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"Undermensch": Mein Überleben durch Glück und Privilegien Mit Timothy Braatz
 
 
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"Undermensch": Mein Überleben durch Glück und Privilegien Mit Timothy Braatz [Taschenbuch]

Anatol Chari , Franka Reinhart
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423247703
  • ISBN-13: 978-3423247702
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 636.070 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»... man kann sich nun, da die Erinnerungen des mittlerweile 86-jährigen vorliegen, keine geglücktere literarische Fassung vorstellen als die von seinem guten Freund und langjährigen Nachbarn, dem jungen Historiker Timothy Braatz ... Das Erschreckendste sind die albtraumhaften Details aus dem Vorhof der Hölle, die sich der Unbeteiligte niemals auszumalen vermöchte, die aber denjenigen, der sie bezeugen musste, sein ganzes Leben über peinigen und die in ihrer menschenverachtenden 'Überflüssigkeit' unser Gerechtigkeitsempfinden nachhaltig verstören müssen. Chari selbst hat durch seine lebenslange Beschäftigung mit den verschiedensten Aspekten der Shoa eine schlüssige Philosophie entwickelt, die sehr überzeugend um ein differenzierteres Verständnis von menschlichem Verhalten in Extremsituationen wirbt«
Jüdische Zeitung, Januar 2010 01.01.2010

»Manche Geschichten sind so unglaublich, dass man sie einfach lesen muss. Die von Anatol Chari gehört dazu: Er überlebte ein Getto und zwei KZ ... eine Herz und Verstand tief bewegende Lebensgeschichte.«
Südwest Presse Online, 11. Januar 2010 11.01.2010

»Manche Geschichten sind so unglaublich, dass man sie einfach lesen muss.  Die von Anatol Chari gehört dazu ... Herz und Verstand tief bewegend.«
Silvester Lechner, Südwest Presse, 9. Januar 2010 09.01.2010

»... eine ergreifende Lektüre.«
tachles, Zürich, 8. Januar 2010 08.01.2010

»Im Gegensatz zu anderen Autobiografien steht nicht Charis Gefühlswelt im Mittelpunkt der Betrachtungen, sondern seine nüchterne Darstellung des Versuchs eines normalen Lebens im jüdischen Getto. Chari führt dem Rezipienten sechs grausame Jahre der Verfolgung und des Mordens vor Augen - ungeschminkt, sehr direkt und mit einer leisen Spur unverhohlener Selbstkritik ... Er sensibilisiert seine Mitmenschen für einen Teil der Geschichte, den viele lieber totschweigen würden, und hält so das Andenken der im Holocaust ermordeten Juden aufrecht - ein ehrendes Anliegen, das jeden von uns betrifft.«
Susann Fleischer, Literaturmarkt.info, 18. Januar 2010 18.01.2010

»Seine Geschichte, die er mit einem jungen Historiker geschrieben hat, ist eine ergreifende Lektüre.«
tachles, Das jüdische Wochenmagazin, Zürich 08.01.2010

»Anatol Chari ist eine jener Stimmen, die wegen ihrer schonungslosen Offenheit von allen Gesellschaftsschichten - von rebellischen Jugendlichen bis hin zu gebildeten Akademikern - erhört wird. Damit gelingt ihm eine eindrucksvolle Leistung: Er sensibilisiert seine Mitmenschen für einen Teil der Geschichte, den viele lieber totschweigen würden, und hält so das Andenken der im Holocaust ermordeten Juden aufrecht - ein ehrendes Anliegen, das jeden von uns betrifft.«
Susann Fleischer, literaturmarkt.info 18.01.2010

»Jeder Überlebende war ein Wunder. Anatol Chari schildert, wie er von Bergen-Belsen nach Zeilsheim kam und der siebte Bewohner des DP-Lagers wurde.«
Boris Schöppner, Frankfurter Neue Presse, 19. Januar 2010 19.01.2010

»Schonungslos offen bekennt das ehemalige Mitglied der jüdischen Gettopolizei, dass zum Überleben neben Glück auch Privilegien und eine gewisse Findigkeit notwendig waren. Dieser Hintergrund macht Charis Buch zu einem außergewöhnlichen Dokument. «
Regina Tauer, Wetzlaer Neue Zeitung, 27. Januar 2010 27.01.10

»Für vor allem junge Menschen, die etwas lernen wollen über das Getto und die Zustände in einem Konzentrationslager der Nazis, können getrost zu diesem persönlichen Buch greifen. Sie lernen daraus vielleicht mehr als aus irgendeinem Sachbuch, das sie in der Schule, wenn überhaupt, durchnehmen.«
Winfried Stanzick, bookreporter.de 3. Februar 2010

»Hochinteressant zu lesen sind seine Schilderungen über die beiden Jahre nach seiner Befreiung. Er fuhr durch Deutschland, betrieb Schwarzmarkthandel und entdeckte die Lebenslust wieder. Erst langsam folgte der Willen, sich mit einem Studium eine Existenz aufzubauen. Wahrhaft erstaunlich aber sind Charis Milde und Ironie.«
Rheinischer Merkur 11. Februar 2010

»Chari erzählt gleichermaßen ungeschönt von niederträchtigen jüdischen Vorarbeitern wie von warmherzigen deutschen Aufsehern, von Situationen, wo ihm Hilfe zuteil wurde, und von Momenten, wo er anderen seine Hilfe versagt hat. Und von seinem Leben als "displaced person" in den ersten Jahren nach dem Krieg. Er freut sich über jeden, der es ob der Umstände geschafft hat, am Leben zu bleiben und seine Menschlichkeit zu bewahren. Er unterlässt Verteuflung und Generalverurteilungen und verlangt auch keinen Absolutheitsanspruch an die Vollständigkeit seiner Erinnerungen. Er möchte einfach nur seine Geschichte erzählen. Und wie er das macht, ist beeindruckend.«
Christian Neubert, www.titel-magazin.de 4. März 2010

»'Man brauchte eine gewisse Findigkeit, Freunde, hier und da einen Akt der Güte - und vor allem Glück.' Chari macht keinen Hehl daraus, dass er, so gut es unter den Umständen ging, der eigene Schmied dieses Glückes war. Moralische Kritik daran lässt er nicht gelten. 'Ich ärgere mich sehr darüber, wenn ich höre, wie Überlebende behaupten, sie hätten ohne Privilegien überlebt oder seien frei von Egoismus gewesen.'«
Katrin Richter, Jüdische Allgemeine 6. Mai 2010

»Charis Wille zum Überleben in dieser extremen Situation war unbändig. Inmmitten von Tod und Verwüstung gelang es ihm, sich und seine Großeltern zu schützen. Er zahlte den hohen Preis der Schuld. Nach der Liquidierung des Ghettos im Jahr 1944 führte ihn eine Odysee durch mehrere KZ ... Charis Lebensbericht ist eine schonungslose Abrechnung, er verschweigt nichts. Gerade das macht seinen Bericht zu einem seltenen Zeitzeugnis, denn er rührt an Themen, die bisher in der Shoa-Literatur selten zu finden sind.«
www.vorwaerts.de 17. Mai 2010

»Er überlebte mit Glück, Raffinesse, durch Freunde und Privilegien, die er sich findig erkämpfte. Chari ... schildert es mit bitterer Ironie über seine eigene Anpassungsfähigkeit. Ein ergreifender Beitrag zu Shoa-Literatur.«
Eckhard Schimpf, Braunschweiger Zeitung 3. Juli 2010

Kurzbeschreibung

Anatol Chari stammt aus einer angesehenen Familie in Łódź. Sein Vater wurde ermordet, nachdem die Nazis Łódź besetzt hatten. Die Familie wurde enteignet und ins Ghetto geschickt. Nach der Liquidierung des Ghettos 1944 erfolgte die Deportation nach Auschwitz, von dort zur Zwangsarbeit nach Groß-Rosen und in andere KZs. Die Befreiung erlebte Anatol Chari in Bergen-Belsen. Schonungslos offen und nicht ohne Ironie schildert er sein Überleben durch Glück und Privilegien.

Der Vorsitzende des Judenrats hielt seine Hand über ihn. Chari konnte im Ghetto-Lyzeum den Schulabschluss machen. Er schloss sich der jüdischen Sonderpolizei an und hatte mehr als andere zu essen. Zeit seines Lebens hat Anatol Chari darüber nachgedacht, warum er überlebte und andere nicht und wie sich der Mensch unter so extremen Umständen verhält.


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dieses bewegende und erschütternde Buch steht in einer Reihe mit anderen Veröffentlichungen der letzten Jahre, wo nach über 60 Jahren ehemalige jüdische Insassen von Konzentrationslagern über ihre Arbeit dort berichten. Erwähnt sie hier nur das Buch von Shlomo Venezia, "Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz. Das erste umfassende Zeugnis eines Überlebenden", Blessing Verlag 2007. Der Italiener Venezia war als Mitglied dieses Sonderkommandos direkt an der Tötung und Vernichtung seiner jüdischen Mitmenschen beteiligt. Es hat sein Leben zerstört.
Auf die Frage, was die extremen Erfahrungen in ihm zerstört haben, antwortet Shlomo Venezia am Ende des Buches:
"Mein Leben. Ich habe nie wieder ein normales Leben führen können. Ich konnte nie so tun, als ob alles in Ordnung wäre, und konnte nie die wie anderen tanzen oder mich unbeschwert vergnügen. Man kommt niemals wirklich aus dem Krematorium heraus."

Ähnliches berichtet in dem vorliegenden Buch der polnische Jude Antal Chari über seine Dienste als junges Mitglied der jüdischen Ghetto-Polizei im Warschauer Ghetto, das er vor seiner Odyssee durch zahlreiche KZ`s schon überlebt hatte, eher er dann 1945 aus Bergen-Belsen befreit wurde.

Sein Buch "Undermensch" ist eine ehrliche Reflexion seines Lebens, wie er als Mitglied der Ghettopolizei ein privilegiertes Leben führte, das er sich durch seine dort gewonnene Erfahrungen auch in den Konzentrationslagern ergattern konnte, und die ihm im Unterschied zu Millionen anderer das Leben retteten.

Er sagt bilanzierend, nicht ohne bittere Ironie am Ende des Buches:
"Arbeitslager waren nicht zum Überleben gedacht. Um zu Überleben, brauchte man eine gewisse Findigkeit, Freunde, hier und da einen Akt der Güte und vor allem - Glück."

Vor allem junge Menschen, die etwas lernen wollen über das Warschauer Ghetto und die Zustände in einem Konzentrationslager der Nazis können getrost zu diesem persönlichen Buch greifen. Sie lernen daraus vielleicht mehr, als aus irgendeinem Sachbuch, das sie in der Schule, wenn überhaupt, durchnehmen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein fesselndes Buch 1. Februar 2010
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Immer wieder erstaunlich, welche Grausamkeiten in den KZs geschehen sind und daß Menschen sie überlebt haben. Packend schildert der Autor sein Schicksal und wie er es oftmals mit etwas Glück, etwas Optimismus und einem kleinen Schalk im Nacken, gemeistert hat. Ich habs an einigen Abend weiterlesen müssen.
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Kollaborateur 13. Oktober 2011
Format:Taschenbuch
Jeder war Kollaborateur
Eine Inhaltliche Kritik einer Biographie eines Kz Überlebenden zu schreiben ist nicht einfach und wird es auch nicht, nachdem man viele solcher biographien gelesen hat doch man lernt vieles über das überleben und seine Facetten. Der Autor spricht mutig aus was bei vielen Nachriegsgeborenen leider ein Tabu ist. Jeder der ein solches Lager Überlebt hat hat auf die ein oder andere weise Kollaboriert, und sei es das er nur für die Deutschen gearbeitet hat, was Herr Chari gleich zu Anfangs erwähnt. Er genoß die Ersten 4 Kriegsjahre die Vorteile von Protektion, aber schlußendlich stand auch er 1944 auf der Rampe in Ausschwitz.
Von da an half ihm das Glück ,der Zufall und auch weiterhin die solidarität mit anderen zum eigenen Vorteil.
Selbstlos sind die wenigsten wenn man in seinem alter das miterlebt.
Mutig das Herr Chari das ungeschönt wiedergibt!
Ein wesentlicher Faktor im Überleben und Altwerden ist einfach auch Glück.Da helfen auch keine Versicherungen. Ein Beispiel aus meiner Familie: Mein Großvater hatte 3 Brüder und alle sind aus dem Krieg heim gekehrt.einer starb zwar kurz darauf, aber die drei anderen sind alle über 80 geworden. In den deutschprachigen Dörfern liest man auf den Gefallenendenkmälern meistens das Gegenteil
zurück zum Buch; Eine Kernaussage des Buches ist, Hass wird nicht Angeboren und verzeihen kann man anderen aber meist nicht sich selber.
Einiger Kritikpunkt an dem Buch und der gilt dem DTV Verlagsübersetzer
Der erwähnte SS-Haupsturmführer wird anfangs als SS-Haupttruppführer geschrieben. Das war ein SA Rang
und gehört besser recheriert und richtiggestellt.

Alles in allem eine Lesenswerte Zeitgeschichtliche Biographie
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