Da ich selbst Vorzimmersekretärin (in einer Klinik) bin, hatte ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und eine Sammlung von lustigen und unterhaltsamen Anekdoten aus dem Leben einer Vorzimmersekretärin erwartet. Solche Anekdoten findet man in diesem Buch auch - leider aber nur sporadisch. Der Rest des Buches besteht aus Selbstbeweihräucherung und Eigenlob von Frau Münk. An einigen Stellen musste ich schmunzeln über Erlebnisse, die denen im eigenen Vorzimmer schon sehr ähneln. Dafür vergebe ich den einen Stern. Insgesamt fand ich das Buch aber langweilig geschrieben und habe mich nur mühsam durchgequält. Sehr missfallen hat mir auch die Kritik der Autorin an Kolleginnen, die ihr - ihrer Meinung nach - alle nicht das Wasser reichen können. Was mich an dem Buch allerdings am meisten gestört hat, war die inflationäre Verwendung von englischen Begriffen. Neben immer wiederkehrenden Begriffen wie "big shots", "benchmark", "get together" und anderen, haben mich auch Sätze wie "Ich starrte ungläubig auf den Screen." oder "Werden in diesem Unternehmen die Mitarbeiter unmerklich gebrainwashed?" mehr als einmal erschaudern lassen. Ich habe nichts gegen die Verwendung von englischen Begriffen, in Fällen, wo es keine deutschen gibt. Aber Frau Münk verwendet englische Begriffe bei jeder x-beliebigen Gelegenheit, was mir den Spaß an dem sowieso schon langweiligen Buch noch mehr verdorben hat.
Und übrigens Frau Münk: "loser" schreibt man nur mit einem "o" ... und die Fernsehserie heißt "Sex AND the City", nicht "Sex IN the City" ;-)!!!