Ich habe mich gleich festgelesen, das Buch ist trotz aufschlußreicher technischer Details sehr spannend zu lesen.
Die dargestellten Hacker kommen einem persönlich nahe, gleichzeitig erfährt man viel über die Anfänge des Internet. In der Zeit von der das Buch handelt, war es ein Ereignis, wenn sich ein neues Rechenzentrum ans Netz angeschlossen hat, es ist aufgefallen und hat für Neugier gesorgt. Angesichts des heute alles umspannenden Internet, das wir mit solcher Selbstverständlichkeit nutzen, ist es kaum mehr vorstellbar, daß es eine Zeit gab, in der die Datennetze noch ganz exklusiv für Regierungen und Forschungseinrichtungen vorbehalten waren.
Alleine die Tatsache, daß dieses Buch viele Jahre vor Wikileaks geschrieben wurde bedeutet auch, daß der darin unter dem Namen Mendax auftauchende Julian Assange in diesem Buch ohne den ganzen Bohei um Wikileaks dargestellt wird. Und wenn man sich das anschaut und dann schaut, was aus dem kleinen Hacker Mendax geworden ist, dann ist deutlich zu erkennen, daß es eine sehr gerade Linie ist von dort zu Wikileaks.
Insofern bin ich sehr froh, daß ich mir die Wartezeit auf die Autobiographie von Julian Assange so spannend und aufschlußreich vertreiben konnte.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen.