Können Krimis „beruhigend" wirken? Bei Mary Higgins Clark schon! Die Autorin hat ihre schriftstellerischen Qualitäten bereits in zahlreichen Büchern bewiesen, und auch ihr neuestes Werk ist mit Sorgfalt gemacht. Spannung hingegen baut sich nur sehr, sehr langsam auf. Vielleicht liegt's ja am Thema: kein Mörder wird gesucht, kein Psychopath treibt sein beklemmendes Unwesen... Nein, Nick Spencer, Gutmensch und Forscher nach einem Impfstoff gegen Krebs, ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, seine Leiche wird nicht gefunden. Oder hat er seinen Tod nur vorgetäuscht? Denn es sieht zunächst ganz danach aus, als wäre sein Impfstoff wirkungslos und er mit den Geldern zahlreicher privater Investoren untergetaucht. Die Journalistin Carley beginnt über seine Firma Gen-stone zu recherchieren und deckt viele Widersprüchlichkeiten auf. Das allein bringt wenig Spannung - die entsteht höchstens dadurch, dass einer der um ihr Geld Geprellten, im Geist verwirrt, der sympathischen Journalistin nach dem Leben trachtet. Alles in allem gut zu lesen, aber nichts, was einem vor Spannung den Schlaf raubt.