Amazon.de
„Ein Leben jenseits Konfektionsgröße 40 ist möglich.“ schreibt die gut gelaunte Autorin, erzählt, philosophiert, kritisiert und witzelt aufgeräumt rund ums Thema Pfunde, Abnehm- Wahn und die Frage: „Warum tun wir uns das an?“ Nein, auch dies ist kein Diätbuch, alles andere als eine Aufforderung im Strom der Superschlanken mitzuschwimmen, deren Lebensziel es sei, Handschuhfach- Format zu erlangen. Aber eine „Dünnenhasserin“ sei sie deshalb auch nicht, betont Susanne Fröhlich. Nein, es geht um etwas anderes: die Freude an Leben und Genuss, die Natürlichkeit zu sich selbst, das Ablegen von Zwängen in Sachen Wiegen und auf Kalorientabellen schauen. Mit einem ausgeglichenen Leben und einer lebensfrohen Psyche wird sich auch das Gewicht einpendeln. Weg mit dem schlechten Gewissen, wenn „unser Körper leider eine völlig andere Vorstellung vom Wohlfühlgewicht hat als etwa Karl Lagerfeld“.
Selbstkritisch schildert Susanne Fröhlich ihr eigenes Auf und Ab in Sachen Gewicht, geht offen mit eigenen Schwächen und ab und zu fehlender Konsequenz um, nimmt aber genauso Andere in die Kritik: dass sie als Wetten-dass- Gast öffentlich gewogen wurde und als Schlagzeile am nächsten Tag in der Boulevard-Presse landet, dass Hunger ein weltweites Problem sei und nicht die Frage, ob jemand „in irgendeinen Fummel reinpassen will“, dass Ladenketten an der Realität vorbei Mode einkaufen. Und immer wieder brechen ihre sympathische Schlagfertigkeit und ihr kluge Widerworte gebender Streitgeist durch. „Selbst eine Marilyn Monroe müsste sich heute bei Zara mit einem Schal zufrieden geben.“
Eine aufbauende Reise durch die Welt der Stars und Sternchen, die Welt der Medien und ihre ästhetisch fragwürdigen Gesetze, die Suche nach „Moppel-Paradiesen“ auf diesem Globus und die tröstende Erkenntnis: „Fitte Dicke haben bessere Lebenserwartungen als dünne Unfitte“. Nein es ist kein Diätbuch und kein Plädoyer fürs Bohnenstangenformat. Klare Sache, „schwindelerregende Blutdruckzahlen, Atemnot...sind kein ästhetisches Problem“, hier ist ärztliche Hilfe angesagt. Aber darüber hinaus? Susanne Fröhlich rückt temperamentvoll Extremes gerade, deckt Fehlentwicklungen auf, beschreibt Ausuferndes und sagt, überzeugend in Satz und Buch: „Ich will mein Leben nicht auf der Waage verbringen.“ Recht hat sie!
-- Barbara Wegmann
Kurzbeschreibung
Warum ist dünn sein immer noch das beherrschende Schönheitsideal vieler Frauen? Mit »Moppel-Ich« hat Susanne Fröhlich einen großen Bestseller geschrieben und eine große Diskussion über das Thema »Schlankheitswahn« angestoßen. Selbstbewusst, selbstironisch und offen schildert sie in ihrem neuen Buch nun, wie es ihr seitdem mit dem ewigen Auf und Ab auf der Waage ergangen ist, wie die Öffentlichkeit darauf reagiert und wie sich das Verhältnis der Menschen zum Thema »Gewicht und Figur« in Deutschland grundsätzlich verändert hat. »Und ewig grüßt das Moppel-Ich« ermuntert zu mehr Gelassenheit gegenüber erniedrigenden Schönheitsidealen und beweist: Frauen können mehr als Kalorien zählen und sich dünne machen.
»Der Kampf geht weiter – diesmal allerdings geht es um Gewichtigeres als ein paar lächerliche Extra-Pfunde.« Susanne Fröhlich
