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Underdressed. Das kleine Buch der Dessous
 
 
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Underdressed. Das kleine Buch der Dessous [Restexemplar] [Broschiert]

Elodie Piveteau , Philippe Vaurès Santamaria
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Broschiert: 253 Seiten
  • Verlag: Knesebeck; Auflage: 1 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896603833
  • ISBN-13: 978-3896603838
  • Größe und/oder Gewicht: 16 x 14,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 26.611 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Einfach verführerisch waren die straff geschnürten Mieder des 19. Jahrhunderts. Heute haben sie raffinierten Kreationen aus himmlisch zarten Geweben Platz gemacht. In Underdressed streift Élodie Piveteau durch die Geschichte der Damenunterwäsche, reizvoll illustriert durch Fotografien von Philippe Vaurès Santamaria sowie eine Fülle von Bildern aus Kunst und Film.

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Einleitungssatz
Zu verstecken, was nicht gesehen werden sollte, war die Urfunktion der Unterwasche, die ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Kleidung ist. Lesen Sie die erste Seite
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
"...dass das eigentlich Bequeme die Nacktheit darunter ist, ahnt der Zuschauer...".* Was Jean Harlow in "Hell's Angels" (1930) in Aussicht stellt, bietet sich dem Leser/Betrachter auch bei dem Buch "underdressed". Wörtlich heißt das lediglich "mit etwas darunter", aber wir sehen das "Darunter" eben mit nichts darüber. Einer der vielen erfreulichen Aspekte des vorliegenden Buches ist, dass es die Rolle von Dessous als Objekt sinnlicher, raffinierter Verlockung und Verführung gar nicht in Abrede stellen will. Alles andere wäre auch schlicht absurd, denn wozu, bitte schön, sollten Dessous überhaupt raffiniert sein, wo man sich damit doch üblicherweise nicht präsentiert? Die Antwort ist ganz einfach, und sie ist auch in dem Buch selbst zu finden: Frau zeigt die Dessous meist nur jemandem, dem sie mindestens vage in Aussicht stellt, auch einmal mehr zu bieten. Oder Frauen genießen für sich allein oder untereinander ihre raffinierten Kreationen, ihre Schönheit. Dieser Narzissmus muss gar nicht einmal negativ sein, denn wer sich selbst mag, kann auch andere mögen, wer sich selbst verführerisch findet, auch andere daran teilhaben lassen, nicht nur nehmend, sondern auch gebend. Ein Aspekt, der nicht nur im Text des Buches, sondern gerade auch in den reichhaltigen Bildern zum Ausdruck kommt. In ihnen geht es in der Hauptsache um drei junge Frauen, die sich an ihren Dessous erfreuen. Raffiniert fotografiert und kunstvoll ausgeleuchtet ist das alles, sehr variantenreich die verschiedenen Blickfangzonen in den Focus nehmend. Dabei gelingt den Fotografien, ganz dem Thema entsprechend, das Hauptaugenmerk tatsächlich auf die Dessous zu lenken und bezüglich der Körper alles im Kopfe des Betrachters spielen zu lassen. Wohltuend ist, dass die Frauenkörper schön, aber nicht perfekt und nicht sichtbar retuschiert sind. Man erkennt durchaus Unreinheiten der Haut, dazu passend sind die Fotos mitunter etwas grobkörnig. Jedes schöngepixelte und CGI-brustvergrößete Covergirl einer Fernsehzeitschrift hat mehr falschen Glanz, mehr goldgelben Schimmer - und ist sowohl doppelt so verlogen als auch halb so erotisch. "Underdressed" versammelt wirkliche Nahaufnahmen, rückt den Models im wahrsten Sinne des Wortes auf die Pelle. Während die erwähnte Kitschfotografie wohl eher etwas für Männer sein dürfte, kann "underdressed" beide Geschlechter ansprechen. Die Damen posieren erkennbar nicht für einen Mann, sondern genießen es, unter sich zu sein. Dies zu fotografieren, ist für beide Geschlechter reizvoll, so wie die angesprochenen Aspekte des positiven Narzissmus und der Männerverführung Hand in Hand gehen.

Neben all dem bietet der Band auch einen für einen Bildband gar nicht einmal kurzen Text, der verschiedenste (geschichtliche, gesellschaftliche etc.) Aspekte der Dessous anspricht, flüssig zu lesen, gewürzt mit interessanten Zitaten aus Literatur und Soziologie, ohne dass es angeberisch wirkt. Auch diese Dinge sind bildlich illustriert, neben den erotischen Reizen wird Wissenswertes und Interessantes vermittelt. So sieht man auf den Seiten 176 bis 179 nicht nur schöne Beine in schönen Strümpfen, sondern auch en détail diese fiesen Verschlüsse, mit denen Strumpf und Halter verbunden werden, was gar nicht so einfach ist. Auf S. 164 erfahren wir, dass Damenslips im 19. Jahrhundert mit einem mittigen Schlitz versehen waren und sich die Zeitungen köstlich amüsierten "über die gierigen Blicke, die Männer bei Cancan-Darbietungen den Tänzerinnen zuwarfen". Was nebenbei zeigt, dass der Gag aus dem Film/Theaterstück "Easy Virtue" gar nicht so weit hergeholt ist, in dem einem naiven Mädchen vorgegaukelt wird, sie müsse einen "echten französischen Cancan, ohne Unterwäsche" aufführen, und diese bemerkt nicht, dass es nur als Scherz gemeint war... Überhaupt, was das Kino betrifft: Für den Rezensenten als Liebhaber von Filmklassikern und Filmklassikerdiven ein Höhepunkt ist ein entsprechender Abschnitt, zu dem sich wunderschöne Fotografien dieser Damen gesellen; beispielsweise darf Liz Taylor im Messingbett aus "Cat on a Hot Tin Roof" nicht fehlen. Tatsächlich haben Film und Mode immer einander beeinflusst; das Buch weist u.a. auf "Baby Doll" (1956, Regie: Elia Kazan) hin, dem wir den Begriff des "Baby-Doll-Nachthemdchens" zu verdanken haben (S. 236).

Dies sind nur herausgegriffene Aspekte; das Buch geht in der Geschichte noch viel weiter zurück und zeigt, dass modische/erotische Aspekte die Funktionalität viel früher abgelöst haben, als wir mitunter annehmen. Auch wenn sich alle Naselang Mode- und Farbtrends ändern, ist es letztlich zeitlos schön. Unbedingte Empfehlung!

* Carl Theodor zu Gas gesteht: Das ist abgeschrieben, Seite 44.
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