Der Film "Und keiner weint mir nach" ist nicht schlecht gemacht und auf jeden Fall sehenswert. Wer allerdings den wirklichen Roman von Sigi Sommer "Und keiner weint mir nach" gelesen hat, wird entäuscht sein. Viele der über 20 Personen, die im Buch auftauchen, sind im Film überhaupt nicht vorhanden. Auch die kleinen Geschichten über die anderen Hausbewohner werden im Film nicht berücksichtigt. Der Film wirkt außerdem sehr traurig und bringt an fast keiner Stelle den lustigen, teils spöttischen, einzigartigen Schreibstil des Sigi Sommer dem Zuschauer näher. Der Film und seine Geschichte ist so wie sie auch in der Wirklichkeit ist: trist. Doch das Buch von Sigi Sommer ist nicht nur traurig, es ist an vielen Stellen sogar ausgesprochen heiter und lustig. Es ist eben ein typisches Sigi Sommer Buch, das sich nur schwer in 90 min verfilmen läßt (ein Dreiteiler wäre besser gewesen).