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Undertow

Tool Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (30. Juni 2003)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Volcano (Sony Music)
  • ASIN: B00009YNGF
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.601 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Intolerance
2. Prison Sex
3. Sober
4. Bottom
5. Crawl Away
6. Swamp Song
7. Undertow
8. 40
9. Flood
10. Disgustipated

Produktbeschreibungen

UNDERTOW

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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Mit "Undertow" brachten Tool 1993 ihren ersten Longplayer unter's Volk, nachdem sie ein Jahr zuvor bereits die quantitativ eher magere aber durchaus eindrucksvolle Debüt-EP "Opiate" veröffentlicht hatten. Das neue Material stellt sich nun zusammen aus zehn Tracks, die doch bitte mindestens genauso einheizen sollen wie schon die alten Kohlen. So könnte der Erwartungshorizont einiger Fans jedenfalls ausgehesen haben. Ob nun jeder, der die Band durch "Opiate" in sein Herz geschlossen hatte, Freude an diesem Album findet, bleibt fraglich, doch es gibt zumindest einiges zu entdecken.
Die CD verschafft sich zunächst mit "Intolerance" einen impulsiven Start und scheint auch gleich ordentlich in die Eisen zu treten, doch schnell wird klar, dass das Grundtempo ein anderes ist, ein zäheres, schwerfälligeres, auf die Dauer mit dem Effekt einer betäubenden Trägheit versehenes, das im weiteren Verlauf des Albums zu dem markanten hypnotischen Rhythmus mutiert, der das ganze Werk prägt und dem Titel "Undertow" ja auch nicht allzu fern liegt: Denn wie ein Sog zieht die Musik den Hörer nach unten, lässt seine Glieder schwer und lahm werden. Von "langsam" an sich kann dennoch nie die Rede sein.
Enormen Anteil an diesem Effekt nimmt vor allem zu Beginn des Albums "bottom feeder" Paul d'Amour an seinen magendurchwühlenden vier Saiten, die beinahe noch schwerer daherkommen als auf dem Debüt aber ebenso selbstbewusst und doch nie aufdringlich. Eben genau richtig. Und das gibt dem Sound eine Basis, gibt ihm Form und macht ihn sozusagen griffig.
Und apropos griffig: Danny Carey, zuständig für die "membranophones", scheint in seiner Schiessbude alles dermaßen im Griff zu haben, als hätte er bereits im Mutterleib abstrakte Takte geklopft. Der Mann macht alles richtig, fügt sich optimal in Tools vertonten Sirup und weiss den Hörer dennoch im richtigen Zeitpunkt durch kurzes aber heftiges, fast schon einem Leistungssportler entsprechendes Anziehen des Tempos wieder wachzurütteln. Fast möchte man dann bei "Crawl away" schon sagen "danny goes hardcore", bevor dann durch die darauffolgende retardierende Punktlandung alles wieder gaaaanz laaangsaaam wird. Er setzt seine fett produzierten Geschosse und vor allem Bass-Drum und Double-Bass gekonnt ein, um den "Trägheitseffekt" zu verstärken und der Musik Charakter zu verleihen.
Den Charakter der Scheibe erzeugt aber in musikalischer Hinsicht vor allem auch Gitarrist Adam Jones. Im Booklet steht hinter seinem Namen "bastardometer", was irgendwie schon fast treffend klingt: Erst wirken die sechs Saiten in wahnsinnig schweren und erdrückenden Riffs wie schon auf "Opiate", dann verwöhnt er den Hörer aber mit echten Streicheleinheiten und effektiv neu gewonnener Melodie, die den toolschen Gesamteindruck auf "Undertow" nicht nur prägt sondern immens aufwertet. Vermehrt entwürgt er dem Instrument des weiteren auch verschrobenes, sich in luftige Höhen windendes Geschrammel, das im Grunde eine (wohl beabsichtigt) recht verstörende Wirkung hat. Wie der komplette Sound des Albums an sich auch. Da ist immer etwas Abstoßendes in diesen zehn Songs und genau das scheinen Tool bewirken zu wollen.
Form und Farbe (die Farbe wäre wohl "rost") erlangt das Abstoßende und Verstörende natürlich erst Recht durch den charismatischen Sänger Maynard Keenan, der gerade mit diesem Album Schmerzen, Wut und Ängste zu verarbeiten scheint. Beim Hören des Tracks "Sober" kann man sich diesen gebrochenen, zornigen kleinen Menschen wirklich gut in einer feuchten, finsteren Ecke kauernd vorstellen. Er bringt seine Vocals wie gehabt sehr leidenschaftlich und überzeugend rüber und man wundert sich wirklich teilweise, woher er diese Kraft und Energie seiner Stimme nimmt und ebenso wundersam bzw. wundervoll erscheint einem dann der gegensetzliche, zerbrechliche, schüchterne Maynard, wenn er in seinem Sprechgesang wieder ganz klein wird. Was die Ausdrucksweise an sich angeht, schmückt Maynard die Texte nun bereits vermehrt mit geschickten Umschreibungen und ansehnlichen Bildern sowie den toolschen Neologismen, wobei er im Grunde dennoch kein "Fuck" auslässt. Ehrlich.
Als Gruppe funktionieren Tool auf "Undertow" wieder ebenso gut wie schon auf dem Debüt: Man inszeniert gemeinsam eindrucksvollste Krachgewitter. Man lässt im Gegensatz zu "Opiate" durch mehr Pausen zu, dass der Staub sich sozusagen legt, um ihn dann energisch wieder aufzuwirbeln. Man lässt sich ein wenig mehr Zeit, kommt hier und da vom Grundthema des Songs ab, macht kleine Einzelausflüge und kommt dann wieder am Ausgangspfad zusammen, sodass kein Zweifel daran bestehen kann, dass jeder einzelne den Weg kennt. Das Songwriting wird komplexer, was mitunter zu mehr flüssig und butterweich dargebotenen Übergängen führt und vor allem beginnen Tool-Songs langsam, sich aus verschiedenen, sich oft nicht wiederholenden Sequenzen zusammenzusetzen und praktisch einen Werdegang verfolgen zu lassen. Tool machen auf "Undertow" keine Musik mehr, die sich ohne weiteres ins Radioformat packen lässt. Wollen sie auch nicht. Stattdessen dauert ein Song inzwischen bereits etwa sechs Minuten, was aber ausschließlich als positiv zu bewerten ist, weil man merkt, dass sich Tool darin entfalten und sich selbst neue Horizonte erschliessen. Und Zeit muss man sich für dieses zugegebenermaßen nicht ganz einfach zu verdauende Stück Musik sowieso nehmen.

Summa Summarum haben Tool hier ein Album produziert, mit dem sie sich durchaus in der Szene etablieren und festkrallen, der angesprochene Erwartungshorizont der durchaus geforderten Fans ist auf eine Geduld und Zeit fordernde (die CD braucht Zeit!) Probe gestellt, doch die Motive der Band sind wohl noch andererorts zu suchen: Tool haben ihr (auch hinsichtlich ihrer folgenden Alben) mit Abstand verstörendstes Werk abgeliefert, dass den Hörer seelisch entkleidet und durch die erzeugte Atmosphäre, die Themen und die musikalischen Bilder auf eine gewisse Weise peinlich berührt und genau das scheint die Absicht zu sein. Vor allem auch das bevorzugt durch Adam Jones gestaltete Booklet mit dicken nackten Frauen, rasierten Hausschweinen und Kühen, die sich selbst anal züngeln (es gibt wie gesagt einiges zu entdecken...), verstärkt diesen Eindruck. Tool sind seit "Opiate" gewachsen aber gleichzeitig beginnen sie, Schatten auf sich selbst zu werfen und einiges im Dunkeln bzw. unausgesprochen zu lassen, was sie in meinen Augen nur noch weiter wachsen lässt.

Die Pointe kann nur eine sein: Kaufen!

Highlights der CD sind praktisch nicht zu benennen. "Prison Sex" empfiehlt sich als impulsiv vertonte Kindesmisshandlung mit hohem Entrückungswert und das mindestens ebenso aufwühlende "Sober" ist in meinen Augen das vielleicht stärkste Stück der Band überhaupt. Sobald sich Tool dann via "4°" in die Hirnrinde des Hörers geschrammelt haben, werfen sie einem als Schlussakt noch einen recht anstrengenden, nur langsam aber dafür umso unaufhaltsamer ins Rollen kommenden Brocken mit der Bezeichnung "Flood" vor, um einen dann am Ende in einem rituell anmutenden Szenario zwischen Geblök und Gezirp stehen zu lassen. Allein.

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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Joker1339
Format:Audio CD
Fünf Sterne sind auch hier wie bei allen anderen Tool Alben kaum genug. Und das ist meine Meinung, obwohl ich, lange bevor ich mir "Undertow" zugelegt habe, die häufig (und zwar zu Recht) so genannten Meisterwerke "Aenima" und "Lateralus" bereits kennen und lieben gelernt habe.

"Undertow" geht im Prinzip da weiter, wo "Opiate" aufhörte. Mit den unheimlich komplexen, mysteriös-kryptischen Stücken der letzten beiden Alben weist dieses hier kaum Ähnlichkeiten auf - aber das macht es nicht schlechter. Zumindest, wenn man so wie ich beide Seiten von Tool mag, nämlich die stark progressive Seite der jüngeren Werke, aber auch die im Vergleich dazu als straight forward Kompositionen zu bezeichnenden älteren Songs, wie man sie auch von "Opiate" kennt. Auch die Songs von "Undertow" sind düster, brutal, irgendwie aber auch berührend und vor allem unheimlich eingängig. Deshalb kann ich dieses Album, obwohl ich es zunächst voreingenommen gehört habe, unmöglich schlechter bewerten als andere Tool Scheiben bewerten. Das heißt nunmal Fünf Sterne.

Achja, eins noch: Weder meine Worte, noch die meiner Vorgänger hier können die Faszination, die von Tool's Musik ausgeht adäquat in Worte fassen. Da hilft nur eins: Reinhören!

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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "mjk462"
Format:Audio CD
Keines der Toolalben ist so dunkel,schwarz und böse wie Undertow. Maynards Stimme klingt fast immer verbissen und wenn sie es nicht tut, dann schwebt sie nur so nebenbei mit und kitzelt das Unterbewusstsein. Ein verängstigende Erfahrung.
Die abgrundtiefen Gefühle die dieses Album einem darlegt sind unbeschreiblich.
Von Unzucht mit Minderjährigen(was verurteilt wird) über das eingeschlossen sein in Räumen. Klaustrophobie auf allen Wegen. Der Wunsch das jemand im Sumpf versinkt und stirbt, sind wohl nur Tool zu zuschreiben.
Die ersten vier Songs Intolerance,Prison Sex,Sober und Bottom strotzten voller Kraft und lassen Einsicht gewähren in die dunkelsten Kapitel der menschlichen Psyche.
Alle folgenden Songs behalten textlich und musikalisch das hohe Niveau und überfordern den gemeinschaftlichen Geist recht häufig.
Undertow ist die logische Steigerung zum Vorgänger Opiate und sehr gelungen.
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OHNE WORTE
Die Tool - Welt ist mega genial... Was soll man darüber schreiben?
Von Lied zu Lied, von CD zu CD erfährt man eine Steigerung - ist narülich nicht
für... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Tagen von C.leo veröffentlicht
Das 1. Meisterwerk
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Veröffentlicht am 17. August 2009 von Andreas Vockrodt
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Veröffentlicht am 23. Juli 2008 von Giovanni Manni
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Veröffentlicht am 26. Januar 2008 von Stephan Braun
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Verstricken sich die späten Tool zunehmend in zu vertrackten Soundspielereien, ist '"Undertow"' quasi das Meisterstück des 'Werkzeugs' nach abgeschlossener... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. November 2007 von El Capitan
Roh, urgewaltig und selbstironisch!
Bei Undertow handelt es sich um das erste echte Studioalbum der 4rer-Truppe. "Opiate" war eigentlich eher Sampler und hatte, was Arrangements und Abmischung anging, eher Demotape-... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juni 2007 von ThirdEye
Wunderbar!
Undertow ist ein sehr gutes, und ausbalanciertes Album.

Die Songstrukturen sind noch nicht so abgefahren wie zum Beispiel bei "Lateralus", schaffen jedoch auch, eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2007 von Mushroomhead
Sehr fein
Dieses Album ist wie jedes Werk ganz großes. Man sollte es nicht mit anderen Tool Alben vergleichen, denn es hat eine ganz eigene Stimmung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2007 von Oliver Assmann
Platz 3 unter Giganten
Als Undertow rauskam hatte es sicher volle 5 Sterne verdient. Im Vergleich zu den Überwerken Aenima und Lateralus gebe ich hier und heute aber nur 4 Punkte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2006 von "gurkentanz"
@marsch273
Mein lieber Freund ist dir eigentlich schon mal aufgefallen das es sowohl Prog-Pop (also Genesis usw.) als auch Prog-Rock (z.B. Lesen Sie weiter...
Am 2. Dezember 2005 veröffentlicht
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