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Und erlöse uns nicht von dem Bösen (OmU)

Jeanne Goupil , Catherine Wagener    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher immer versandkostenfrei). Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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6 Filme auf DVD für 20 EUR
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Und erlöse uns nicht von dem Bösen (OmU) + Tausendschönchen (Special Edition) + Valerie - Eine Woche voller Wunder (OmU)
Preis für alle drei: EUR 52,97

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Produktinformation

  • Darsteller: Jeanne Goupil, Catherine Wagener, Gérard Darrieu, Bernard Dhéran, Marc Dudicourt
  • Komponist: Claude Germain, Dominique Ney
  • Künstler: Philippe Gosselet, Joël Séria, Bernard Legargeant, Simone Vassort, Marcel Combes, Ken Legargeant, Romaine Legargeant
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Widescreen
  • Sprache: Französisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Bildstörung (Alive)
  • Erscheinungstermin: 5. Oktober 2012
  • Produktionsjahr: 1971
  • Spieldauer: 102 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0090JQFCY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.959 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Die beiden 14jährigen Klosterschülerinnen Anne und Lore interessieren sich nicht sonderlich für das, was Mädchen ihres Alters normalerweise so umtreibt. Statt sich mit so profanen Dingen wie Jungs abzugeben, lesen sie nachts lieber heimlich unter der Bettdecke die Werke von Lautréamont und Baudelaire und huldigen, ganz dem verführerischen Reiz des Verbotenen erlegen, hingebungsvoll ihrer einzig wahren Liebe, dem Teufel. Angefacht von ihrer Leidenschaft für das Böse und dem Plan, ihrem Liebsten zu imponieren, um sich ihm bei einem Hochzeitsritual vollends hingeben zu können, beginnen die beiden in den Sommerferien, den Männern aus ihrem Dorf gemeine Streiche zu spielen. Was als Spiel aus Verführung und Demütigung beginnt, gerät aber zusehends außer Kontrolle…

Joël Sérias Debütfilm wurde kurz nach seiner Premiere in Frankreich wegen Blasphemie vorübergehend verboten. Sehr lose basierend auf dem Mordfall Pauline Parker/Juliet Hulme von 1954 (der auch Peter Jackson als Vorlage für HEAVENLY CREATURES diente) ist UND ERLÖSE UNS NICHT VON DEM BÖSEN ein ungeniert offener Film über fehlgeleitetes sexuelles Erwachen. Doch auch wenn Séria keinen Hehl aus seinem Antikatholizismus macht und ziemlich offensiv die nackten Reize seiner beiden Hauptdarstellerinnen zur Schau stellt, gelingt ihm durch seine souveräne Regie ein heikler Spagat zwischen Exzess und Gesellschaftskritik, der aber immer wieder auch zarte Töne anschlägt. Der Film ist intelligent ohne prätentiös zu sein, er ist ernst und er unterhält auf hinterhältige Art und Weise. Als hätten Claude Chabrol, Jean Rollin und Luis Buñuel die Köpfe zusammengesteckt, um einen Exploitationfilm fürs Arthousekino zu drehen. Ein tragisch-schöner Geniestreich und eine hinreißende Ode an die Verderbtheit!

VideoMarkt

Die beiden 14-jährigen Klosterschülerinnen Anne und Lore sind von der Macht des Verbotenen fasziniert und beschließen, ihr Leben dem Teufel zu widmen. Als Annes Eltern während der Sommermonate verreisen und sie unter der Aufsicht der Haushälterin zurückbleibt, kann sie sich gemeinsam mit Lore ihren Gelüsten hingeben: Sie führen Männer in Versuchung und demütigen sie, quälen und töten Tiere und legen auch Feuer. Als eine dieser Situationen außer Kontrolle gerät, sehen sie sich gezwungen, einen Mord zu begehen.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein provokantes Meisterwerk 4. November 2012
Von Marc Jozefiak TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Einmal mehr hat das Label Bildstörung eine absolut provokante Film-Perle ausgegraben, die erstaunliche Ähnlichkeiten zum tschechischen Film "Tausendschönchen" aufweist. Auch hier stehen zwei junge Mädchen im Mittelpunkt der Geschichte, die sich durch ihr Verhalten äußerst stark von der Menge abheben und durch ihre provokanten Taten für jede Menge Aufsehen sorgen. Anne und Lore schwören nämlich der Kirche ab und huldigen dem Satan, so das man den im Film-Titel geäußerten Wunsch "Und erlöse uns nicht von dem Bösen" durchaus wörtlich nehmen kann. Anders als in "Tausendschönchen" handelt es sich in vorliegendem Fall aber nicht um eine anarchistische Attacke zweier Außenseiterinnen gegen die bessere Gesellschaft, denn beide kommen aus guten Familien, wobei Anne sogar aus einer echten Aristokraten-Familie stammt. Gerade dieser Tatsache ist es aber auch geschuldet, das die Mädchen anscheinend aus dem spießbürgerlichen Mief entkommen wollen, denn schaut man sich als Zuschauer einmal die familiären Verhältnisse an, schnürt es einem die Luft zum atmen ab. Strenge Regeln und absolute Monotonie kennzeichnen das Leben der beiden Mädchen, für Spaß und die Entfaltung einer eigenen Persönlichkeit scheint dabei kein Platz zu sein. Zudem müssen beide auch noch eine Klosterschule besuchen, in der es streng und extrem gläubig zur Sache geht. Und so fassen sie den Beschluss sich dem Satan zuzuwenden und schwören der Kirche ab, so das man das gesamte Szenario schon als äußerst krasse Blasphemie ansehen kann. Lesen Sie weiter... ›
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
„Lass uns zu Himmel oder Hölle fahren!
Nur Neues zeig uns, Tod,
Im fremden Grund.“

Nachts lesen die beiden 14jährigen Klosterschülerinnen Anne und Lore gemeinsam unter der Bettdecke Lautreamont und Baudelaire, eng verbunden durch Außenseitertum und Liebe. Wie könnten sie anders, als gegen den Katholizismus und die verschnarcht-rigide ländliche Gesellschaft zu rebellieren? Wie mit erwachenden homosexuellen Neigungen umgehen in einer Gesellschaft, in der die Sexualität ein Tabu-Thema ist? Anne und Lore tun, was eigentlich nur in diesem Alter möglich ist: sie fühlen sich Lehrern, Eltern und Mitschülern überlegen und spielen ihren Mitmenschen „Streiche“, die zunehmend heftiger werden. Sadismus und (Homo)Sexualität gehen eine immer engere Bindung ein und schweißen die beiden Mädchen immer fester zusammen.
Werden sie zuerst noch fast selbst Opfer ihrer Missetaten (Lore wird Opfer einer Fast-Vergewaltigung, nachdem sie einen Kuhhirten reichlich dazu provoziert hat), kommt es nach „harmloseren“ Vergehen wie dem sinnlosen Töten eines Kanarienvogels (die Kamera verweilt auf dem im Todeskampf zuckenden Tier schmerzhaft lange) zu Brandstiftungen, einer schwarzen Messe und schließlich zum Mord.
Die Kamera zeigt die Mädchen oft aufreizend und mit viel nackter Haut, aber niemals als Sexualobjekte. Im Gegenteil nutzen die beiden ihre jungen Körper bewusst als „Waffe“, um Männer zu provozieren und anschließend zu erniedrigen. Von Verschämtheit ist hier keine Spur, und das ist durchaus wohltuend-befreiend, wenn sich andererseits auch bald die Ahnung eines möglicherweise tragischen Endes anbahnt.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von newmaker
Verifizierter Kauf
Ein Film über zwei heranwachsende Mädchen voller Freiheitsdrang, Bosheit und mit exzessiver Neigung zu Tabubrüchen in einem strengen katholischem Umfeld.

Diese wunderbar erzählte Geschichte von zwei fast erwachsenen Mädchen, die sich dem Bösen verschworen haben, demütigen, sadistisch quälen und einen Mord begehen und dabei trotz ihrer Boshaftigkeit immer mehr sich gegenseitig und dem Zuschauer ans Herz wachsen, steigert sich wie die Bosheit der Mädchen und deren Lust an der Freiheit cresendoartig bis zu einem flammenden leidenschaftlichen Finale. Zugleich wird der umfassende Versuch der Einflussnahme einer katholischen Kirche auf die Menschen in seiner Auswirkung auf den individuelle Freiheitsdrang heranwachsender Menschen anschaulich demonstriert.

Ein Film der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Trotz aller Verhaftung in seiner Entstehungszeit ist dieser Film heute wie damals ein einzigartiges Fanal für den Bruch von der Gesellschaft oktroyierter Konventionen, die dem Freiheitsdrang des kreativen autarken Individuums auch heute noch vielfach entgegenstehen. An Aussagekraft hat dieser Films trotz seines Alters keineswegs verloren.

Sehr lohnenswerte DVD !
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