantische Genugtuung, dass selbst die unfähigste Regie keinen echten Mimen auf Dauer in Zaum halten kann. Wenn einmal Schluss war mit dem banalen Gewäsch, war ich nur noch baff, welche Präsenz die drei Charaktere allein durch ihren Blick, ihr Mienenspiel und ihre simple Anwesenheit entwickeln können. Sie retteten mir diesen Film und irgendwie kann ich aufgrund einiger sehr sehr weniger kleinodartiger Szenen mit diesem Abschluss der einst so ambitionierten Underworld-Reihe leben, ohne mir Asche auf's Haar zu streuen und eine Schwadron Klageweiber engagieren zu müssen.
Fazit:
Beware of the trailer! Empfehlung nur mit Ohrstöpseln und als Fan des wackeren Heldentrios, ansonsten kann die bereits bekannte Geschichte problemlos ignoriert werden. Schade! Ich trink jetzt noch meinen Kaffee aus und gehe danach den Mond anheulen. Ahooo!
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Würdiges Prequel, 22. Juni 2009
Ich muss immer schmunzeln, wenn ich in anderen Rezensionen zu den Underworldteilen den Kritikpunkt entdecke ,,80% vom Film sind dunkel, voll doof". Ja stimmt und auch in diesem Teil sind wieder 80% des Films dunkel, wer sich also sonnenscheingeküsste Gänseblümchenwiesen erhofft, mag enttäuscht sein aber...ich weiß nicht, ist das hier nicht ein Vampirfilm?!
Natürlich spielt da die Handlung nachts. Und die ist nicht so flach, wie hier oft behauptet wird, es gibt einige Handlungsstränge und Aspekte, die in die Story mit reinspielen, im Vordergrund natürlich die Liebesbeziehung zwischen Sonja und Lucien, dazu das Sklaven-Herrenverhältnis zwischen Lykanern und Vampiren, das Verhältnis zwischen den Menschen und den Vampiren etc. etc.
Die Vampire werden in dieser Vorgeschichte zu Underworld als düstere Aristokratenrasse vorgestellt, die die Lykaner versklaven und im Bund mit den Menschen stehen, sie sind dabei wesentlich besser dargestellt als die schlecht animierten Lykaner, das große Minus in dem Film, meiner Meinung nach. Auch Horror erzeugt der Film nicht, allerdings habe ich mich sowieso schon immer gefragt, warum Underworld als Horror einzustufen ist, die beiden Vorgänger waren es ebensowenig.
Vom Stil her ist dieser Teil aufgrund seiner Spielzeit kein Matrix-Kung Fu-Baller-Mix wie seine beiden Vorgänger sondern vermittelt eher das mittelalterlich mystische Flair, was mir gut gefallen hat. Wenig emotionales bei den Hauptdarstellern, aber hey, es sind Vampire, das gehört zur Rolle. Luciens Rolle ist da schon viel bewegter.
Alles in allem ein ordentlicher dritter Teil, Underworldfans werden ihn sowieso mögen, für alle anderen dürfte er nicht viel zu bieten haben. Für mich allerdings der Beste der drei Teile.
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