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am 4. August 2010
Vor ca. 10 Jahren las ich mein letztes Stephen King Buch, eines von insgesamt 25-30 Büchern. Einige fand ich hervorragend (The Stand, Es, In einer kleinen Stadt, Christine, The Green Mile 1-6), andere weniger gut. Irgendwie hatte ich mich im Laufe der Jahre satt gelesen und es schienen auch wenige neue Ideen zu kommen.

Nach langer Zeit und aufgrund der sehr guten Kritiken griff ich nun bei Under the Dome doch wieder zu. Das Buch ist sehr lang, vllt. ein bisschen zu lang. Langweilig oder -atmig wird es aber trotzdem nicht. Die Charaktere sind sehr detailliert und meiner Meinung nach sehr realistisch beschrieben, insbesondere die "bösen". Vor allem bei den Passagen aus der Sicht von Big Jim Rennie wirkt das Buch sehr realistisch und man scheint den Menschen zu kennen. Außerdem entwarf King für den Roman eine eigene Stadt (inkl. Stadtplan im Buch), in die man als Leser eintauchen kann. Schwächer dagegen fand ich die Erklärung/"Auflösung" für den Dome.

Alles in allem für mich nicht das beste King-Buch, vielleicht nicht mal eines der besten (siehe oben). Aber das beste von ihm, das ich seit langer Zeit gelesen habe und für jeden King-Fan lesenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Dezember 2009
Nach den ersten Seiten dachte ich noch bei mir: Toll, das könnte das bislang beste Werk von King sein.

Positiv am neuen Werk: Er verzichtet auf blutrünstigen Horror und setzt wieder mehr auf subtiles Grauen. Die Geschichte entwickelt sich langsam, die Stadt samt Einwohner werden vorgestellt. Penibel schildert er die Kräfteveränderungen in der Kleinstadt, quasi ein Mikrokosmos, welcher nach Eintritt der Katastrophe vom Stadtrat samt Polizei und Schergen regiert wird.

Negativ: Die Länge! 870 Seiten des amerikanischen Originals bedeuten mindestens 300 Seiten zu viel, zwischendrin kommt einfach Langweile auf. Denn: Die Charaktere sind eindimensional. Die Bösen sind einfach böse, die Guten sind einfach gut. Es gibt keine Überraschungen, es passiert einfach nix. Über 800 Seiten kommt "The Dome" auf die Stadt hernieder, die Bevölkerung und das Militär suchen nach einem Ausweg - das war's auch schon mit der Handlung. Dass der Befreiungsschlag des amerikanischen Militärs - irgendwo bei Seite 300 - fehlschlägt, war ja wohl klar, da noch 500 Seiten auf den Leser warteten, also auch hier gepflegte Langeweile.

Es fehlt einfach dieses subtile unterschwellige Grauen wie z.B. in "Needful Things" oder in "Christine", es fehlten die überraschenden Wendungen. Dazu kommt noch verschärfend, dass einer unserer Helden, der Irakveteran "Barbie", eine blasse, langweilige, uninteressante Gestalt ist und dass der ganze American Way of Life zwar explizit geschildert wird, aber die Handlungsweise der Hauptakteure irgendwie Ratlosigkeit zurückläßt: Wie glaubt unser böser aber extrem fromm auftretender Oberstadtrat und Oberbösewicht die Stadt in ein paar Wochen zu regieren, wenn keine Lebensmittel, kein Wasser, kein Gas - und keine saubere Luft - mehr vorhanden sind? Die Leute leben vor sich hin wie immer, fahren auch noch weiterhin fleißig mit den Autos zu Versammlungen und scheren sich einen Dreck um die täglich schlechter werdende Luft... Dazu passt folgender Satz nach einem Fehlschlag des Militärs: "Wenn die technologisch am weitestens entwickelte Supermacht (= USA) die Kuppel nicht beseitigen kann...." Tja, der Glaube an die wirtschaftliche und technologische All- und Übermacht der USA ist halt zumindest in den USA immer noch allgegenwärtig.

Die Auflösung, die ich natürlich hier nicht verraten möchte, war leider auch nur recht 08/15 und wenig überraschend - ich erzählte zwei Bekannten vom Buch und der Auflösung und beide reagierten enttäuscht: Was? Das war's?
Zusammengefaßt: Eines der besseren Werke von Stephen King - gottseidank beherrscht er auch noch die subtilen, leiseren Töne. Das Buch wäre, gekürzt, auch um einiges spannender und flüssiger zu lesen. Aber leider fehlen Überraschungen und ein packendes Ende. Seine Kurzgeschichtensammlung "Just after Sunset" gefiel mir hier besser, da er hier auf wenigen Seiten der Novellen Spannung aufbaut, und das fehlt hier im dicken Wälzer einfach.
Fazit: Lesenswert, aber nicht der ganze große Hit. Wird aber sicherlich von Hollywood verfilmt - hoffentlich mit Schwerpunkt auf "Subtil" und nicht auf Explosionskino à la 2012.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Juni 2011
Es geht im Wesentlichen darum, dass eine amerikanische Kleinstadt plötzlich durch eine unüberwindbare, unsichtbare Barriere von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Die Einwohner spalten sich bald in zwei Lager (klare Aufteilung in "Gut" und "Böse") und die Lage beginnt immer weiter zu eskalieren. Dadurch, dass die Stadt nach aussen hin vollkommen abgeschottet ist, erinnert die Situation der Eingeschlossenen ein wenig an "Herr der Fliegen" und es beginnt sich eine gewalttätige, nahezu faschistische Art von Diktatur zu entwickeln. Es stellt sich die Frage, wer die Oberhand gewinnt, ob überhaupt jemand überlebt und ob man erfährt, was es mit dieser mysteriösen Barriere auf sich hat. Die Geschichte umfasst zwar nur die Ereignisse von einigen Tagen, es werden dabei aber die Handlungen der vielen einzelnen Protagonisten sehr detailliert, fast schon langatmig erzählt.

Der Autor hat rund 2 Jahre an dem Buch gearbeitet und schafft es, trotz des großen Umfanges der Geschichte meistens, das "pedal to the metal" zu halten. Under The Dome gehört vielleicht nicht zu den allerbesten Werken des Autors, ist aber dennoch ziemlich gut gelungen. Vorallem sind die Menschen und deren Gespräche in der unnachahmlich witzigen Art und Weise, die so nur Stephen King beherrscht, beschrieben. Jede der Hauptfiguren wirkt real und lebendig, hat Stärken und Schwächen.

Das Buch hat rund 900 eng bedruckte Seiten. Normalerweise schaffe ich bei englischer Unterhaltungsliteratur so an die 400 Seiten pro Tag, bei diesem Buch waren es, wegen des dichten Informationsgehaltes jeder einzelnen Seite, grade mal die Hälfte täglich. Dieses Buch ist nichts für Leute, die alle paar Tage mal ein paar Seiten lesen. Man verliert dann den Überblick über die handelnden Personen. Die Geschichte betrifft gut drei Dutzend Charaktere (!). Man ist als Leser dankbar, dass auf den ersten Seiten eine Liste mit den wichtigsten Personen und ihrer Funktion vorhanden ist. Legt man mit dem Lesen eine Pause ein, dann dann hat man mitunter das Problem, nicht mehr genau zu wissen, wer jetzt Person "X" ist, bzw. wer vorher was gemacht hat und wer zu den Guten oder zu den Bösen gehört.

Fans werden sicher auf ihre Kosten kommen - ob man das Buch auch toll findet, wenn man Stephen King zum allerersten Mal liest, kann ich nicht sagen. Erstlesern würde ich eher Bücher wie "The Stand" oder "Pet Sematary" empfehlen.

Mein Tip: Preise vergleichen - es gibt hier diverse Ausgaben zu unterschiedlichen Preisen!
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am 8. März 2010
Ich habe "Under the Dome" gleich zum Erscheinungstermin (Mitte Nov 2009) erhalten und sofort mit dem Lesen begonnen. Fertig geworden bin ich gestern. "Under the Dome" ist ein sehr langes Buch, an dem ich 4 Monate lang gelesen habe, was allerdings auch an der englischen Sprache liegt. Ich bin dann meist etwas langsamer unterwegs. Aber: es war IMHO nicht eine langweilige Seite dabei. Ich war fast 120 Tage lang zu Gast in Chester's Mill, mußte gestern nach Beenden des Buches Stephen Kings Vision verlassen und was soll ich sagen? Ich habe Heimweh. Ich vermisse Big Jim Rennie und seine Cotton-Picker, seine clustermug's, usw... Ich vermisse Dale Barbara und und und...
Für mich der beste King bisher...Danke dafür!
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am 13. Januar 2013
Eine (keine Überraschung und kein Spoiler an dieser Stelle) amerikanische Kleinstadt wird aus unerfindlichen Gründen von einer nahezu undurchdringlichen Kuppel umgeben und die Menschen in dieser Stadt sind komplett von der Umwelt abgeschnitten. King beschäftigt sich in diesem Buch mit der immer wieder interessanten Frage: Wie verhalten sich Menschen bzw. wie verhält sich eine Gesellschaft in einer solchen Situation, in der sie vom Rest der Welt abgeschnitten ist und die Resourcen begrenzt sind?

Für mein persönliches Empfinden hat er diese Aufgabe hervorragend bewältigt. Er lässt in seinem Roman ein großes Personal auftreten und gint vielen von ihnen eine gut durchdachte und nachvollziehbare Persönlichkeit. Wenn in einigen Rezensionen bemängelt wird, dass die Charaktere zu einseitig oder eindimensional sind, sich dann aber darüber beschweren, dass dieses Buch zu dick bzw. lang ist, meine ich, dass es wohl noch länger geworden wäre, hätten die Charaktere alle eine tiefgreifende, 3-dimensionale Persönlichkeit bekommen.

Es gibt keine große Action und keine großen Spannungsbögen. Zum Teil wird es blutig und brutal, aber die Szenen, in denen die Gewalt überhand nimmt, sind überschaubar und bestimmen nicht den Hauptteil des Buches. King verfolgt immer wieder verschiedene Personen auf ihrem Weg durch diese Krise und das macht dieses Buch für mich sehr interessant und spannend. Es gibt viele kleine Handlungsbögen, die, einem Mosaik gleich am Ende ein großes Bild ergeben. Stephen King erzählt seine Geschichte, wie man es von ihm vom Dunklen-Turm-Zyklus oder The last Stand her kennt, mit viel Liebe zum Detail und mir fiel es schwer, das Buch zur Seite zu legen.

Stephen King hat sehr unterschiedliche Bücher geschrieben. Wer Lust hat, sich von ihm an die Hand nehmen und nach Chester's Mill entführen zu lassen um dessen Bewohner kennen zu lernen, wer vielleicht wieder einmal den wahren Geschichtenerzähler King lesen will, greife bei diesem Buch zu.
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am 22. Oktober 2014
Having watched a few episodes of the tv-series I asked myself if the book possibly could be as shallow and confused. Thankfully it isn't. The novel reminded me of "The Stand" and "It". It's all about evil and good in human beings, guilt, pity and manipulation in a sealed and shrinking containment. I found it one of the best King-novels I have read, and could not put it down until I had reached the end although I knew most of the plot already. Which took some time as the novel is very long, too long in some places. What I like about Stephen King - apart from his ability to realy draw one into his worlds - is the clear balance between good and evil. Somehow, and quite unlike J. K. Rowling King manages to get it across which actions are bad and which are good without moralizing about it or spelling it out to the reader. And big Jim is reeaally bad in the book, and Junior reeaally crazy, believe me!
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am 18. November 2013
es war ein wirklich eine sehr gute und spannende Geschichte. Die Serie hat absolut nichts mit dem Buch gemein außer die Kuppel selbst. :) Habe mich immer aufs weiterlesen gefreut- spannend bis zur letzten Seite. Absolut zu empfehlen
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am 10. Dezember 2013
Eine Stadt findet sich plötzlich unter einer Kuppel, deren Herkunft bis zum Ende ungeklärt ist. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Kuppel nicht irdischen Ursprungs ist. Stephen King beschreibt ausführlich, was geschieht. Er betrachtet in vielen Handlungssträngen die Veränderung der Gesellschaftsstruktur und die Entwicklung der einzelnen Figuren basierend auf deren jeweiliger Charakterstruktur und ihren ureigenen Motiven. So entsteht eine komplexe Geschichte, die allerdings eher einer Sozialstudie als einem Science Fiction-Roman gleicht. Diese Sozialstudie hat mir persönlich gut gefallen. Deshalb konnte ich auch über die doch etwas an den Haaren herbeigezogene Begründung für die Entstehung der Kuppel hinwegsehen. Under the Dome ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Einen Horrorroman oder einen Science Fiction-Roman sollte man nicht erwarten. Phasenweise ist die Geschichte etwas langatmig. Einige Elemente waren überzogen und wären so nicht nötig gewesen (Stichwort: Junior). Insgesamt aber ein lesenswertes Buch.
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am 1. März 2014
Eines der besten King-Bücher, die ich gelesen hab.

Er schafft es wunderbar, dass man beim Lesen die Welt um sich herum vergisst und mit den Charakteren mitfiebert. Er trifft auch genau menschliche wunde Punkte, was das Thema Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit und Autonomie betrifft. Ich hatte teilweise so eine Wut auf manche der fiesen Personen in dem Buch...

King baut eine fast unerträgliche Spannung auf, dass man ahnt was passieren wird, aber es nicht erwarten kann es beim weiteren lesen zu erfahren.

Wer King mag - auf jeden Fall lesen.
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»A used car dealer with a fierce smile and no warmth, he'd given his heart to Jesus at age sixteen and had little left for his customers, his neighbors, or his dying wife and deteriorating son. The town's Second Selectman, he's used to having things his way. He walks like a man who has spent his life kicking ass.«

Wir lernen diesen Gebrauchtwagenhändler zur Genüge kennen. Besser, als uns lieb ist. Big Jim ist ' excuse my French ' ein A*loch. Wir kommen jedoch nicht darum herum, ihm immer wieder zu begegnen, denn Chester's Mill ist nun mal eine Kleinstadt., in der wir uns eine ganze Weile aufhalten. 1074 Seiten lang, um genau zu sein. Das ergibt wahrlich kein dünnes Buch. So etwas könnte ermüden, abschrecken, einschüchtern. Es könnte dazu verleiten, Seiten zu überblättern, während man auf dem langen Weg von Seite 1 zum Ende ist. Doch dieses Buch ist noch nicht einmal lang genug. Warum? Weil mein Lesevergnügen viel zu schnell vorüber war.

Allerdings nicht zu schnell für die Menschen, die den Roman bevölkern. Einige von ihnen, die ich kennen und schätzen lernte, schafften es nicht, bis zu den letzten Seiten zu überleben. Das war zu erwarten, aber manches Mal wünschte ich doch, der eine oder die andere hätte noch eine Chance ' oder überhaupt eine Chance ' bekommen.

In manchen Kritiken habe ich mit Verwunderung gelesen, das Buch hätte kürzer sein können oder sollen. Vermutlich bevorzugen solche Leser eine Tüte Pommes Frittes im Stehen statt eines Mahls am festlich gedeckten Tisch, einen 3-Minuten Song statt eines Albums, einen Sketch statt eines Spielfilmes? Natürlich hätte die Handlung ganz kurz umrissen und berichtet werden können: Eine Kleinstadt in Maine wird eines Vormittags vom Rest der Welt isoliert. Selbst die Versuche des Militärs, mit modernsten Waffen die Barriere zu durchdringen, scheitern'. ' wie langweilig das doch wäre! Das wäre keine Erzählung, das wäre keine Reise in die Köpfe und Herzen der Menschen, denen solch ein Schicksal widerfährt. Gute Menschen und böse Menschen, mit allem, was ihr Leben ausmacht.

Stephen King hat seinen Leser mit Under the Dome ein weiteres Meisterwerk in die Hand gegeben, das zwar nicht ganz an The Stand heranreicht, das aber doch viele andere Bücher übertrifft. Von den 1074 Seiten hat mich keine einzige gelangweilt, nicht einmal ein kleiner Abschnitt war mir zu lang. Jeder Satz ist notwendig und jeder Satz hält die Spannung aufrecht, so dass man gelegentlich vergisst, wer und wo man ist. Im Nachwort gibt der Autor die Loorbeeren für den nicht abreißenden Sog der Erzählung weiter an seine Lektorin: »Nan Graham edited the book down from the original dinosaur to a beast of slightly more manageable size; every page of the manuscript was marked with her changes. ' Whenever I weakened she jammed her foot on top of mine and yelled (in the margins, as editors are wont to do), 'Faster, Steve! Faster!'«

Eine der großen Stärken des Erzählers Stephen King ist zweifellos sein virtuoser Umgang mit der Sprache, wodurch die Charaktere lebendiger werden als durch bloße Beschreibungen. Ich fürchte, dass auch bei diesem Buch, oder vor allem bei diesem Buch, die Übersetzung in andere Sprachen einiges von dem Zauber auslöschen wird, der diesen Roman so lesenswert macht. Es mag immer noch besser sein, Under the Dome auf Deutsch zu lesen als gar nicht, aber schon der dämliche Titel Die Arena, den der Verlag gewählt hat, lässt überwiegend ungute Ahnungen in mir aufkommen. Ich will nicht behaupten, dass ich selbst mich an eine Stephen King Übersetzung herantrauen würde, obwohl ich mittlerweile schon etliche Bücher übersetzt habe. Höchstens für sehr viel Geld mit anschließendem Übersetzerschutzprogramm (Asyl, neue Identität'). Ich wäre nämlich an manchen Stellen ratlos, wie ich das Gelesene in meiner Muttersprache adäquat wiedergeben könnte.

Wie auch immer. Wer sich das Abenteuer gönnt, Under the Dome zu lesen, der wird von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt sein, und zwar auf eine Art, von der man wünscht, sie würde nicht enden. Das Ende kommt allerdings, und zwar ' nun ja. Das Ende eines Romans ist bei Stephen King mitunter nicht ganz nach meinem Geschmack. Bei Duma Key ging es mir so, bei Cell, bei Lisey's Story. Auch bei diesem aktuellen Roman wünschte ich, der Autor hätte sich, was die Ursache der Isolation von Chester's Mill betrifft, etwas anderes ausgedacht. Ich will niemandem die Spannung verderben, daher sage ich hier nichts zur schrittweisen Auflösung des Geheimnisses auf den letzten etwa 50 bis 60 Seiten. Oder 100. Immer mehr deutet Seite für Seite darauf hin, und beim Lesen hatte ich noch gehofft, auf eine falsche Fährte gelockt zu werden, eine starke statt einer schwächelnden Auflösung zu bekommen ' vergeblich. Aber gut, zugegeben: eine andere Lösung fällt mir auch nicht ein. Und es geht letztendlich in diesem Roman kaum um das warum, sondern darum, wie die Menschen mit dem umgehen, was ihnen zustößt. Um das, was manche dabei ihren Mitmenschen zufügen, wenn Masken plötzlich fallen und das Böse entblößen. Wie andere über sich selbst hinauswachsen, wodurch das Gute, bislang unsichtbar verborgen oder vom Leben verschüttet, wirksam werden kann. Under the Dome ist ein moralisches Buch, das nicht moralisiert. Es hält unaufdringlich einen Spiegel vor die Seele des Lesers. Man kann hineinsehen oder wegblicken. Wer es wagt, sich darauf einzulassen, wird nach der Lektüre bemerken, dass einer der Sätze im letzten Kapitel des Buches während der Lektüre wahrgeworden ist: »For we saw as through a glass darkley, but now we see as if face to face.«

Doch auch ohne in den Spiegel zu schauen ist Under the Dome vor allem eins: Gnadenlos spannende, hervorragende Unterhaltung. Vielleicht sogar Stephen Kings zweitbestes Buch.
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