Es ist immer wieder toll zu sehen, wenn von "Gottes Gnaden" ernannten Kritikern (sei es in der Kunst, der Literatur oder wie hier in der Musik) vor lauter Frust die Kinnlade auf die Zehen knallt, wenn ein Künstler einfach mal etwas macht, was ihm gefällt, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob es diesen Herren (und auch irgendwelchen "Hardliner-Fans") gefällt oder nicht.
Doch kommen wir nun zum eigentlichen Gegenstand dieser Rezension: Nachdem mir diese CD vor einigen Wochen beim Stöbern in den CD-Regalen meiner Lieblingsmusikläden rein zufällig in die Hände gefallen ist und ich sie mittlerweile doch einige Male gehört habe, kann ich nur sagen:
Diese CD ist einfach nur schön und gefällt mir als altem Vielhörer (mit derzeit ca. 2000 CDs und LPs im eigenen Besitz) wirklich sehr gut (natürlich habe ich auch die erste Scheibe in meinen Besitz gebracht, die ich für genauso gelungen halte). Ruhend auf einer soliden Folk-Basis setzt Blackmore auch verschiedene andere Stilelemente ein (und läßt überdies dem Gesang seiner Partnerin die nötigen Freiräume, die mit ihrer Stimme ein verbindendes Element über die einzelnen Songs hinaus schafft), so daß die einzelnen Stücke zwar durchaus unterschiedlich, die CD aber insgesamt doch sehr harmonisch und ausgewogen klingt und sich deutlich von (zumindest im Popbereich) ansonsten üblen Klangbrei unserer Tage abhebt.
Ich hoffe doch sehr, daß in den nächsten Jahren noch weiteres (vergleichbares) Material aus der Feder von Mr. Blackmore und seinen Mitstreitern (und -innen) strömt.