Mein Physiklehrer hat einmal im Unterricht erzählt, daß Einstein die Relativitätstheorie zuerst geträumt hat, und dann hinterher mit Hilfe von "Rechenknechten" diese mathematische bewiesen hat. - Eigentlich konnte ich mir nie vorstellen, wie man so etwas abstraktes, wie die relative Zeit träumen konnte, und dann habe ich das Buch "Und immer wieder die Zeit" in die Hände bekommen. Alan Lightman läßt hier Albert Einstein träumen. In diesen Träumen entsteht eine neue, faszinierende, teilweise sogar märchenhafte Welt, wo die Zeit eine völlig andere Bedeutung bekommt. Es eröffnen sich einem völlig neue Dimensionen und Wirklichkeiten. In einem der insgesamt dreißig Träume, gibt es zum Beispiel gar keine Zeit, sondern nur Bilder, und in einem anderem Traum ist die Zeit ein Kreis, sie wiederholt sich endlos. Obwohl in keinem dieser Träume die Relativitätstheorie vorkommt, hilft es doch, sie sich besser vorstellen zu können. Wer jetzt glaubt, ein Lehr- oder Sachbuch vor sich zu haben, wird (sogar positiv) enttäuscht sein. Es handelt sich hier um belletristische Literatur im wahrsten Sinne des Wortes, wunderbar und leicht geschrieben ohne seicht zu werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)