Bill Bryson ist ein Gott! Naja, ich will mal nicht so übertreiben, aber was er hier gemacht hat ist einfach göttlich! Er hat es geschafft, ein Reisebuch zu schreiben, das nicht nur informativ und korrekt ist, sondern bei dem man immer und immer wieder Tränen lachen muß! Besonders toll finde ich persönlich die unzähligen kleinen Anekdoten über Oz, seine Geschichte und seine Bewohner, die Bryson uns unermüdlich, aber unaufdringlich präsentiert. Diese gekoppelt mit den sehr schön beschriebenen Reiseerlebnissen, bei denen Bryson auch mal von den offensichtlichen Touristenpunkten abweicht und eigene Wege geht, ergeben ein Buch, das ganz einfach Lust auf Australien machen MUSS! In meinem Fall hat es allerdings wieder einmal sehr starkes ‚Heimweh' ausgelöst, da ich vor einiger Zeit in Australien gelebt habe. Soweit ich die gleichen Orte wie Bryson besucht habe, kann ich die Richtigkeit seiner Bescheibungen auf jeden Fall bestätigen. Und ich bin froh, daß Bryson nun offiziell gemacht hat, was ich nun schon seit Jahren predige und was mir hier in Mitteleuropa niemand glauben wollte: die Australier sind durch die Bank freundlich, aufgeschlossen, eventuell hier und da etwas verschroben, aber stets aufrichtig liebenswürdig.
Ich möchte allerdings betonen, daß „A sunburned country" kein Reiseführer ist, sondern eher „Unterstützungs- und Vertiefungslektüre". Obwohl Bryson einige sehr gute Anregungen liefert, auf die man von alleine nicht kommen würde, da einige der Orte, die er besucht, entweder weit von den großen Attraktionen entfernt sind oder aber direkt in ihrem Schatten stehen.
Jedenfalls- danke, Mr. Bryson, für dieses tolle Buch, das mein geliebtes Land so treffend beschreibt. Pflichtlektüre für jeden Down-Under-Bereiser mit Humor!