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Und erlöse uns nicht von dem Bösen (OmU)

Jeanne Goupil , Catherine Wagener , Joël Séria    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Und erlöse uns nicht von dem Bösen (OmU) + Tausendschönchen (Special Edition) + Possession (OmU)
Preis für alle drei: EUR 48,97

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Produktinformation

  • Darsteller: Jeanne Goupil, Catherine Wagener, Gérard Darrieu
  • Regisseur(e): Joël Séria
  • Komponist: Claude Germain, Dominique Ney
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Widescreen
  • Sprache: Französisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Bildstörung (Alive)
  • Erscheinungstermin: 5. Oktober 2012
  • Produktionsjahr: 1971
  • Spieldauer: 102 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0090JQFCY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.058 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Die beiden 14jährigen Klosterschülerinnen Anne und Lore interessieren sich nicht sonderlich für das, was Mädchen ihres Alters normalerweise so umtreibt. Statt sich mit so profanen Dingen wie Jungs abzugeben, lesen sie nachts lieber heimlich unter der Bettdecke die Werke von Lautréamont und Baudelaire und huldigen, ganz dem verführerischen Reiz des Verbotenen erlegen, hingebungsvoll ihrer einzig wahren Liebe, dem Teufel. Angefacht von ihrer Leidenschaft für das Böse und dem Plan, ihrem Liebsten zu imponieren, um sich ihm bei einem Hochzeitsritual vollends hingeben zu können, beginnen die beiden in den Sommerferien, den Männern aus ihrem Dorf gemeine Streiche zu spielen. Was als Spiel aus Verführung und Demütigung beginnt, gerät aber zusehends außer Kontrolle…

Joël Sérias Debütfilm wurde kurz nach seiner Premiere in Frankreich wegen Blasphemie vorübergehend verboten. Sehr lose basierend auf dem Mordfall Pauline Parker/Juliet Hulme von 1954 (der auch Peter Jackson als Vorlage für HEAVENLY CREATURES diente) ist UND ERLÖSE UNS NICHT VON DEM BÖSEN ein ungeniert offener Film über fehlgeleitetes sexuelles Erwachen. Doch auch wenn Séria keinen Hehl aus seinem Antikatholizismus macht und ziemlich offensiv die nackten Reize seiner beiden Hauptdarstellerinnen zur Schau stellt, gelingt ihm durch seine souveräne Regie ein heikler Spagat zwischen Exzess und Gesellschaftskritik, der aber immer wieder auch zarte Töne anschlägt. Der Film ist intelligent ohne prätentiös zu sein, er ist ernst und er unterhält auf hinterhältige Art und Weise. Als hätten Claude Chabrol, Jean Rollin und Luis Buñuel die Köpfe zusammengesteckt, um einen Exploitationfilm fürs Arthousekino zu drehen. Ein tragisch-schöner Geniestreich und eine hinreißende Ode an die Verderbtheit!

VideoMarkt

Die beiden 14-jährigen Klosterschülerinnen Anne und Lore sind von der Macht des Verbotenen fasziniert und beschließen, ihr Leben dem Teufel zu widmen. Als Annes Eltern während der Sommermonate verreisen und sie unter der Aufsicht der Haushälterin zurückbleibt, kann sie sich gemeinsam mit Lore ihren Gelüsten hingeben: Sie führen Männer in Versuchung und demütigen sie, quälen und töten Tiere und legen auch Feuer. Als eine dieser Situationen außer Kontrolle gerät, sehen sie sich gezwungen, einen Mord zu begehen.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein provokantes Meisterwerk 4. November 2012
Von Marc Jozefiak TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Einmal mehr hat das Label Bildstörung eine absolut provokante Film-Perle ausgegraben, die erstaunliche Ähnlichkeiten zum tschechischen Film "Tausendschönchen" aufweist. Auch hier stehen zwei junge Mädchen im Mittelpunkt der Geschichte, die sich durch ihr Verhalten äußerst stark von der Menge abheben und durch ihre provokanten Taten für jede Menge Aufsehen sorgen. Anne und Lore schwören nämlich der Kirche ab und huldigen dem Satan, so das man den im Film-Titel geäußerten Wunsch "Und erlöse uns nicht von dem Bösen" durchaus wörtlich nehmen kann. Anders als in "Tausendschönchen" handelt es sich in vorliegendem Fall aber nicht um eine anarchistische Attacke zweier Außenseiterinnen gegen die bessere Gesellschaft, denn beide kommen aus guten Familien, wobei Anne sogar aus einer echten Aristokraten-Familie stammt. Gerade dieser Tatsache ist es aber auch geschuldet, das die Mädchen anscheinend aus dem spießbürgerlichen Mief entkommen wollen, denn schaut man sich als Zuschauer einmal die familiären Verhältnisse an, schnürt es einem die Luft zum atmen ab. Strenge Regeln und absolute Monotonie kennzeichnen das Leben der beiden Mädchen, für Spaß und die Entfaltung einer eigenen Persönlichkeit scheint dabei kein Platz zu sein. Zudem müssen beide auch noch eine Klosterschule besuchen, in der es streng und extrem gläubig zur Sache geht. Und so fassen sie den Beschluss sich dem Satan zuzuwenden und schwören der Kirche ab, so das man das gesamte Szenario schon als äußerst krasse Blasphemie ansehen kann.

In der Folge denken sich die Teenager immer boshaftere Streiche aus und provozieren vor allem die Männer in ihrer Umgebung mit sexuellen Provokationen. Dabei sollte man anmerken, das die beiden Hauptdarstellerinnen im Film 14 Jahre alt sind und vom Optischen her auch so wirken, jedoch beim Dreh des Filmes schon 19 und 21 Jahre alt waren. Das optische Erscheinen der hübschen Mädchen kommt dem Gesamtbild sehr zu Gute, kann man ihnen doch einerseits die kindliche Naivität im Gesicht ablesen und verspürt doch andererseits den Aspekt des Frühreifen, der nicht nur visuell sondern insbesondere in den provokanten Dialogen extrem gut zur Geltung kommt. Hier liegt auch die meiner Meinung nach größte Stärke der Geschichte, denn obwohl die Handlungen der Mädchen immer boshaftere Züge erkennen lassen, liegt jederzeit ein Hauch von Verspieltheit und kindlicher Naivität über den Ereignissen. Dadurch entsteht eine noch höhere Intensität und der Zuschauer steht dem Ganzen mit ziemlich zwiespältigen Gefühlen gegenüber. So werden beispielsweise auch durch lediglich kleine Szenen durchaus Gründe präsentiert, warum man die Abkehr der beiden Mädchen vom sogenannten Guten begründen könnt, wären da die lüsternen Blicke des Pfarrers bei der Beichte, oder aber auch die Andeutung lesbischer Liebesspiele zweier Nonnen beim Blick durch ein Schlüsselloch.

Diese dezenten Andeutungen sind vollkommen ausreichend, um die schon oft ins Bild gesetzte Doppelmoral der Kirche anzuprangern und den Beweggründen der beiden Teenies Vorschub zu leisten. Die Art der Darstellung ist das Besondere in diesem Szenario, denn Regisseur Joel Seria war sehr wohl darauf bedacht, dem Geschehen eine gewisse Anrüchigkeit zu verleihen, dabei jedoch nie die verspielte Note außer acht zu lassen, die phasenweise sogar einen heiteren Eindruck hinterlässt. Umso schockierender wirken dann die folgenden Ereignisse, denn das Spiel der beiden jungen Grazien mit dem Feuer nimmt zum Ende hin sehr dramatische Formen an. Die Provokationen steigern sich immer mehr und das Szenario nimmt eine Wendung, die einem mit dem gewählten Finale einen Tiefschlag in die Eingeweide versetzt. Auf einmal ist nichts mehr von der Heiterkeit zu verspüren, die selbst die boshaftesten Streiche der Mädchen begleitet hat und auch die kindliche Naivität ist gänzlich verschwunden. Stattdessen entfaltet sich eine regelrechte Schock-Starre, in die man mit den letzten Bildern des Filmes versetzt wird. Das abrupte Ende wirkt dann auch sehr nachhaltig und man braucht eine geraume Weile, bis man das Gesehene einigermaßen verdaut hat. Dennoch rundet gerade der Aspekt das es hier kein Happy End gibt die Geschichte perfekt ab und entlässt einen aus einem Film, den man insgesamt nur als absolut grandios bezeichnen kann. Zu diesem Eindruck trägt insbesondere das herausragende Schauspiel der beiden Haupt-Darstellerinnen bei, denn Jeanne Goupil (Anne) und Catherine Wagener (Lore) liefern eine Performance ab, die man nur als absolut brillant bezeichnen kann.

"Und erlöse uns nicht von dem Bösen" ist ein absolutes Meisterwerk des provokanten Filmes und bietet dem Betrachter ein Szenario, das ihn in einen absoluten Zwiespalt der Gefühle versetzt. Der Kontrast zwischen kindlicher Naivität und absoluter Boshaftigkeit ist dermaßen frappierend, das man hin-und her gerissen ist zwischen aufkommender Symphatie für zwei verspielte Mädchen und der strikten Ablehnung ihrer boshaften Taten gegenüber ihren Mitmenschen. Es ist ein äußerst schmaler Grat zwischen Gut und Böse auf dem man sich hier bewegt und die Umsetzung des Ganzen ist so perfekt gelungen, das man einfach nur applaudieren kann. Trotz der fast durchgehend vorhandenen heiteren Note entfaltet der Film gerade durch diesen Gesichtspunkt eine ungeheuer starke Intensität und ist ein absoluter Schlag in die Magengrube, von dem man sich erst nach einer gewissen zeit wieder erholen kann. Man muss sich dieses Werk einfach selbst anschauen, um sich ein Bild von der teils verstörenden Wirkung zu machen, die das Szenario beim Zuschauer hinterlässt.

Fazit:

Über 4 Jahrzehnte hat es gedauert, bis dieser fantastische Film dank Bildstörung nun auch endlich bei uns eine würdige Veröffentlichung erfahren hat. Dabei hat das Label einmal mehr sein Gespür für die außergewöhnlichen Film-Perlen eindrucksvoll unter Beweis gestellt und dem Zuschauer ein Geschenk gemacht, das man nur zu gern dankend annimmt. Wie immer hat man die DVD auch wieder mit üppigem Bonus-Material ausgestattet, so das man letztendlich nur eine dicke Empfehlung an jeden aussprechen kann, der ganz besondere Werke zu schätzen weiß.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von newmaker
Von Amazon bestätigter Kauf
Ein Film über zwei heranwachsende Mädchen voller Freiheitsdrang, Bosheit und mit exzessiver Neigung zu Tabubrüchen in einem strengen katholischem Umfeld.

Diese wunderbar erzählte Geschichte von zwei fast erwachsenen Mädchen, die sich dem Bösen verschworen haben, demütigen, sadistisch quälen und einen Mord begehen und dabei trotz ihrer Boshaftigkeit immer mehr sich gegenseitig und dem Zuschauer ans Herz wachsen, steigert sich wie die Bosheit der Mädchen und deren Lust an der Freiheit cresendoartig bis zu einem flammenden leidenschaftlichen Finale. Zugleich wird der umfassende Versuch der Einflussnahme einer katholischen Kirche auf die Menschen in seiner Auswirkung auf den individuelle Freiheitsdrang heranwachsender Menschen anschaulich demonstriert.

Ein Film der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Trotz aller Verhaftung in seiner Entstehungszeit ist dieser Film heute wie damals ein einzigartiges Fanal für den Bruch von der Gesellschaft oktroyierter Konventionen, die dem Freiheitsdrang des kreativen autarken Individuums auch heute noch vielfach entgegenstehen. An Aussagekraft hat dieser Films trotz seines Alters keineswegs verloren.

Sehr lohnenswerte DVD !
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6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Fehlgeleitetes sexuelles Erwachen" 3. November 2012
Von profun TOP 500 REZENSENT
Als Hintergrund muss man diesem Film voranstellen, die Einstellung des Regisseurs. Joel Séria hatte eine "Phobie" gegen fast alles Christliche, insbesondere gegen den Katholizismus und begegnete ihm aggressiv feindselig und z.T. auch nicht besonders fair, das muss man trotz manch berechtigter Kritik, eingestehen. Nur auf diesem Hintergrund kann man die Konzeption des vorliegenden Filmes verstehen.

Anne und Lore, zwei Schülerinnen, leben unter recht strengen Verhältnissen in einem von Schwestern geführten Internat. Damals war auch das Lesen gewisser Bücher verboten, doch die zwei Mädels sind durch dieses Verbot besonders motiviert dazu es am Abend heimlich unter der Bettdecke zu tun. Beide Mädchen haben sich dem Teufel verschworen, sie beginnen also ein Leben in Opposition.

In den Ferien treiben beide ihr Unwesen auf dem Lande, ärgern und demütigen insbesondere die Männer im Dorf. Bei diesem Ärgern bleibt es aber nicht, die beiden agieren immer mehr triebgesteuert und lüsterner, sie provozieren die meist älteren Männer mit ihren körperlichen Reizen bis zum "geht nicht mehr", entkleiden sich bis auf Slip und BH und animieren unentwegt. Will dann ein so gepeinigter Mann Hand anlegen, kneifen sie, spielen die Unschuld vom Lande. Diese Methode steigert sich bis zu einem jähen und verhängnisvollen Ende.

Ich frage mich nur was will der Film? Eigentlich ist es kein Erotikfilm, von einer Szene abgesehen, aber auch kein normaler Spiel- oder "Lehr"film. Es gibt viele lustige Momente und intelligente Konstellationen und es ist mitunter eine Freude den Mädels zu folgen auf ihren Beutezügen. Aber genügt das? Ist reine Opposition, wenn auch aus gekränktem Herzen heraus, Bewegrund und Rechtfertigung genug ein verhehrendes Chaos zu schaffen, das ich selbstgerecht oft anderen in vergleichbarer Situation ankreide?

Hätte ich den Film zur Entstehungszeit gesehen, hätte ich vielleicht ein wenig anders darüber gedacht, als Nachwehen der 68er Jahre, doch vom heutigen Standpunkt her werden die im Film bedienten Klischees täglich allerorten reißerisch aufgearbeitet und stellen nichts mehr bahnbrechend Neues oder Interessantes dar, was vor 40 Jahren sicherlich noch anders war.
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