Produktinformation
|
Doch von wem ist hier eigentlich die Rede? Es ist kein geringerer als Baltasar Matzbach. Zugegeben, ein nicht alltäglicher Name, doch er selbst gibt sich jede erdenkliche Mühe, seinem Namen gerecht zu werden. Was ist das nun für ein Mensch, dieser Baltasar Matzbach? Was treibt er, bzw. was treibt ihn? Seine Beweggründe sind ab und zu wirklich suspekt. Versucht er doch in Mord am Millionenhügel die Herkunft einer plötzlich auftauchenden fremden Zahnbürste in seinem Badezimmer zu ermitteln. Dies wird zu einem so schwierigen Unterfangen, dass es Baltasar und den Leser über 188 Seiten des Buches in Atem hält.
Baltasar ist ein schlaues Kerlchen und schaffte es mit ca. 25 Jahren, nachdem er Philosophie und Atomphysik studiert hatte, eine sehr komplizierte, doch gewinnträchtige Erfindung an einem 'Betatron' auszutüfteln, das er jetzt niemandem mehr erklären könnte. Danach hat er ein bißchen komponiert und nebenbei einen simplen, eingängigen Schlager getextet, der heute noch als Evergreen läuft und nicht zu verachtende Nebeneinnahmen bringt.
Als sich zu diesen Glückstreffern auch noch ein Lottogewinn gesellt, ergibt sich Baltasar voll und ganz dem Gebiet der Bildung: Sparte Exoten. Lange Zeit beschäftigt er sich mit verschiedenen Gebieten der Esoterik. Hierbei entstanden drei seiner in Fachkreisen geschätzten Werke: Monotheistische Strömungen des inselkeltischen Druidentums, Schamanistische Einflüsse in die Analekten des Konfuzius und Sexualpathologische Aspekte der Psychokinese. Es lohnt sich, Baltasar Matzbach näher kennen zu lernen! --Manuela Haselberger
Wie dieses Zitat aus dem Roman deutlich macht, besticht dieser Fall durch Wortwitz und Schlagfertigkeit der Hauptfigur, des "Universaldilettanten" Matzbach. Er ist - wie sein Autor - ein Liebhaber des grossen Argentiniers Borges. Tatsächlich gelingt es ihm, anhand seines Werkes dem wahren Taeter auf die Spur zu kommen. Dabei kommen er und sein unermuedlicher Helfer, der arbeitslose Philosoph Henry Hoff, mit einer obskuren "Gesellschaft zur Stärkung der Verben e. V." in Verbindung.
Die Charaktere sind lebensecht gezeichnet, ein "Muß" fuer Freunde subtiler Ironie. Wie in guten Kriminalromanen ueblich, verfolgen der Detektiv und sein Helfer auch falsche Fährten. Scharfsinnig kommt Matzbach dennoch dem wahren Moerder auf die Spur - und liefert sich mit diesem am Ende eine aufregende actionreiche Verfolgungsjagd in St.-Peter-Ording. Leider ist gerade das Ende etwas schwach geraten. Zu ploetzlich erscheint mir der Umschwung von geistiger Kombination und -Auseinandersetzung mit dem Gegner in fernsehgerechte Verfolgungsszenen aus purer Action. Darunter leidet meiner Meinung nach die Glaubwürdigkeit des Romans. Das Ende haette Haefs anders gestalten muessen und die geistige Auseinandersetzung mit dem Taeter auch am Schluß suchen muessen. Dann haette der Taeter Selbstmord begehen koennen oder dergleichen. Leider verfaellt Haefs in die Verlockung, das Ende alternativ und fuer mich unglaubwuerdig zu gestalten. Daher vergebe ich "nur" vier Punkte. Dieser Krimi gehört ansonsten zu meinen Top-Ten.
Wer mehr Balthasar-Matzbach-Krimis lesen will, sollte unbedingt auf die Reihenfolge achten,
denn im Gegensatz zu anderen Krimis, stehen die Matzbach Bücher sehr wohl in einem logischen Zusammenhang!
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||