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Produktinformation
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"Minka Pradelski webt sehr gekonnt fiktive Elemente um historisch verbürgte Eckpfeiler."
Frankfurter Rundschau
"Minka Pradelski gibt Opfern und Überlebenden des Holocaust eine Stimme."
Die Welt
Tatsächlich aber hatte das zur Folge, daß die Last und der Druck auf die nächste Generation noch größer wurde. Viele Juden , die nach dem Krieg geboren wurden, haben nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden und in Israel, versucht , dem literarisch zu entkommen, indem sie das Dilemma beschrieben. Ich nenne aus jüngster Zeit Leon de Winter ("Place de la Bastille"), Doron Lizzie ("Ruhige Zeiten") und Michel Friedman ("Kaddisch vor Morgengrauen").
Minka Pradelski lässt ihre Hauptfigur Zippy Silberberg eine Erbschaft machen; um einen Koffer mit Fischbesteck von ihrer verstorbenen Tante Halina abzuholen, reist sie nach Tel Aviv in Israel und begegnet dort in ihrem Hotel einer seltsamen Frau: Frau Kugelmann, die früher in Bendzin in Polen lebte, beginnt der zunächst widerstrebenden Zippy zu erzählen von den Menschen ihres ehemaligen Dorfes. Und indem sie erzählt, erweckt sie sie wieder zum Leben und löst etwas in Zippy aus, von dem sie nicht mehr los kommt. Die Fäden beginnen sich zu verweben und bald schon befindet sich Zippy mitten in ihrer eigenen Geschichte...
"Und da kam Frau Kugelmann" ist ein wunderbares Buch, das einen auf der einen Seite zu Tränen rührt, auf der nächsten in schallendes Gelächter ausbrechen lässt , und auf wieder einer anderen Seite einen in tiefstes Nachdenken stürzt. Es ist ein Stück Literatur gewordener Beweis jener alten jüdischen Weisheit, daß nur im Erinnern das Leben bleibt.
Wem dieses Buch gefallen hat, dem seien auch die anderen schon erwähnten ans Herz gelegt.
Zippy, so heißt die junge Frau fliegt nach Israel, trifft in der Hotelhalle auf Frau Kugelmann. Sie drängt sich förmlich auf und erzählt ihr ohne Unterbrechung die Geschichte de Eltern von Zippy Silberberg.
Und so erfährt sie, dass ihre Eltern die nicht nur eine Lagergeschichte hatten, sondern dass sie auch eine glückliche Kindheit hatten. Sie haben gelebt, waren verliebt in einander. Und dann sagt Frau Kugelmann einmal treffend:“ Das ist eigentlich eine Generation in der Eltern mit ihren Kindern nicht reden konnten. Seinen eigenen Kindern kann man das nicht erzählen, man muss es fremden Kindern erzählen:“
Es ist ein wunderbares Buch. Die Autorin beschreibt mit ihrer brillanten Beobachtungsgabe und Sprache die Menschen, und bei aller Traurigkeit und Melancholie kommt eine feine Euthymie zwischen den Zeilen zum Ausdruck.
Es ist ein Buch das ausgesprochen atmosphärisch arbeitet. Sehr empfehlenswert.
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