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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gute Songs-aber wo bleibt die Abwechslung?, 10. November 2009
Die einzelnen Songs:
STEALTH
Recht gut gemachtes Intro mit Effekten und Pads und eine herunter gepitchte Stimme, die ein paar Philosophien vom Stapel lässt und gut auf das Album einstimmt. Aber Intros bewerte ich grundsätzlich nicht.
JADORE HARDCORE 4-4,5/5
Beim Opening handelt es sich wie oft so typisch um die erste Singleauskopplung, die hier in einer verlängerten Fassung vorliegt, was den Song nochmals aufwertet, weil er sich langsam aufbaut. Ich war ja enttäuscht am Anfang, weil man nicht viel Neues geboten bekommt- eine Mischung aus Jumping all over the world und Maria. Aber mittlerweile finde ich den Track ziemlich gelungen, die Shouts sind ganz cool, der Refrain blieb irgendwann im Ohr hängen und die Mellow geht auch ziemlich ab. Einer der Tracks, wo der Autotune-Effekt noch akzeptabel ist.
TI SENTO 4/5
Kommen wir gleich zur zweiten Single, die die Scooterfans spaltet.
Der Song startet mit einem immer wieder auftauchendem Gesangsvers von H.P. (24 hours a day), der so stark durch den Autotune gezogen wurde, dass es nicht mehr feierlich ist. Nicht nur die Vocals, sondern auch die Shouts. Hätte nicht sein müssen. Ansonsten ist der Song halt besonders exotisch aufgrund der italienischen Gastsängerin, die ihre Vocals zum Besten gibt. Ist mal wirklich was Neues, weil italienische Vocals in der Scooter-Historie eher selten sind und die Melodie mal was anderes ist von der Rhytmusstruktur. Der weibliche Gesang bietet also die größten Pluspunkte, ansonsten ist alles recht standardmäßig, ist auch nicht schlimm. Beim Refrain hätte man sich allerdings was Originelleres als die Jumpstyle-Sounds einfallen lassen können, und der C-Part klingt jetzt halt auch nicht besonders innovativ. Hört sich alles negativ an, aber durch den ungewöhnlichen Refrain- und der ist ja die Hauptnote eines Songs- ist Ti Sento ein ordentlicher Song geworden.
STATE OF MIND 4/5
Der Song ist vom Stil her ähnlich wie vom Vorgängeralbum, allerdings bekommt der Song eine trancige Note durch den Refrain, der mal zum Glück nicht gepitcht ist. Die Shouts sind zwar wieder vocodert, aber gut gelungen, die Beats und die Mellow sind etwas härter. Leider von der Struktur etwas einfach geraten, aber soundtechnisch und melodisch gibts hier kaum was zu mängeln.
WHERE THE BEATS 4,5/5
Und weiter gehts im selben Prinzip- langsam wirds etwas eintönig. Na ja, dadurch dass ich Songs einzeln beurteile, muss ich sagen, recht gelungen, einige Effekte kennt man halt schon vom letzten Album, aber auf fast jedem Track hört man was Altbekanntes raus. Ansonsten einer der besten Nummern des Albums, die Shouts sind griffig, und der Refrain hat eine besonders schöne Melodie, die Micky-Maus-Stimme passt hier auch gut. Die Mellow ist auch klasse, allerdings hätte man gut und gerne auf diese schrecklischen Vocalsamples verzichten können. Ingesamt also das erste wirkliche Highlight!
BIT A BAD BOY 4,5/5
Auch nicht arg viel anders als die letzten Nummern, der Sound ist noch einen Tick agressiver. Der Tempowechsel von den Shouts zum Refrain und hin zur absolut geilen Mellow ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem einer der besten Nummern. Naja, ich will ja nicht bei jeder Nummer was zum Autotune sagen.
THE SOUND ABOVE MY HAIR 3/5
Endlich, geht ja, Tempowechsel, weg vom Shuffle-Rhythmus nach 3 Nummern.
Die Nummer ist recht trancig geraten und vom Sound eigentlich klasse, coole Samples, die hier benutzt werden. Allerdings ist der Refrain- der Song kommt ohne Shouts aus- recht belanglos geraten und der Autotune, es tut mir leid, aber was soll das? Hat bei Scooter einfach nichts zu suchen, generell ist der ätzend, was finden denn die Leute bitte dran?
Der Refrain versaut halt etliche Punkte und lässt den Song eher dahinplätschern. Kann man sich mal anhören, geht in Ordnung.
SEE YOUR SMILE 3/5
Und zurück gehts zum Shuffle-Rhythmus, eine altbekannte Nummer, müssten den meisten von Starsplash unter Rainbow in the sky bekannt sein. Tja, es wird halt langsam langweilig und die Songs sind halt immer weniger zu unterscheiden.
Bei den Shouts fiel H.P. wohl nicht viel ein, dafür bekommen wir ein Autotune-Sample (Gotta,gotta get down), auch der Micky-Mouse-Effekt geht mir wieder so was von ab. Ingesamt halt recht durchschnittlich geraten, ne?
CLIC CLAC 3,5/5
Die erste Instrumentalnummer, wenn man das so sagen darf, außer einem winzigen Sample- und nicht im Shufflerhytmus. Gefällt mir ganz gut, auch wenn die Melodie und die Sounds zum Teil etwas trashig und simpel klingen, bringt auch etwas Abwechslung in die ganze Monotonie.
SECOND SKIN 4,5/5
Mal wieder einer dieser Dark-Nummern, ob es ein Cover ist? Wahrscheinlich schon.
Ich fand Marian nicht besonders, aber die Nummer ist das Beste, was dem Album passiert. H.P. singt ziemlich gut, und zwar ohne irgendwelche Effekte. Der Song hat einen schönen sanften Rhythmus, ist ziemlich gut aufgebaut, hat eine tolle melancholische Stimmung und die Sounds sind halt wirklich mal was anderes als das ganze Jumphardstyle-Zeug.
STUCK ON YOU REPLAY 4/5
Naja, lange halten sie es nicht aus und fallen wieder ins alte Muster. Es gibt bei der Nummer außer an dem zu hoch gepitchten Refrain nicht viel auszusetzen, aber das Prinzip ist halt wieder das selbe. Als einzelner Song recht gut, aber mir gefällt die Version von Mark Oh dann doch besser.
METROPOLIS 4/5
Das Album wird abgeschlossen- eigentlich schon Tradition in den meisten Fällen der Scooteralben- mit einer schönen Trancenummer. Dieses Mal versehen mit einem opernhaften, weiblichen Gesang, der eine tolle Atmosphäre schafft. Zwar insgesamt eher unauffällig und ich bin halt eher im Dancegenre zu Hause, aber unterscheidet sich schon mal von anderen Nummern und ist ein netter Abschluss.
FAZIT: Von 11 Nummern sind 6 Stücke im Jumpstyle gehalten mit Hardstyle-Anleihen, hätten aber auch auf dem letzten Album sein können. Die letzten Alben waren halt etwas abwechslungsreicher gehalten. Die größte Minusnote ist der Autotune-Effekt- wenn, dann lasst euch das nächste Mal doch bitte gleich von RedOne produzieren. Im Dancegenre ist der Effekt völlig fehl am Platz. Sowie die Songstruktur oftmals die selbe ist, man hat das Gefühl, dass Scooter etwas festgefahren sind oder sich auf dem Erfolg und der Linie des letzten Albums ausruhen wollen. Bisher fällt das Fan-Resultat auch recht bescheiden aus. Aber schlecht ist das Album wirklich nicht, es hat auch nicht viele Aussetzer. Als Ganzes vielleicht etwas eintönig geraten, trotzdem ingesamt ein Heidenspaß, etliche Songs, die als Single taugen würden und z.B. besser als The Ultimate Aural Orgasm.
Die Charts geben Scooter allerdings ihrer Strategie Recht,wollen wir nicht hoffen,dass es bei so wenig Abwechslung bleibt.
Eigentlich 3,5/5 Punkte, geht bei Amazon halt nich,und 4 Sterne wären zu viel des Guten.
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