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Und wieder Winter [Broschiert]

Anja Schauberger
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. November 2012
Annas Mutter hat Brustkrebs - und das nun schon zum zweiten Mal. Während ihre kleine Schwester Emma sich kaum dafür zu interessieren scheint, begleitet Anna ihre Mutter zur Bestrahlung, versucht, ihr zu helfen, wo es nur geht. Auch weil die 18-Jährige sich schuldig fühlt - hat sie ihrer Mutter in der Vergangenheit doch viel zugemutet. In der Gegenwart der Krankheit vergisst Anna jedoch nur allzu gern ihre eigene Zukunft. Zumindest bis Daniel auftaucht, der - anders als Anna denkt - nicht nur Augen für die hübsche Emma hat. Obwohl Anna skeptisch ist (Wie kann sich Daniel nur in sie, das unzufriedene Mädchen mit den viel zu kleinen Brüsten, verlieben?), gibt sie ihm eine Chance. Heimlich beginnen die beiden eine Beziehung und zum ersten Mal seit Langem ist Anna wieder glücklich. Aber ist das überhaupt erlaubt, wenn die eigene Mutter schwer krank ist?

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Produktinformation

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862651770
  • ISBN-13: 978-3862651771
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 705.234 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Anja Schauberger wurde 1990 in München geboren. Derzeit studiert sie im sechsten Semes­ter Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität. Außerdem arbeitet sie als freie Redakteurin für das Onlinemagazin »zeitjung.de« und schreibt für Medien wie »Neon« und »jetzt.de«. »Und wieder Winter«­ ist ihr autobiografischer Debütroman, in dem sie aus ihrem Leben mit ihrer krebskranken Mutter erzählt.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

»Als Mama mit ihren Händen im Kleingeldfach ihres Geldbeutels kramt und bezahlt, fällt mir auf, wie alt ihre Hände aussehen. Ich habe das Gefühl, sie sind plötzlich so alt geworden. Nicht langsam und schleichend, wie man das oft hört, sondern ganz plötzlich. Beinahe so, als wäre Mama eines Morgens aufgewacht und hätte diese Hände gehabt und die vielen Falten an den Augen, wenn sie lacht. Ein bisschen Angst habe ich schon vor dem Älterwerden, ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, dreißig zu sein, und denke mir, dass das Leben dann irgendwie schon ein bisschen vorbei ist. Man hat einen festen Job - zumindest sollte man das - bekommt Kinder, bevor es zu spät ist, und heiratet einen Mann, der einen hoffentlich nicht betrügt. Mit diesem ganzen Betrügen, da bin ich ein bisschen gestört, das gebe ich zu. Kein Wunder, denn mein Vater hat meine Mutter andauernd betrogen. Natürlich hat er uns das nicht erzählt, aber als alles herauskam und mein Vater seine Koffer packen musste, waren meine Schwester und ich natürlich mittendrin und wollten wissen, was vor sich geht. Meine Mama hat uns nie belogen - vielleicht hat sie uns nicht alles erzählt, aber belogen hat sie uns wirklich nie. Das weiß ich einfach. Auf unserem Spaziergang zurück zählen wir die Vögel am Himmel. Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist irgendwie eine ­komische Zeit, so stehen geblieben und grau.« Anja Schauberger

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5.0 von 5 Sternen geht mitten ins Herz 23. November 2012
Von Buchmonsterchen TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Inhalt
Anna steht kurz vor dem Abitur. Sie freut sich aufs Studieren auf ihr Leben. Auf ihre Unabhängigkeit.
Aber dann kurz vor Weihnachten bekam ihre Mutter wieder diese Nachricht. Der Krebs- er ist wieder da. Schon vor 2 Jahren wurde bei ihrer Mutter Brustkrebs festgestellt. Sie wurde behandelt und dann war er weg. Aber nun, bei der Nachuntersuchung taucht er wieder auf. Wie gehen die Mutter und Anna und auch die jüngere Schwester mit dieser Nachricht um. Kurz vor Weihnachten. Wie geht es weiter?
Meinung
Ein Buch das zu Herzen geht. Ich finde schon der Titel: „ Und wieder Winter“ und dann dieses minimalistische Cover, all das spiegelt den Inhalt des Buches schon perfekt wieder. Die Geschichte geht dem Leser nahe. Die Personen fühlen sich so echt an, mit ihren Ängsten, Hoffnungen, der Verzweiflung. Ich fand es war ein Buch, das einen unglaublich nah geht und es macht so nachdenklich. Denn es kann jeden von uns treffen, jederzeit. Da grübelt man nach dem Schließen des Buchdeckels und wischt sich auch schon mal eine Träne weg, die einem über das Gesicht läuft.
Das Buch geht nah, es berührt einen in Innern. Ich fand es fesselt auch unglaublich, so wie die doch verschiedenen Verhaltensweisen der Protagonisten dargestellt sind, wie sie damit umgehen.
Fazit:
Ein bewegendes Buch, das einen traurigen und doch sehr bewegten Leser zurücklässt und einen anregt, jeden Tag seines Lebens zu genießen, denn so plötzlich kann sich alles ändern.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für dieses Buch gibt es keine kurze Beschreibung! 12. November 2012
Format:Broschiert
Kurzbeschreibung:
"Annas Mutter hat Brustkrebs - und das nun schon zum zweiten Mal. Während ihre kleine Schwester Emma sich kaum dafür zu interessieren scheint, begleitet Anna ihre Mutter zur Bestrahlung, versucht, ihr zu helfen, wo es nur geht. Auch weil die 18-Jährige sich schuldig fühlt - hat sie ihrer Mutter in der Vergangenheit doch viel zugemutet. In der Gegenwart der Krankheit vergisst Anna jedoch nur allzu gern ihre eigene Zukunft. Zumindest bis Daniel auftaucht, der - anders als Anna denkt - nicht nur Augen für die hübsche Emma hat. Obwohl Anna skeptisch ist (Wie kann sich Daniel nur in sie, das unzufriedene Mädchen mit den viel zu kleinen Brüsten, verlieben?), gibt sie ihm eine Chance. Heimlich beginnen die beiden eine Beziehung und zum ersten Mal seit Langem ist Anna wieder glücklich. Aber ist das überhaupt erlaubt, wenn die eigene Mutter schwer krank ist?"

Für dieses Buch gibt es keine kurze Beschreibung!

Das würde ihm einfach nicht gerecht werden.
Ich habe einen kleinen Zettel mit wild durcheinander gewürfelten Notizen, mit all den Dingen, die mir während des Lesens auf der Seele brannten. Sie spiegeln in ihrem Chaos so gut das emotionale Durcheinander wider, was ich während des Lesens durchlebte.

Wenn ich mich für dieses Buch auf eine Stimmung festlegen müsste, so könnte ich das nicht.
Aber fange ich von vorne an.
Anna ist 18 und damit im gleichen Alter wie ich. Ich spürte eine mentale Verbindung zu dieser Figur, wie es mir sonst nur sehr selten geschieht. Natürlich fühlt man sich immer wieder auf die eine oder andere Art verbunden, nur dieses Mädchen in dem Buch gleicht sich an vielen Stellen mit mir selbst.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mein Leben. Dein Leben. Unser Leben. 30. Januar 2013
Format:Broschiert
Anja Schaubergers Debüt über ein ungleiches Schwesternpaar, das mit der gnadenlosen Krankheit der Mutter umgehen lernen muss, ist ein sehr ehrliches und authentisches Portrait Jugendlicher, die schneller reifen müssen, als ihnen lieb ist. Anna ist 18 und macht gerade ihr Abitur; ihre jüngere Schwester Emma treibt sich lieber mit ihren Freunden rum, als Zuhause auf die Neuigkeiten von der Mutter zu warten. Diese wiederum versucht immer wieder, sich nichts anmerken zu lassen, sie geht weiterhin Vollzeit arbeiten, obwohl sie bestrahlt wird, und will sich nur nichts abnehmen lassen. Anna, die ihre Familie sehr liebt, beobachtet kritisch und überrascht die Veränderungen ihrer Mutter und Schwester, was sie manchmal traurig werden lässt, aber auch aufregt. Sie muss lernen, eine Balance zwischen dem Werdegang ihres eigenen Lebens zu finden, ohne ständig Gewissensbisse gegenüber ihrer krebskranken Mutter zu haben.
Neben der schulischen Belastung muss sie sich Gedanken über ihre weitere Zukunft machen, ob sie von ihrer Familie weggeht oder an sich an der städtischen Uni einschreibt; und sich der verfahrenen Situation mit ihrer geheim gehaltenen Beziehung stellen: Da sie das Gefühl hat, ihre Schwester hintergangen zu haben, als sie eine Beziehung mit deren Exschwarm Daniel eingeht, lädt sie sich mehr Probleme und Lasten auf, als sie vertragen kann.

„Und wieder Winter“ ist berichtend, jung und wie ein langer innerer Monolog geschrieben. Anja Schauberger scheut sich nicht, ihre Figur Anna sämtliche (auch naive) Fragen stellen zu lassen und unzensiert Gedanken zu formulieren, die laut ausgesprochen sozial nicht anerkannt wären.
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