Warum ich es liebe Agatha Christie zu lesen!
Wer eine quasi einleitende und etwas ausführlichere Rezension über Agatha-Christie-Bücher und ihren, wie ich finde, besten Roman lesen will, lese meine Rezension zu
Der Tod auf dem Nil.
10 Menschen auf einer Insel, 1 Mörder, Lügen. Ein Lied über zehn kleine Zinnsoldaten, 9 Menschen, eine Anklage, Sturm vor den Fenstern. Der nächste Morgen, 8 Menschen, Angst - der Mörder ist einer von uns...
Es gibt wohl kaum einen Krimi, der zugleich so spannend ist und trotzdem dermaßen weitab der sonstigen Kriminalmilieus spielt. Egal wie oft man dieses Buch liest, immer wieder stellt sich mit einem Mal dieses leichte Unter-die-Haut-gehen ein, immer wieder fiebert man gegen das Unausweichliche an. Das gibt es, zugegeben, auch bei anderen Büchern oder Filmen.
Faszinierend macht Agatha Christies Masterpiece jedoch auch die Tatsache, dass sie zwar eine Konstruktion erschaffen hat, die verschleiern, vertiefen und schließlich verblüffen soll (keine makellose Konstruktion - Gott sei dank!), sondern dass diese Konstruktion nach dem Einlesen keine mehr ist. Sie bleibt wunderbar "erzählerisch". Schnell entwickelt man zu zahlreichen Personen Empathien und Sympathien, Abneigungen und Fragen, hofft dass sie überleben, hofft das sie klug genug sind zu handeln; sie werden zu unverwechselbaren Individuen, einfach nur dadurch, dass man ihre Handlungen nachvollzieht, ihre Motive zu erkennen sucht, hört was sie sagen und meinen.
Mal abgesehen von der mehr als grandiosen Auflösung, für die Alleine sich das Lesen und Erleben lohnt, ist es einfach ein rundum gelungenes Buch; also ein Buch, dass man wiederlesen will; ein Buch, dass auch sehr viel Später Erinnerungen und Gefühle hervorruft; dass man um seiner selbst willen niemals hergeben würde. Ein gutes Buch.
Platz 3# auf meiner internen Agatha Christie-Liste.