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Und Gott sprach: Wir müssen reden! [Taschenbuch]

Hans Rath
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (265 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Hans Raths Geschichte ist skurril, ziemlich tiefsinnig und einfach tierisch lustig (Cosmopolitan)

Ein Volltreffer (Gong)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hans Rath, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er lebt mit seiner Familie in Berlin, wo er unter anderem als Drehbuchautor tätig ist. Mit der Romantrilogie «Man tut, was man kann», «Da muss man durch» und «Was will man mehr» hat Rath sich eine große Fangemeinde geschaffen. Zwei der Bücher wurden bereits fürs Kino verfilmt. Sein Roman «Und Gott sprach: Wir müssen reden!» ist ebenfalls ein Bestseller.

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Mitten in der Nacht steht meine Exfrau vor der Tür. «Was ist passiert?», frage ich entgeistert. «Ich brauch deine Hilfe. Meine Ehe steht auf der Kippe.» «Deine aktuelle Ehe?», stottere ich und streiche mir verwirrt durchs Haar. «Natürlich meine aktuelle Ehe», erwidert sie patzig. «Welche denn sonst? Unsere Ehe ist seit drei Monaten geschieden. Da kann nix mehr kippen.» «Danke, dass du mich daran erinnerst», sage ich matt. «Gern geschehen. Was ist jetzt? Kann ich reinkommen?» Kalte Nachtluft kriecht an ihr vorbei in mein winziges Apartment. «Nicht so gern», antworte ich ehrlich. «Und warum nicht?», fragt sie und späht argwöhnisch über meine Schulter. «Hast du etwa eine andere Frau hier?» «Was heißt denn: eine andere Frau?», frage ich. «Wir sind geschieden. Wenn mir der Sinn danach steht, kann ich hier Bunga-Bunga-Partys feiern, ohne das mit dir abzusprechen.» «Ja! Das sähe dir wieder mal ähnlich!», ruft sie. «Weil du nicht über mich hinwegkommst, wirfst du dich gleich der erstbesten Schlampe an den Hals, die dir über den Weg läuft.» Ich seufze. Es liegt mir nicht, mich zu streiten, wenn ich müde bin. Ellen weiß das. Während unserer Ehe hat sie deshalb am liebsten frühmorgens oder spätabends Krach angefangen. «Lass uns morgen reden», bitte ich freundlich. Sie presst die Lippen aufeinander und überlegt. Für Sekundenbruchteile habe ich die Hoffnung, dass sie tatsächlich einlenken könnte. Ein Irrtum, wie ich nach sieben Jahren Ehe eigentlich wissen müsste. «Dir ist aber schon klar, dass dieses Apartment mir gehört, oder?», pflaumt sie mich an. «Und die Praxis, für die du auch schon eine ganze Weile keine Miete mehr bezahlst, gehört ebenfalls mir. Ich finde, da kann ich durchaus mal einen klitzekleinen Gefallen von dir erwarten.» Sie sieht mich an. Ich kenne diesen Blick. Wenn ich ihr jetzt die Tür vor der Nase zuschlage, wird sie mir den Strom oder das Wasser abdrehen lassen. Oder beides. Vielleicht droht mir auch die Zwangsräumung. Ellen kann sehr ungemütlich werden, wenn man nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Genervt trete ich zur Seite, damit sie hereinkommen kann. «Nun hab dich nicht so», sagt sie und marschiert Richtung Küche. «Du hast doch geschworen, für jeden da zu sein, der Hilfe braucht.» «Hab ich nicht», erwidere ich und schließe die Tür. «Psychologen leisten keinen hippokratischen Eid, falls du das meinst.» Sie verschwindet in die Küche. «Hast du etwa keinen Weißwein?», höre ich sie rufen. Sie wartet nicht ab, ob ich antworte, sondern beginnt, geräuschvoll meinen Kühlschrank zu durchwühlen. «Im Eisfach», sage ich und lasse mich müde auf einen Küchenstuhl sinken. «Im Eisfach? Da kann die Flasche aber platzen», gibt sie zu bedenken. «Dann mal gut, dass du gekommen bist», erwidere ich. «Du hast mich zwar heute um meinen Schlaf und insgesamt um ein paar Jahre meines Lebens gebracht, aber wenigstens platzt mir obendrein nicht auch noch eine Flasche Weißwein.» Sie gießt sich ein und hebt fragend die Flasche. Ich nicke und bekomme ebenfalls ein Glas. «Okay. Schieß los!», sage ich und nehme einen Schluck. «Wie? Hier? In dieser winzigen Küche soll ich über meine Eheprobleme reden? Ist das dein Ernst?» «Wo wäre es dir denn lieber? Ich hätte noch ein winziges Bad anzubieten, oder ein winziges Schlafzimmer.» «Was soll das nun wieder heißen?», bellt sie. «Etwa, dass ich dir kein anständiges Apartment zur Verfügung stelle? Weißt du eigentlich, dass dein guter Freund Adam Weberknecht …» «Adam Weberknecht ist nicht mein guter Freund. Im Grunde kenne ich ihn kaum.» «Jedenfalls lebt er seit seiner Scheidung unter einer Brücke!» «Dann hat er bestimmt mehr Platz als ich. Vielleicht besuche ich ihn mal.» Sie stößt verächtlich Luft durch die Nase, nippt am Wein und verzieht das Gesicht. «Uh. Teuer war der aber nicht, oder?» «Zwei Euro irgendwas», antworte ich schulterzuckend. «Ja. So schmeckt er auch. Vielleicht bringst du Adam Weberknecht eine Pulle davon mit, wenn du ihn unter der Brücke besuchst.» «Sorry, Ellen. Sobald ich mir wieder Jahrgangschampagner leisten kann, melde ich mich bei dir.» «Weißt du eigentlich, was dein Problem ist, Jakob?», fragt sie spitz. «Ja. Dass du mir über den Weg gelaufen bist», erwidere ich. Sie überhört den Einwand. «Dein Problem ist, dass du ein Weichei bist. Schon die kleinsten Schwierigkeiten hauen dich um.» «Schön, dass wir jetzt wissen, was mein Problem ist. Vielleicht kommen wir dann jetzt mal zu deinem Problem.» -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .
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